Gold-Takin

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Gold-Takin

Taxonomie
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Budorcas
Art: Takin (Budorcas taxicolor)
Unterart: Gold-Takin
Wissenschaftlicher Name
Budorcas taxicolor bedfordi
Thomas, 1911

Der Goldtakin (Budorcas taxicolor bedfordi) ist eine Unterart und zählt zur Art des Takin (Budorcas taxicolor) und gehört zur Familie der Hornträger (Bovidae) sowie zur Gattung der Budorcas. Die Art wird auch Gnuziege oder Rindergemse genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Goldtakine erreichen eine Körperlänge von 170 bis 220 cm. Die Schulterhöhe beträgt zwischen 107 und 140 cm, der Schwanz weist eine Länge von gut 15 cm auf. Das Männchen erreicht ein Gewicht von bis zu 400 Kg, das Weibchen bleibt mit bis zu 250 Kg deutlich leichter; das durchschnittliche Gewicht liegt zwischen 150 bis 350 Kilogramm. Das dicke Fell der Goldtakine schimmert in der Sonne strohgelblich. Jungtiere sind anfangs bräunlich gefärbt und erreichen die charakteristische Farbe mit Erreichen des zweiten Lebensjahres. Besonders intensiv erscheint die Färbung bei den männlichen Individuen. Der Goldtakin ist die zweitgrößte Takin-Unterart - der Sichuan-Takin ist die größte aller vier Unterarten.

Die kurzen Beine sind kräftig gebaut. Die Hufe sind zweigeteilt und verfügen über einen hochentwickelten Sporn, der sie im Bergland zu sehr guten Kletterern macht. Der massige Kopf ist durch mächtige Hörner geprägt, die eine Länge von bis zu 64 cm aufweisen können. Beide Geschlechter tragen Hörner, wobei die des Weibchen etwas kleiner bleiben.

Lebensweise

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Goldtakine leben in geselligen Herden, die aus Weibchen und deren nicht geschlechtsreifen Nachwuchs bestehen. Die Gruppenstärke liegt bei 15 bis 20 Tieren, manchmal auch zu 50 bis 60 Tieren. Auf Wanderungen schließen sich mehrere Gruppen zu Herden von bis zu 300 Tieren zusammen. Junge, geschlechtsreife Männchen sind in der Regel einzelgängerisch oder schließen sich zu Junggesellengruppen zusammen. Alte Männchen leben meist einzelgängerisch.

Zu den natürlichen Feinden gehören insbesondere Wölfe und Bären. Aufgrund der weitreichenden Urbanisierung und der Vernichtung der Lebensräume durch Abholzung hat die Populationen stark schrumpfen lassen. Auch die starke Bejagung der einheimischen Bevölkerung haben zu dem deutlichen Rückgang beigetragen. Das Washingtoner Artenschutzabkommen stellt die Tiere in Anhang II unter weltweitem Schutz. Die IUCN stuft den Goldtakin in der Roten Liste der bedrohten Arten seit 2001 mit einem Gesamtbestand von etwa 5000 Tieren als gefährdet "endangered" ein. 1987 wurde ein Schutzgebiet in Niubeiliang im Quingling-Gebirge errichtet. Hier kommen auch der Große Panda und die Goldstumpfnasenaffen vor.

Verbreitung und Lebensraum

Der Goldtakin hat die nördlichste Verbreitung aller Takin-Unterarten. Er bewohnt die Qingling-Berge im Süden Shaanxis. Dort kommt er in Nadel und Laubwäldern von 1200 bis 2800 m vor. Im Sommer erklimmen die Tiere die höheren Lagen, wobei sie zum Winter hin niedere Gefilde aufsuchen. Die Aktivität der Tiere liegt in den frühen Morgenstunden sowie am Nachmittag.

Ernährung

Die Hauptnahrung der Takins sind Bambus, Tannenrinde und frische Zweige von Sträuchern. Außerdem ernähren sie sich von Gras, Blättern und Knospen.

Fortpflanzung

Halbwüchsiger Goldtakin
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Halbwüchsiger Goldtakin

Die Geschlechtsreife erreicht der Goldtakin mit zwei bis drei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in ihren natürlichen Lebensräumen über die Monate Juli und August. Nach einer Tragezeit von sieben bis acht Monaten bringt das Weibchen im Frühjahr (Februar bis März) meist ein, selten Zwillinge zur Welt. Die Jungtiere weisen ein Gewicht von fünf bis sieben Kg auf. Bereits nach wenigen Tagen ist es in der Lage der Mutter und der Herde zu folgen. In Freiheit erreicht der Goldtakin ein Alter von zwölf bis fünfzehn Jahren. In Gefangenschaft kann ein Alter von bis zu zwanzig Jahren erreicht werden.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X
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