Gemeine Florfliege

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Gemeine Florfliege

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Netzflügler (Neuroptera)
Familie: Florfliegen (Chrysopidae)
Gattung: Chrysoperla
Art: Gemeine Florfliege
Wissenschaftlicher Name
Chrysoperla carnea
Stephens, 1836

Die Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea), auch als Grüne Florfliege oder Gemeines Goldauge bekannt, zählt innerhalb der Familie der Florfliegen (Chrysopidae) zur Gattung der Chrysoperla. Die Grüne Florfliege wurde im Jahr 1999 zum Insekt des Jahres ernannt. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Art im Jahre 1836 von James Francis Stephens.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Gemeine Florfliege erreicht eine Körperlänge von annähernd 30 Millimeter. Ihr Körperbau ist sehr schlank und wirkt zierlich. Der Kopf ist langgestreckt und weist im Vorderen Bereich große Komplexaugen auf, die rötlich bis golden gefärbt sind. Markantes Merkmal sind allerdings die sehr großen glasig wirkenden Flügel. Sie reichen bis weit über dem Abdomen hinaus und sind mit einem dichten Netzwerk aus feinen Äderchen durchzogen. In der Ruhestellung liegen die Flügel auf dem Abdomen meist dachartig auf. Die fadenartigen Fühler im Kopfbereich können eine Länge von 15 Millimeter erreichen. Die drei Beinpaare sind grünlich gefärbt. In den meisten Verbreitungsgebieten werden zwei Generationen ausgebildet. In nördlichen Gebieten lediglich eine Generation. Die Überwinterung erfolgt an geschützten Plätzen, nicht selten auch in menschlichen Behausungen. Während der Überwinterung nehmen sie eine bräunliche Tarnfärbung an. Die Flugzzeit erstreckt sich von April bis Oktober, streckenweise auch bis in den November hinein.

Verbreitung

Gemeine Florfliegen sind in der gesamten Palärarktis verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Europa, über das nördliche Afrika und Asien bis nach Nordamerika. Die Grünen Florfliegen leben in vielen Habitaten, insbesondere auf landwirtschaftlichen Flächen, Gärten, an Waldrändern und Heidelandschaften.

Ernährung

Die Gemeine Florfliege ernährt sich als Imago von Blütenpollen, Nektar und Honigtau. Honigtau sind die Ausscheidungen von Blattläusen. Die Larven ernähren sich ausschließlich von Blattläusen. Dazu stechen sie die Beutetiere mit ihren Zangen im Kopfbereich an und saugen sie aus. Pro Tag können sie je nach Entwicklungsstadium bis zu zehn Blattläuse vertilgen. In der Landwirtschaft und im Gartenbau zählen sie daher als Nützlinge.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit erstreckt sich nach der Winterruhe über das Frühjahr. Das Weibchen legt nach erfolgreicher Paarung kleine weißliche Eier an kurzen Fäden an Blätter oder Stiele ab. Die Eier hängen regelrecht bis zu fünf Millimeter als lange Fäden dann herab. Aus den Eiern schlüpfen nach einigen tagen kleine Larven, die sich fortan von Blättläusen ernähren. Im Verlaufe ihrer Entwicklung durchlaufen sie drei Häutungen. Ingesamt fressen sie in ihrer gesamten Entwicklungszeit bis zu 500 Blattläuse. Gegen Ende ihrer Entwicklung spinnen sich die Larven in einen Kokon ein. Dazu verfügen sie im Kopfbereich über Spinndrüsen, aus denen die Spinnfäden austreten. Innerhalb des Kokons erfolgt dann die eigentliche Verpuppung. Nach der Reifezeit schlüpft die noch verpuppte Grüne Florfliege aus dem Kokon. Erst dann erfolgt der eigentliche Schlupf aus der eigentlichen Puppenhülle.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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