Fuchsfächerschwanz
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| Fuchsfächerschwanz | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Unterordnung: | Singvögel (Passeri) |
| Überfamilie: | Corvoidea |
| Familie: | Rabenvögel (Corvidae) |
| Unterfamilie: | Drongos (Dicrurinae) |
| Tribus: | Rhipidurini |
| Gattung: | Fächerschwänze (Rhipidura) |
| Art: | Fuchsfächerschwanz |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Rhipidura rufifrons | |
| Latham, 1802 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC) - IUCN
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Der Fuchsfächerschwanz (Rhipidura rufifrons) zählt innerhalb der Familie der Rabenvögel (Corvidae) zur Gattung der Fächerschwänze (Rhipidura). Im Englischen wird der Fuchsfächerschwanz Rufous Fantail oder Black-breasted Rufous-Fantail genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Fuchsfächerschwanz erreicht eine Länge von rund 15 Zentimeter sowie ein Gewicht von etwa 10 Gramm. Zwischen dem Männchen und dem Weibchen besteht in Größe und Gefiederfärbung kein nennenswerter Dimorphismus. Der Oberkopf, die Kopfseiten, der Nacken sowie der Schulterbereich weisen eine graubraune Färbung auf. Je nach Unterart kann sich in den genannten Partien auch ein rotbrauner Schimmer zeigen. Der Rücken ist ebenso wie der untere Teil des Schwanzes rotbraun gefärbt. Der obere Teil des Schwanzes ist graublau bis schwarzblau gefärbt und im Bereich der Kanten weißlich gesäumt. Der Stirnbereich ist oberhalb des Schnabelansatzes kastanienbraun gefärbt. Dieser Fleck zieht sich auf jeder Kopfseite bis über die Augen. Die Augen sind ober- und unterhalb mit je einem weißlichen Halbring umgeben. Der Kehlreich ist weißlich und verlängert sich bis zu den Halsseiten. Die kurzen Flügel sind dunkelgraubraun gefärbt, die Unterseite des Schwanzes weist eine rotbraune Färbung auf. Der obere Teil der Brust ist schwärzlich und mischt sich in Richtung der unteren Brust und der oberen Bauchseite mit einem Weiß. Der Bereich des unteren Bauches ist mehr rotbraun gefärbt. Juvenile Vögel ähneln den Erwachsenen, jedoch ist ihr Gefieder insgesamt stumpfer gefärbt.
Unterarten
- Rhipidura rufifrons rufifrons - Latham, 1802 - Queensland/Australien
- Rhipidura rufifrons torrida - Wallace, 1865 - Maluku/Indonesien
- Rhipidura rufifrons louisiadensis - Hartert, 1899 - Milne Bay Islands, Louisiades Archipelago, Kimuta, Misima, Rossel und Woodlark Islands
- Rhipidura rufifrons uraniae - Oustalet, 1881 - Guam, Mikronesien
- Rhipidura rufifrons saipanensis - Hartert, 1898 - Nördliche Marianen, Mikronesien
- Rhipidura rufifrons versicolor - Hartlaub & Finsch, 1872 - Mikronesien
- Rhipidura rufifrons melaenolaema - Sharpe, 1879 - Solomonen, Santa Cruz, Vanikolo
- Rhipidura rufifrons agilis - Mayr, 1931 - Salomonen, Santa Cruz, Nendo
- Rhipidura rufifrons utupuae - Mayr, 1931 - Salomonen, Santa Cruz, Utupua
- Rhipidura rufifrons commoda - Hartert, 1918 - Salomonen, Papua-Neuguinea und umliegende Inselwelt
- Rhipidura rufifrons mariae - Tristram, RH, 1946 - Guam, Mikronesien
- Rhipidura rufifrons rufofronta - Ramsay, EP, 1879 - Salomonen, Guadalcanal, Melanesien
- Rhipidura rufifrons granti - Hartert, 1918 - Salomonen, Melanesien
- Rhipidura rufifrons russata - Tristram, 1879 - Melanesien, Salomonen, San Cristobal
- Rhipidura rufifrons brunnea - Mayr, 1931 - Melanesien, Salomonen
- Rhipidura rufifrons kuperi - Mayr, 1931 - Melanesien, Salomonen
- Rhipidura rufifrons ugiensis - Mayr, 1931 - Melanesien, Salomonen
- Rhipidura rufifrons intermedia - North, 1902 - Queensland/Australien
Verbreitung
Der Fuchsfächerschwanz ist in weiten Teilen Australiens, Ozeaniens und im südlichen Südostasien verbreitet. Australien wird bis auf Tasmanien und South Australia weitflächig besiedelt, wobei die Hautverbreitungsgebiete im Küstenbereich von Queensland. New South Wales und Viktoria liegen. Zwei der zahlreichen Unterarten kommen in Australien vor, alle anderen Unterarten ausschließlich in Südostasiens. Die genaue Verbreitung der einzelnen Unterarten ist der obigen Übersicht zu entnehmen. Tropische Regenwälder, Sumpfgebiete, lichte Feuchtwälder, bewaldete Überschwemmungsgebiete und Mangrovenwälder gehören zu den natürlichen Lebensräumen.
Ernährung
Der Fuchsfächerschwanz ernährt sich hauptsächlich von Insekten (Insecta) und anderen kleinen Gliederfüßern (Arthropoda). Die Nahrungssuche erfolgt in den unteren Regionen von Bäumen und Sträuchern sowie am Waldboden inmitten dichter Vegetation.
Fortpflanzung
Geschlechtsreif ist der Fuchsfächerschwanz gegen Ende des ersten Lebensjahres. Die Paarungszeit und die Brutsaison finden in den Monaten von Oktober bis Februar statt. In einer Saison kommt es je nach Verbreitungsgebiet und klimatischen Bedingungen zu einer oder zwei Bruten. Das kleine und napfartige geformte Nest befindet sich in der Regel auf einem horizontalen Ast in einem Baum oder größerem Strauch. Der Fuchsfächerschwanz benutzt dasselbe Nest von Jahr zu Jahr und bessert das alte Nest nur aus. Das Nest ist mit verschiedenen Gräsern sorgfältig geflochten. Die Außenseite des Nestes besteht aus Spinnweben und innen ist das Nest mit allerlei Materialien wie Kräuter, Haare und Pelz ausgepolstert. Beide Geschlechter sind am Bau des Nestes beteiligt. Das Weibchen legt in das fertige Nest zwei bis drei hellfarbige Eier. Die Inkubationszeit der Eier beträgt etwa 14 Tage, die von dem Weibchen und von dem Männchen abwechselnd gewährleistet wird. Nach dem Schlupf werden die Küken von den Altvögeln reichlich mit Nahrung in Form von Insekten und deren Larven versorgt. Nach zwei Wochen verlassen die Jungvögel das Nest. Sie bleiben aber noch bis zum Beginn der nächsten Brut bei den Altvögeln und jagen gemeinsam mit den Altvögeln im selben Gebiet nach Insekten. Die Jungvögel ähneln in ihrem jugendlichen Gefiederkleid den Altvögeln. Wie die Altvögel so ist auch bei den Jungvögeln der lange abgerundete Schwanz schon ausgebildet und wird ebenfalls oft aufgefächert.
Gefährdung und Schutz
Der Fuchsfächerschwanz gehört heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Das globale Verbreitungsgebiet der Populationen erstreckt sich rund 100.000 bis 500.000 Quadratkilometer. Der Fuchsfächerschwanz ist in weiten Teilen dieses großen Areals meist häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Fuchsfächerschwanz selten oder nur spärlich vor (Coates, 1997). Genue Bestandszahlen liegen jedoch nicht vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Fuchsfächerschwanz als least concern (nicht gefährdet) geführt.
Anhang
Literatur und Quellen
- Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
- Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

