Gänsegeier

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Gänsegeier

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Greifvögel (Falconiformes)
Familie: Habichtartige (Accipitridae)
Unterfamilie: Altweltgeier (Aegypiinae)
Gattung: Gänsegeier (Gyps)
Art: Gänsegeier
Wissenschaftlicher Name
Gyps fulvus
(Hablizl, 1783)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Gänsegeier (Gyps fulvus) zählt innerhalb der Familie der Habichtartigen (Accipitridae) zur Gattung der Gänsegeier (Gyps). Im Englischen wird der Gänsegeier griffon vulture, eurasian griffon oder eurasian griffon vulture genannt. Dieser Taxon wurde in zwei Spezies gesplittet: Gyps fulvus und Gyps coprotheres.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Gänsegeier erreicht eine Körperlänge von 95 bis 105 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 240 bis 280 Zentimeter sowie ein Gewicht von 5.000 vus 11.200 Gramm. Charakteristisch ist die daunenartige, weisse Halskrause, die bei Jungvögeln leicht bräunlich gefärbt ist. Der Kopf und der Hals sind weiss. Der Schwanz ist im Gegensatz zu anderen Geierarten recht kurz. Das Gefieder ist sandgrau bis braun.

Unterarten

Verbreitung

In Südeuropa und dem nahen Osten lebt der Gänsegeier in Bergregionen und stellenweise auch im Flachland. Aber auch im Norden Afrikas, speziell in Marokko ist er anzutreffen.

Ernährung

Der Gänsegeier ernährt sich ausschließlich von Aas.

Fortpflanzung

Gänsegeier brüten zwischen Januar und März. Das Nest (Horst) wird vorzugsweise in Felsen errichtet und von beiden Elternteilen gebaut. Die Brutdauer beträgt 52 bis 58 Tage, wobei das Gelege nur aus einem Ei besteht. Das Junge wird mit kleinen Fleischbrocken gefüttert und verbleibt ca. 110 - 120 Tage im Nest. Jungtiere werden mit 5-7 Jahren geschlechtsreif.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Gänsegeier heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Das globale Verbreitungsgebiet der Populationen erstreckt sich annähernd über 20.000 Quadratkilometer. Der Gänsegeier ist in weiten Teilen dieses großen Areals meist häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Gänsegeier selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Gänsegeier als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Galerie

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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