Gelbhaubenkakadu
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| Gelbhaubenkakadu | |
|---|---|
| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Papageien (Psittaciformes) |
| Familie: | Kakadus (Cacatuidae) |
| Gattung: | Eigentliche Kakadus (Cacatua) |
| Art: | Gelbhaubenkakadu |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Cacatua galerita | |
| Latham, 1790 | |
Der Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita) zählt innerhalb der Familie der Kakadus (Cacatuidae) zur Gattung der Eigentlichen Kakadus (Cacatua).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Aussehen, Maße
Der Gelbhaubenkakadu erreicht eine Körperlänge von 40 bis 50 Zentimeter, eine Flügelspannweite von gut 65 bis 70 Zentimeter sowie ein Gewicht von 550 bis 650 Gramm. Männchen werden ein wenig größer und schwerer als Weibchen. Das Gefieder ist rein weiß. Nur die Flügelunterseite sowie der Bürzel vermittelt den Hauch von einem hellen Gelb. Markantes Merkmal ist die große und gelbliche aufstellbare fächerartige Haube, die den Vögeln den Namen gab. Der Kamm wird bei Erregung und während der Balz aufgestellt. Der Geschlechtsdismorphismus ist nur gering ausgeprägt. Der schwarze Schnabel des Männchens ist kräftiger ausgebildet und die Pupille weist eine schwarze Färbung auf. Beim Weibchen ist sie rotbraun gefärbt. Die Jungvögel ähneln den Erwachsenen, jedoch ist ihre Iris dunkelbraun bis schwarz gefärbt.
Verhalten
Die tagaktiven Vögel sind ausgesprochen gesellig und leben meist in kleinen Gruppen von fünf bis zehn, selten auch bis 15 Tieren. Oft schließen sich auch mehrere Gruppen zusammen. Die Nacht verbringen sie gemeinsam in Schlafbäumen. Nur zur Paarungszeit sondern sie sich paarweise ab. In ihrem Lebensraum sind sie schon von weitenm zu hören. Auch im Flug scheinen sie viel Spaß mit ihrem Geschrei zu haben. Sie sind gewandte und schnelle FLieger. Der Gelbhaubenkakadu ist zwar noch nicht akut vom Aussterben bedroht. Dennoch sind die Bestandszahlen kontinuierlich zurückgegangen. Hauptgründe sind zum einen die Zerstörung der natürlichen Habitate und zum anderen der Wildfang für den Handel. In der Roten Liste der IUCN wird die Art als gering gefährdet geführt. Aufgrund des Washingtoner Artenschutzabkommens stehen die Gelbhaubenkakadus in Anhang II unter weltweitem Schutz.
Unterarten
- Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita galerita)
- Tritonkakadu (Cacatua galerita triton)
- Mathews-Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita fitzroyi)
- Finschs Gelbhaubenkakadu (Cacatua galerita eleonora)
Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gelbhaubenkakadus erstreckt sich von Indonesien über Neu-Guinea bis nach Australien und Neuseeland. Auch umliegende kleinere Inseln werden besiedelt. Man findet die Vögel vorzugsweise in offenen Landschaften, in Mangrovensümpfen und tropischen und subtropischen Regenwäldern. Aber auch landwirtschaftliche Flächen wie Plantagen und Flußufer werden nicht selten besiedelt. Es müssen nur genügend hohe Bäume vorhanden sein, in denen sie sich vorzugsweise aufhalten. In der Regel leben sie nur im Tiefland, nur gelegentlich sind sie auch in Höhenlagen von bis zu 900 Metern anzutreffen.
Ernährung
Neben Sämereien und Früchten wie die Papaya fressen Gelbhaubenkakadus auch hartschalige Nüsse, die sie mit ihrem starken Schnabel mühelos knacken können. Darüber hinaus fressen sie auch Insekten und Larven. Gelegentlich nehmen sie auch kleine Eidechsen wie Skinke zu sich. Auf Nahrungssuche gehen sie am Tage meistens in größeren Gruppen. Dabei schliessen sich oftmals mehrere Gruppen zu Schwärmen von Dutzend Tieren zusammen.
Fortpflanzung
Gelbhaubenkakadus erreichen die Geschlechtsreife erst sehr spät mit fünf bis sechs Jahren. Die Brutzeit beginnt während der Regenzeit. Dies ist meist zwischen August und Dezember der Fall. Es kommt nur zu einem Gelege in einer Saison. Die Vögel leben in monogamer Einehe, die in der Regel ein Leben lang hält. Vor der eigentlichen Paarung kommt es zu einem ausgiebigen Paarungsritual, bei dem sich die Vögel beknabbern und ausgesprochen zärtlich miteinander umgehen. Dieses Verhalten stärkt die sozialen Bande unter den Geschlechtspartnern. Als Paarungs- und Brutplatz wird eine Höhle in hohen Bäumen aufgesucht. Hier erfolgt auch die eigentliche Verpaarung.
Das Weibchen legt zumeist zwei Eier, die von beiden Elternteilen über einen Zeitraum von 28 bis 30 Tagen ausgebrütet werden. Auch an der Aufzucht der Jungen sind beide Elternteile beteiligt. Die Jungvögel werden überwiegend mit Insekten und deren Larven gefüttert. Nach etwa 70 bis 80 Tagen sind die Jungvögel flügge. Sie bleiben aber noch einige Wochen bei den Eltern bevor sie mit rund vier Monaten ausfliegen. Danach schließen sich die Elternvögel sowie die Jungvögel einer Gruppe an. Gelbhaubenkakadus erreichen in Freiheit ein Alter von 25 bis 30 Jahren, in Gefangenschaft haben sie eine Lebenserwartung von über 40 Jahren.
