Gelbe Schlupfwespe

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Gelbe Schlupfwespe

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
Familie: Schlupfwespen (Ichneumonidae)
Unterfamilie: Ichneumoninae
Gattung: Amblyteles
Art: Gelbe Schlupfwespe
Wissenschaftlicher Name
Amblyteles armatorius
(Forster, 1771)

Die Gelbe Schlupfwespe (Amblyteles armatorius) zählt innerhalb der Familie der Schlupfwespen (Ichneumonidae) zur Gattung Amblyteles. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Gelbe Schlupfwespe erreicht eine Körperlänge von elf bis dreizehn Millimeter. Die sehr langen Antennen erreichen mit neun Millimeter fast die Körperlänge. Der Abdomen weist eine charakteristisch schwarz-weiße Querbänderung auf. Die Flügelansätze sowie die Extremitäten weisen eine gelbe Färbung auf. Die Extremitäten sind zudem mit breiten schwarzen Bändern versehen. Die Tarsen können leicht ins rötliche gehen. Beim Weibchen ist der Abdomen leicht verkürzt und weist eine ovale Form auf. Der Abdomen setzt sich deutlich vom Thorax ab und ist nur durch ein dünnes Verbindungsglied mit dem Thorax verbunden. Die sehr langen Antennen (Fühler) sitzen auf der Stirn zwischen den Komplexaugen. Die Augen wirken leicht gräulich bis schwärzlich.

Verbreitung

Die Gelbe Schlupfwespe ist in weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Sie ist für gewöhnlich an Waldrändern, an Gebüschrainen, naturnahen Gärten und in Parks anzutreffen.

Ernährung

Gelbe Schlupfwespe
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Gelbe Schlupfwespe

Die Imagines ernähren sich von Honigtau sowie Nektar und Pollen blütentragender Pflanzen. Hierbei werden insbesondere Doldengewächse bevorzugt. Die Larven ernähren sich parasitär von Wirtstieren.

Fortpflanzung

Die Gelbe Schlupfwespe pflanzt sich parasitär fort. Das Weibchen sticht mit ihrem Legestachel eine Raupe an und legt ein Ei in den Körper des Wirtes ab. Vorzugsweise werden Eulenfalter (Noctuidae) angestochen. Zu den beliebtesten Wirtstieren zählen dabei Weizeneule (Euxoa tritidi), Saateule (Agrotis segetum) und viele andere aus der Familie der Noctuidae. In der Regel werden die Wirtstiere in den ersten Entwicklungsstadien angestochen. Die geschlüpfte Larve ernährt sich im Innern der Raupe vom Körpergewebe bis die Raupe stirbt. Auch die Verpuppung erfolgt innerhalb der Raupe. Am Ende bricht die fertig entwickelte Große Schlupfwespe aus dem Wirtstier aus.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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