Gebänderte Langhornmotte

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Gebänderte Langhornmotte

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Unterordnung: Glossata
Familie: Langhornmotten (Adelidae)
Unterfamilie: Adelinae
Gattung: Nemophora
Art: Gebänderte Langhornmotte
Wissenschaftlicher Name
Nemophora degeerella
Linnaeus, 1758

Die Gebänderte Langhornmotte (Nemophora degeerella) zählt innerhalb der Familie der Miniersackmotten (Incurvariidae) zur Gattung Nemophora.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Gebänderte Langhornmotte weist eine Flügelspannweite von 20 bis 23 Millimeter auf. Die schmalen Flügel weisen eine gelblichbraune Färbung auf. Der vordere und hintere Teil der Flügel ist durch bräunliche Längsstreifen gekennzeichnet. Im hinteren Teil des zweiten Drittels der Flügel ist deutlich eine breite, gelbliche Querbinde zu sehen, die mit braunen Strichen eingefasst ist. Die unteren Flügel sind einfarbig. Ober- und Unterflügel weisen zum Teil lange Fransen auf. Die Fühler sind sehr lang und erreichen beim Männchen die vierfache Länge der Flügel. Die Fühler der Weibchen weisen lediglich die 1,5-fache Länge der Flügel auf.

Lebensweise

Gebänderte Langhornmotten sind meist tag- und dämmerungsaktiv. Ihre Flugzeit erstreckt sich in gemäßigten Verbreitungsgebieten von April bis September. Es gibt nur eine Generation im Jahr. Überwintert wird im Stadium der Raupe.

Verbreitung

Die Gebänderte Langhornmotte ist in weiten Teilen Europas verbreitet. In Osteuropa reicht ihr Verbreitungsgebiet bis in den Kaukasus. Sie bevorzugt als Lebensraum Laubwald, dessen Ränder sowie Gärten und Parks mit Laubbäumen.

Ernährung

Die adulte Gebänderte Langhornmotte ernährt sich von Pollen und Nektar blütentragender Pflanzen. Die Raupen minieren meist an Gewächsen wie Buschwindröschen. Die Raupen gelten bei massenhaftem Auftreten als Schädlinge, da ihre Frassgänge (Minen) die Blätter schädigen und infolgedessen welken und abfallen.

Fortpflanzung

Das Weibchen legt ihre Eier einzeln oder in kleinen Gruppen auf die Unterseite von Blättern. Hierbei werden insbesondere Buschwindröschen bevorzugt. Die Raupen schlüpfen nach rund vierzehn Tagen. Sie gelten als Minierer. Dabei fressen sie sich etwa zwei Millimeter in ein Blatt hinein und graben ab dort Quergänge. Sie saugen Pflanzenzellen aus. Hierzu verfügen sie besonders in den ersten Larvenstadien über kräftige Mandibeln. In den letzten Larvenstadien rollen sie sich in Blätter ein und fressen an der Innenseite der Blätter. Die Blätter werden dadurch geschädigt, werden welk und fallen meist schon im Sommer ab. Die Verpuppung erfolgt entweder in eingerollten Blättern oder auf dem Boden.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
'Persönliche Werkzeuge