Gefleckte Baumkröte

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Gefleckte Baumkröte

Systematik
Klasse: Amphibien (Amphibia)
Unterklasse: Lissamphibia
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Kröten
Gattung: Pedostibes
Art: Gefleckte Baumkröte
Wissenschaftlicher Name
Pedostibes hosii
Boulenger, 1892

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Die Gefleckte Baumkröte (Pedostibes hosii), die gelegentlich auch nur Baumkröte genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Kröten (Bufonidae) zur Gattung Pedostibes. Von einigen Forschern wird die Gefleckte Baumkröte auch auch unter den Synonymen Nectophryne hosii (Boulenger, 1892) und Pedostibes hosei (Inger, 1966) geführt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Ein Männchen der Gefleckten Baumkröte erreicht eine Körperlänge von 55 bis 75 Millimeter, Weibchen werden mit einer Körperlänge von 90 bis 105 Millimeter deutlich größer und schwerer. Der Körper beider Geschlechter ist dabei durchaus sehr stämmig. Der Körper ist überwiegend olivgrün bis bräunlich gefärbt. Beim Weibchen geht die Färbung teilweise auch ins Schwärzliche über. Lateral zeichnet sich eine Vielzahl von gelblichen Punkten ab. Über den Augen, die deutlich aus dem Kopf heraustreten zeichnet sich eine knöcherne Kante ab. Der Rücken ist mit warzigen Auswüchse bedeckt, die auf dem Oberkopf fehlen. Die Gefleckte Baumkröte lebt einzelgängerisch und führt ein nachtaktives Leben. Man sieht sie immer in der Nähe von Fließgewässern, sie leben aber ausschließlich an Land. Das Wasser suchen sie nur zur Paarungszeit auf. Zu den natürlichen Hauptfeinden zählen insbesondere Schlangen und Raubtiere. In offenen Bereichen können sie auch von einigen Vögeln erbeutet werden.

Verbreitung

Gefleckte Baumkröten leben in Südostasien. Hier sind sie insbesondere auf Sumatra und Borneo, in Malaysia, Thailand und Indonesien weit verbreitet. Sie leben vorzugsweise im Tieflandregenwald entlang von Fließgewässern wie Bächen und Flüssen. In Höhenlagen sind sie nur bis in Höhen von rund 600 Metern anzutreffen. Sie kommen nur in Süßgewässern vor, im Brackwasser sind sie nicht zu Hause.

Nahrung

Als dämmerungs- und nachtaktiver Jäger ernähren sich die Gefleckten Baumkröten räuberisch. Sie fressen dabei alles was in ihr Maul passt. Zu ihrer Hauptnährung gehören neben Schnecken, Würmern, Spinnentieren auch sonstige Insekten in passender Größe. Sie machen ihre Beute über die Bewegung der potentiellen Mahlzeit aus. Tiere, die sich regungslos verhalten, können nicht oder nur schlecht ausgemacht werden. Da Gefleckte Baumkröten nicht zu den schnellsten Jägern gehören, müssen sie die Beute relativ nah herankommen lassen, bevor sie sie mit ihrer hervorschnellenden Zunge ergreifen können. Beutetiere werden grundsätzlich im Ganzen verschlungen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Geflecken Baumkröte beginnt mit der Regenzeit. Wie bei allen Kröten, so wird die Paarung auch bei dieser Kröte im Wasser vollzogen. Hat ein Männchen ein Weibchen erobert, so klettert das Männchen auf den Rücken des Weibchens und klammert sich mit seinen sehr langen Vorderbeinen am Körper des Weibchens fest. Nach wenigen Tagen kommt es im Wasser zur Eiablage. Das Weibchen stößt Stränge von Eiern durch Muskelkontraktion aus. Das Männchen bemerkt diese Muskelkontraktion und gibt gleichzeitig sein Sperma ab, um die Eier zu befruchten. Die Anzahl der Eier varriiert stark mit dem Alter des Weibchens. Meist werden einige Tausend Eier (2500 bis 5000) in mehreren Schüben abgelegt.

Nach rund zehn bis vierzehn Tagen der Embryonalentwicklung schlüpfen die Kaulquappen, die eine durchschnittliche Länge von etwa zwei bis drei cm sowie eine dunkle Färbung aufweisen. Die Kaulquappen leben gesellig und schwimmen meist in größeren Schwärmen umher. Dabei halten sie sich wegen der Wärme meist in den oberen Wasserschichten auf. Sie ernähren sich hauptsächlich von Kleinstlebewesen, Algen und totem organischem Material. Sie verschmähen dabei selbst Aas nicht. Auch gestorbene Artgenossen bleiben nicht verschont. Die Metamorphose zum Jungfrosch ist nach rund 70 bis 90 Tagen abgeschlossen. Zu diesen Zeitpunkt begeben sich die Jungfrösche dann an Land und geben ihr amphibisches Leben auf. Sie leben anfangs nur auf dem Boden und ziehen mit steigendem Alter immer höher in die Vegetation.

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