Gelber Mittelmeerskorpion

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Gelber Mittelmeerskorpion

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Skorpione (Scorpionides)
Familie: Buthidae
Gattung: Leiurus
Art: Gelber Mittelmeerskorpion
Wissenschaftlicher Name
Leiurus quinquestriatus
Ehrenberg, 1928

Der Gelbe Mittelmeerskorpion (Leiurus quinquestriatus), der auch Fünfgestreifter Wüstenskorpion genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Buthidae zur Gattung Leiurus und ist hier die einzige Art.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Gelbe Mittelmeerskorpion erreicht eine Länge von bis zu 10 cm und gehört zu den giftigsten Skorpionen überhaupt. Sein Panzer und die Extremitäten sind überwiegend gelblich bis orangerot gefärbt. Auf dem Cephalothorax ist deutlich eine Querstreifung zu sehen, die ihm das Synonym "Fünfgestreifter Wüstenskorpion" einbrachte. Die Anzahl der Kammzähne liegt je nach Geschlecht zwischen 29 und 36. Der Schwanz wie auch die Zangen sind recht dünn und wirken fast zerbrechlich. Der nachtaktive Gelbe Mittelmeerskorpion gilt als sehr schnell und ausgesprochen angriffslustig. Das wäre nicht so tragisch, wenn er nicht hoch giftig wäre. Sein Gift, ein hoch wirksames Neurotoxin beinhaltet unter anderem Katecholamine und Acetylcholin. Beide Wirkstoffe wirken auf das zentrale Nervensystem. Das Gift des Gelben Mittelmeerskorpion hat einen LD-50-Wert von 0,3 mg/kg.

Unterarten

Verbreitung

Diese Skorpionart ist in weiten Teilen Nordafrikas und des Nahen Ostens verbreitet. Sein Verbreitungsgebiet reicht von Tunesien bis in den Osten der Türkei. Er bewohnt trockene Steinwüsten und hält sich vorzugsweise unter Steinen oder in Mauerritzen auf. In Höhenlagen ist er bis in Höhen von 900 Meter über NN. anzutreffen.

Nahrung

Der Gelbe Mittelmeerskorpion frisst alles was er überwältigen kann. Dazu gehören neben Insekten und Käfern aller Art auch kleine Reptilien und Säugetiere. Hat er ein Beutetier mit seinen Pedipalpen gegriffen, so injiziert er sein hochwirksames Gift. Binnen Sekunden stirbt das Beutetier an dem hochwirksamen Neurotoxin.

Fortpflanzung

Je nach Ernährungszustand des Weibchen beträgt die Tragezeit zwischen vier und fünf Monate. Die Anzahl der Jungtiere beträgt zwischen fünfzig und einhundert. Bei Störungen flüchten die Jungskorpione auf den Rücken der Mutter.
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