Goral

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Goral
Mittelchinesicher Goral
(Naemorhedus goral arnouxianus)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Gorale (Naemorhedus)
Art: Goral
Wissenschaftlicher Name
Naemorhedus goral
Hardwicke, 1825

Verbreitungsgebiet

Der Goral (Naemorhedus goral) zählt innerhalb der Familie der Hornträger (Bovidae) zur Gattung der Gorale (Naemorhedus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Goral erreicht je nach Geschlecht eine Körperlänge von 90 bis 120 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 60 bis 70 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 10 bis 20 Zentimeter sowie ein Gewicht von 20 bis 35 Kilogramm. Weibchen bleiben kleiner und leichter als Männchen. Das äußerst robust und rau wirkende Fell ist graubraun bis braun gefärbt. Weibchen weisen zumeist eine etwas hellere Färbung auf. Der buschige Schwanz ist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Beide Geschlechter verfügen über Hörner, jedoch wirken die Hörner der Weibchen schmächtiger und sind etwas kürzer. Zudem sind die Ringe der Hörner beim Weibchen weniger stark ausgeprägt. Beim Männchen können die Hörner eine Länge von bis zu 15 Zentimetern erreichen. Der Kehlbereich ist weiß gefärbt, dorsal zeigt sich ein breiter und schwarz gefärbter Aalstrich, der bis zum Schwanzansatz reicht. Die Sinne, insbesondere der Sehsinn, sind sehr gut entwickelt. Weibchen leben mit ihrem Nachwuchs in kleinen geselligen Herden von zehn bis zwölf Tieren. Männchen leben einzelgängerisch und stoßen nur während der Paarungszeit zu den Weibchen. Hierbei kommt es in der Regel zu Kämpfen unter rivalisierenden Böcken.

Unterarten

Verbreitung

Der Goral ist westlich und östlich des Himalaya verbreitet. Er ist insbesondere im westlichen China, in Bhutan, dem nördlichen Indien, in Myanmar, Nepal, im südlichen Russland und in Pakistan verbreitet. Er soll auch in Afghanistan gesichtet worden sein, jedoch sind diese Sichtungen nicht bestätigt. Kleinere Populationen leben auch im Nordwesten von Thailand. Die Tiere leben zumeist im Hochgebirge bis in Höhen von gut 4.000 Metern über NN. Hier leben sie nahe der Vegetationsgrenze. Nur im Winter steigen sie in tiefer gelegenen Lagen hinab.

Ernährung

Der Goral ist ein reiner Pflanzenfresser. Er ernährt sich von Gräsern, Kräutern, Moosen und Flechten sowie Blättern und gelegentlich von Früchten. Als tagaktive Tiere gehen sie am Tage auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Der Goral erreicht die Geschlechtsreife mit zwei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in seinen natürlichen Lebensräumen über November und Dezember. Während dieser Zeit stoßen die Männchen zu den reinen Weibchenherden. Die Männchen bleiben dann einige Zeit bei den Weibchen und lassen keine Paarung mit anderen Männchen zu. Gegen Ende der Paarungszeit verlassen die Böcke die Weibchen. Nach einer Tragezeit von 250 bis 260 Tagen bringt das Weibchen an einer geschützten Stelle ein, selten auch zwei Jungtiere zur Welt. Das Geburtsgewicht der Jungtiere beträgt rund 2.000 Gramm. Mit erreichen der Geschlechtsreife verlassen die Männchen die Herde und leben fortan einzelgängerisch. Weibchen, die die Geschlechtsreife erreicht haben, verbleiben in ihrer Geburtsgruppe. Der Goral hat in Freiheit eine Lebenserwartung von acht bis zehn Jahren. In Gefangenschaft kann er durchaus auch ein Alter von 15 bis 17 Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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