Grüner Leguan

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Grüner Leguan

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Iguana
Art: Grüner Leguan
Wissenschaftlicher Name
Iguana iguana
Linnaeus, 1785

Der Grüne Leguan (Iguana iguana) gehört innerhalb der Familie der Leguane (Iguanidae) zur Gattung Iguana.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der grüne Leguan ist mit einer Gesamtlänge von bis zu 2 Metern einer der größten Leguan-Arten. Die Farbe ist häuptsächlich gräulich-grün, wobei lokale Bestände auch von grau bis türkisblau und orange anzutreffen sind. Markante Merkmale sind sein langer Schwanz, der peitschenartig als Verteidigung eingesetzt wird; seine kräftigen Beine mit langen Krallen, die hervoragend zum klettern geeignet sind. Ein Rückenkamm aus zahnähnliche Schuppen tragen zum urtümlichen Aussehen bei, die bei Männchen in der Regel etwas länger ausfallen. In seinem Lebensraum hält sich der grüne Leguan hauptsächlich auf Bäumen auf. Er bevorzugt auch die Nähe von Gewässern, da er sich bei Gefahr gerne vom Baum ins Wasser fallen läßt. Die Männchen legen ein territoriales Verhalten an den Tag und dulden keine anderen Männchen in ihrem Revier.

Verbreitung

Die Verbreitung des grünen Leguans erstreckt sich von den Tropenwäldern in Mittelamerika bis Südamerika.

Nahrung

Adulte Grüne Leguane nehmen fast ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich. Nur in der Paarungszeit fressen sie auch tierische Kost, wie Insekten (Insecta) oder Spinnen (Arachnida). Jungtiere sind noch im Wachstum, und benötigen daher mehr Eiweiß als Alttiere, sie fressen überwiegend Insekten, Käfer, Spinnen und, um genügend Mineralien aufzunehmen, auch den Kot von erwachsenen Grünen Leguanen.

Fortpflanzung

Grüner Leguan
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Grüner Leguan

Das Männchen versucht das Weibchen durch Nicken mit dem Kopf und Aufstellen des Kehllappens zu beeindrucken und zur Paarung zu bewegen. Ist das Weibchen paarungsbereit, stimmt es dem Männchen mit leichterem Kopfnicken zu. Das Männchen beißt sich dann im Nacken des Weibchens fest um es festzuhalten und positioniert seinen Hinterleib unter den des Weibchens. Dann führt er den ausgestülpten Hemipenis in die weibliche Kloake ein und befruchtet die Eier.

Wurden die Eier befruchtet, wird das Weibchen 8 bis 10 Wochen nach der Paarung 10 bis 80 Eier (die Eianzahl ist von Zusand und Größe des Weibchens abhängig) in eine Erdgrube ab. Die Jungtiere schlüpfen, je nach Bruttemperatur, nach 64 bis 139 Tagen. Sie messen dann bereits über 30 cm Gesamtlänge. Von der Temperatur ist auch das Geschlecht abhängig: bei 30° Celsius (+/- 0,5° Celsius) schlüpfen überwiegend männliche Leguane. Die Geschlechtsreife tritt in der Natur nach etwa drei Jahren ein.

Prädatoren

Als an sich schon große Tiere haben ausgewachsene Grüne Leguane nur noch größere Tiere zum Feind. Unter den Reptilien kommen Krokodile und große Schlangen in Frage. Große Wieselartige und Raubkatzen, wie z.B. Jaguare sind es auf Seiten der Säugetiere. Unter den Vögeln kommen z.B. Weißbussarde (Leucopternis) in Frage.


Links und Quellen

Weitere Fotos des Grünen Leguan
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