Gemeine Strauchschrecke

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Gemeine Strauchschrecke

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Geradflügler (Orthoptera)
Unterordnung: Langfühlerschrecken (Ensifera)
Familie: Laubheuschrecken (Tettigoniidae)
Unterfamilie: Beißschrecken (Decticinae)
Gattung: Pholidoptera
Art: Gemeine Strauchschrecke
Wissenschaftlicher Name
Pholidoptera griseoaptera
De Geer, 1773

Weibchen
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Weibchen

Die Gemeine Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera), die auch Gewöhnliche Strauchschrecke genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Laubheuschrecken (Tettigoniidae) zur Gattung Pholidoptera.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Gemeine Strauchschrecke erreicht eine Körperlänge von 15 bis 18 Millimeter. Männchen bleiben etwas kleiner. Die Flügellänge beträgt beim Männchen lediglich fünf Millimeter, beim Weibchen etwa zehn Millimeter. Trotz der Beflügelung sind die erwachsenen Tiere nicht flugfähig. Der Körper ist meist bräunlich bis rotbraun gefärbt. Jungschrecken sind meist deutlich heller, fast gräulich gefärbt. Die Fühler beider Geschlechter weisen etwa die Länge des Körpers auf. Das Weibchen verfügt über einen sogenannten Legebohrer, der sichelförmig geformt ist und eine Länge von gut zehn Millimeter aufweist. Während der Paarungszeit ist das charakteristische Zirpen überall in ihren Verbreitungsgebieten zu hören. Das Zirpen dient der Partnersuche und geht nur von den Männchen aus. Die Geräusche werden durch das Aneinanderreiben der Deckflügel produziert. Die Flugzeit der Gemeinen Strauchschrecke erstreckt sich von Juli bis Oktober, selten auch noch bis November.

Verbreitung

Die Gemeine Strauchschrecke ist in weiten Teilen des gemäßigten Europas verbreitet. Sie ist vor allem in Mitteleuropa verbreitet. In Nord- und Südeuropa ist sie relativ selten anzutreffen. Die Gemeine Strauchschrecke ist meist an Wegrändern, Waldlichtungen und an Waldrändern zu finden. Sie lebt in den unteren Strauch- und Krautschichten.

Ernährung

Adulte Gemeine Strauchschrecken ernähren sich zum einen räuberisch von Fliegen und Blattläusen und zum anderen von pflanzlicher Kost wie Blüten, Blätter und Gräsern. Jungschrecken ernähren sich überwiegend von Pflanzenmasse.

Fortpflanzung

Weibchen
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Weibchen

Die Gemeine Strauchschrecke erreicht die Geschlechtsreife nach der siebten Reifehäutung, also im zweiten Lebensjahr. Im Herbst erfolgt die Eiablage durch das Weibchen. Sie legt ihre Eier meist in den Boden oder in morsches Holz wie abgestorbene Baumstämme oder ähnliches. Die Eier überwintern. Im Mai des Folgejahres schlüpfen die Jungschrecken, die sich von pflanzlicher Nahrung ernähren. Die Larvenentwicklung erstreckt sich über sieben Häutungen. Am Ende steht das erwachsene Tier.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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