Grüne Langbeinfliege

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Grüne Langbeinfliege
Männchen
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Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Langbeinfliegen (Dolichopodidae)
Gattung: Poecilobothrus
Art: Grüne Langbeinfliege
Wissenschaftlicher Name
Poecilobothrus nobilitatus
Linnaeus, 1767

Die Grüne Langbeinfliege (Poecilobothrus nobilitatus) gehört zur Familie der Langbeinfliegen (Dolichopodidae) sowie zur Gattung der Poecilobothrus. Weltweit gibt es 5000 Arten dieser Familie. In Europa leben etwa 2600 Arten. In Deutschland kennt man etwa 260 Arten.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Grüne Langbeinfliege erreicht eine Körpergröße von etwa zwei bis acht Millimeter, wobei die Männchen etwas größer erscheinen als Weibchen. Zwischen Weibchen und Männchen besteht ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus, dies zeichnet sich durch die weißen Flügelspitzen des Männchens aus und ist somit unverwechselbar. Des weiteren findet man beim Männchen einen Klammerapparat und zum Teil sind auch die Fühler anders gestaltet. Ansonsten ähneln sich die beiden Geschlechter in Form und Farbe. Die Farbe ist häufig bunt und metallisch glänzend. Namensgebend für die Grüne Langbeinfliege sind die langen Beine, die in Ruhestellung gestreckt ein extrem langbeiniges Aussehen geben. Die langen Beine sind von bräunlicher Farbe und teilweise behaart und verleihen somit ein stacheliges Aussehen der Beine. Ebenfalls ist der Thorax oberhalb teilweise auch behaart. Die extrem großen Facettenaugen weisen eine rötliche bis grünliche Färbung auf. Die Mundwerkzeuge, insbesondere die Unterlippe ist zum Ergreifen der Beute klauenartig ausgebildet. Die Grüne Langbeinfliege ist eine geschickte Läuferin und ist auch in der Lage zu springen. Dabei ist sie ständig in Bewegung und fliegt nur dann auf, um ihren Platz zu wechseln. Das Flügelgeäder ist zum Teil stark reduziert und man findet nur noch im vorderen Bereich des Flügels eine größere Querader.

Verbreitung

Die Grüne Langbeinfliege ist weltweit verbreitet, unter anderem ist sie auch in Europa stark vertreten. Bevorzugte Habitate sind Tümpel, Teiche und Bäche, wo sie besonders gut kleinere Insekten jagen kann.

Nahrung

Die Grüne Langbeinfliege ernährt sich räuberisch von anderen kleinen Insekten und deren Larven. Des weiteren ist sie durch ihre langen Beine in der Lage Würmer und Insektenlarven aus dem Boden zu ziehen oder aus dem Wasser zu fischen. Die Beute wird mit Fortsätzen der beweglichen Oberlippe aufgeschlitzt und anschließend ausgesaugt. Besonders das Weibchen jagt wegen des hohen Proteinbedarfs für die Eiproduktion sehr viel. Zur Abwechslung nehmen beide Geschlechter auch Blütentau auf der Blattoberfläche auf.

Fortpflanzung

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen korreliert der Paarungserfolg mit der Körpergröße des Männchens. Des weiteren besteht ein Zusammenhang zwischen der Individuendichte und der Dauer der einzelnen Balzphasen. Die Individuendichte ist wiederum von der Verfügbarkeit von Futter in den Balzarealen abhängig. Der Paarung gehen virtuose Tänze, Verfolgungsflüge und Flugbalzen voraus, die einer visuellen Kontrolle unterliegen. Kann das Männchen das verfolgte Weibchen erreichen, versucht das Männchen zu kopulieren. Dabei fallen Männchen und Weibchen zu Boden. Das Weibchen der Grünen Langbeinfliege legt ihre Eier in einzelnen Substraten ab, wie zum Beispiel in verrottenden Substanzen oder unter der Rinde von Bäumen, in denen sich die Larven später aufhalten. Es kommt auch vor, daß die Eier ins Wasser abgelegt werden. Das Weibchen schiebt ihre Eier mit Hilfe eines speziellen Legebohrers ins Schilfgewebe, von dem sich dann die Larven ernähren. Allerdings leben die Larven ebenfalls wie die Imagos räuberisch. Die Verpuppung der Larven erfolgt meist in der Nähe ihres Lebensraumes. Die Puppen sind mit langen Atemröhren versehen und leben mit Substratteilchen inkrustiertem Kokon aus Spinnseide.
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