Goldköpfchen
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| Goldköpfchen | |
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| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Sperlingsvögel (Passeriformes) |
| Unterordnung: | Singvögel (Passeri) |
| Familie: | Baumläufer (Certhiidae) |
| Unterfamilie: | Polioptilinae |
| Gattung: | Auriparus |
| Art: | Goldköpfchen |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Auriparus flaviceps | |
| Sundevall, 1850 | |
| IUCN-Status | |
| Least Concern (LC) - IUCN
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Das Goldköpfchen (Auriparus flaviceps) zählt innerhalb der Familie der Baumläufer (Certhiidae) zur Gattung Auriparus.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Das Goldköpfchen ist ein kleiner Singvogel und erreicht eine Körperlänge von 9 bis 11 Zentimeter, eine Flügelspannweite von gut 16 bis 18 Zentimeter sowie ein Gewicht von 7 bis 8 Gramm. Das Gefieder ist überwiegend hellgrau gefärbt, ventral ist das Gefieder cremefarben bis fast weißlich. Der vordere Teil des Kopfes ist charakteristisch gelblich gefärbt. Die äußeren Flügelkanten weisen eine bräunliche Färbung auf, das Schulterblatt zeigt einen kaminroten Fleck. Juvenile Vögel ähneln den adulten Tieren, jedoch ist ihr Kopf noch nicht gelblich gefärbt, ihre Flügel sind einheitlich gräulich gefärbt. Der kräftige Schnabel und die Extremitäten weisen eine dunkelgraue Färbung auf.
Männchen leben außerhalb der Paarungszeit einzelgängerisch und gehen nur zur Paarungszeit eine Saisonehe mit einem Weibchen ein. Sie sind ausgesprochen territorial und verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen. Die Reviere weisen meist eine Größe von bis zu einem Quadratkilometer auf. Ihre Nahtrung suchen sie sowohl in Bäumen und Büschen als auch auf dem Boden. Dabei meiden sie allerdings offene Flächen und suchen ihre Nahrung meist unter Büschen und ähnlichem.
Unterarten
- Auriparus flaviceps acaciarum - Grinnell, 1931
- Auriparus flaviceps flaviceps - Sundevall, 1850
- Auriparus flaviceps hidalgensis - Phillips, AR, 1986
- Auriparus flaviceps lamprocephalus - Oberholser, 1897
- Auriparus flaviceps ornatus - Lawrence, 1851
- Auriparus flaviceps sinaloae - A.R. Phillips, 1986
Verbreitung
Das Goldköpfchen ist im Südwesten der USA und im nördlichen Mexiko weit verbreitet. In den USA ist die Art in Colorado, Kalifornien, Nevada, Utah, Arizona, New Mexiko und in Texas anzutreffen. In Mexiko erstreckt sich das Verbreitungsgebiet von Baja California bis nach Tamaulipas, einem Bundesstaat im Osten Mexikos. Goldköpfchen bevorzugen die offene Prärie, Halbwüsten und Wüstengebiete wie die Sonora. Viel Vegetation benötigen sie nicht, schlichte Dornbüsche genügen den Vögeln bereits. In Höhenlagen kommen sie bis in Höhen von deutlich über 2.000 Metern vor.
Prädatoren
Das Goldköpfchen steht auf der Speisekarte einiger räuberisch lebender Vögel und Reptilien. Auf adulte Vögel haben es vor allem Eckschwanzsperber (Accipiter striatus) und Rundschwanzsperber (Accipiter cooperii) abgesehen. Die Eier und Nestlinge werden oftmals von Louisianawürgern (Lanius ludovicianus), Westlicher Buschhähern (Aphelocoma californica) oder auch Schlangen wie der Gewöhnlichen Kutscherpeitschennatter (Masticophis flagellum) gefressen. Ein Goldköpfchen hat einem Fressfeind nur wenig entgegenzusetzen. Meist sucht er sein Heil in der Flucht oder versucht durch lautstarke Ausrufe einen Fressfeind vom Gelege wegzulocken.
Ernährung
Goldköpfchen ernähren sich sowohl von tierischer als auch pflanzlicher Nahrung. Sie fressen vor allem Insekten und deren Larven sowie Spinnen und kleinere Gliederfüßer. Ergänzt wird ihre Nahrung durch Sämereien, diverse Hülsenfrüchte sowie im Herbst auch durch Früchte und Beeren. Aus Blumen und Blüten trinken sie zudem Nektar und stillen dadurch einen Teil ihres Wasserbedarfs.
Fortpflanzung
Goldköpfchen erreichen die Geschlechtsreife mit gut einem Jahr. Die Paarungszeit erstreckt sich über das Frühjahr und beginnt zumeist schon im März. Das Männchen beginnen mit Beginn der Paarungszeit mit dem Nestbau. Dadurch will das Männchen seine Paarungsbereitschaft demonstrieren und ein Weibchen anlocken. Hat sich ein Paar gefunden, so beenden Männchen und Weibchen gemeinsam den Nestbau. Ein Nest entsteht in mittlerer Höhe in Bäumen oder Büschen. Dabei werden insbesondere Dornbüsche gerne genutzt, da diese Schutz vor Fressfeinden bieten. Geschickt wird der Brutplatz in Dornbüsche vorbereitet, indem einzelne und störende Dornen entfernt werden. Weibchen befassen sich in der Regel nur mit dem Innenausbau des Nestes, Männchen kümmern sich um die äußeren Schichten des Nestes.
In das fertige Nest legt das Weibchen zwischen drei und sechs Eier, die eine hellgrüne Färbung aufweisen. Die Eiablage erfolgt im eintägigen Rhythmus. Die Eier werden vom Weibchen über einen Zeitraum von 15 bis 18 Tagen ausgebrütet. Während dieser Zeit wacht das Männchen über sein Weibchen und das Gelege. Um die Versorgung der Küken mit Nahrung kümmern sich beide Elternteile. Im Alter von drei Wochen sind die Jungvögel flügge und fliegen kurz danach aus. In den meisten Verbreitungsgebieten kann es zu einem zweiten Gelege kommen. Goldköpfchen erreichen ein Durchschnittsalter von gut drei bis vier Jahren.
Gefährdung und Schutz
Aufgrund der weitreichenden Urbanisierung, der Besiedelung durch den Menschen und die Vernichtung der natürlichen Lebensräume sind Goldköpfchen in weiten Teilen ihrer Verbreitungsgebiete heute selten geworden. Dennoch ist dei Art insgesamt noch nicht gefährdet. In der Roten Liste der IUCN wird das Goldköpfchen als nicht bedroht geführt.
Anhang
Literatur und Quellen
- Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
- Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

