Giftiger Krötenlaubfrosch

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Giftiger Krötenlaubfrosch

Systematik
Klasse: Amphibien (Amphibia)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Laubfrösche i.w.S. (Hylidae)
Unterfamilie: Hylinae
Gattung: Giftlaubfrösche (Phrynohyas)
Art: Giftiger Krötenlaubfrosch
Wissenschaftlicher Name
Phrynohyas venulosa
Laurenti, 1768

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Giftige Krötenlaubfrosch (Phrynohyas venulosa), auch unter dem Synonym Trachycephalus venulosus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Laubfrösche i.w.S. (Hylidae) zur Gattung der Giftlaubfrösche (Phrynohyas).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Männchen dieser Art werden 90 bis 100 mm, die Weibchen hingegen 105 bis 110 mm groß. Das ist allerdings auch der einzige Unterschied der beiden Geschlechter. Die Gift- oder auch Krötenlaubfrösche tragen Ihren Namen von der, für Laubfrösche, ungewöhnlich dicken und mit vielen Giftdrüsen versehenen Haut, die der Krötenhaut sehr ähnelt. Der Körperbau ist für Laubfrösche typisch, mit langen Sprungbeinen und Saugnäpfen an den Füßen. Die Farben variieren von cremeweiß bis pastellgrün, die landkartenähnlich auf dem ganzen Körper wechseln.

Lebensweise

Diese Froschart besitzt die Fähigkeit von Baum zu Baum bis zu 30 m weite Schwebflüge zu vollbringen, die sie vorwiegend zur Flucht anwenden.

Verbreitung

Der baumlebende Giftlaubfrosch lebt in Regenwaldgebieten Mexikos und an den südamerikanischen Küsten Argentiniens. Die Frösche bevorzugen als Ruheplätze Astlöcher oder Astgabeln, in denen sich das Regenwasser sammelt.

Ernährung

Die Frösche fressen froschtypisch jegliche Art von Insekten, die sie mit ihrer klebrigen Zunge fangen.

Gift

Giftiger Krötenlaubfrosch
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Giftiger Krötenlaubfrosch

Der Giftige Krötenlaubfrosch sondert sehr viel Giftsekret ab, welches klebrig und gegen Abreiben hartnäckig Widerstand leistet. Das Gift ist relativ stark und kann Hautreizungen und Kreislaufstörungen hervorrufen.

Fortpflanzung

Die Männchen leiten in der Regenzeit durch ihre Rufe die Paarungszeit ein. Nach dem Aufsitzen auf der Wahlpartnerin, begibt diese sich an ein stilles Gewässer und legt durch Kontraktionen des Bauches etwa 3000 1,6 mm kleine Eier auf die Wasseroberfläche. Das Männchen befruchtet diese beim Legen. Die Eier schwimmen auf der Wasseroberfläche zusammen. Die Kaulquappen schlüpfen nach etwa 24 Stunden. Sie haben einen abgeflachten Schwanz und einen hellen Längsstreifen auf dunklem Grund. Nach 40 bis 50 Tagen ist die Metamorphose beendet und die zwei bis drei cm großen Jungfrösche wandern auf die Bäume.

Literatur und Quellen

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Giftiger Krötenlaubfrosch
  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 2, Lurche. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2
  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3

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