Grünes Acouchi

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Grünes Acouchi

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Stachelschweinverwandte (Hystricognatha)
Teilordnung: Hystricognathi
Familie: Pakas (Agoutidae)
Unterfamilie: Eigentliche Agutis (Dasyproctinae)
Gattung: Geschwänzte Agutis (Myoprocta)
Art: Grünes Acouchi
Wissenschaftlicher Name
Myoprocta pratti
Pocock, 1913

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Das Grüne Acouchi (Myoprocta pratti), auch als Zwergaguti bekannt, zählt innerhalb der Familie der Pakas (Agoutidae) zur Gattung der Geschwänzten Agutis (Myoprocta). Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Grüne Acouchi erreicht eine Körperlänge von bis zu 38 cm, eine Schwanzlänge von rund fünf bis sieben cm sowie ein Gewicht von 800 bis 1.300 Gramm. Weibchen bleiben kleiner als Männchen. Das Fell weist eine grünlich-braune Färbung auf und misst am Rücken mehr als zehn cm. Das Fell können die Acouchis aufplustern um Feinden gegenüber größer zu wirken. Die Unterseite des Körpers ist deutlich heller als der Rücken. Der Kopf hat eine gelbliche bis rötliche Färbung. Die Ohren sind relativ klein. Der Körperbau ist durchaus als stämmig zu bezeichnen, die Beine sind kräftig und enden in hufartige Krallen. Mit diesen Krallen kann er zwar gut laufen, aber nicht graben.

Lebensweise

Die überwiegend tag- und dämmerungsaktiven Tiere leben einzelgängerisch oder in kleinen Familiengruppen. Sie sind sehr scheu und flüchten selbst bei der geringsten Gefahr. Da Acouchis nicht graben können, leben sie in übernommenen Bauten von Gürteltieren oder Tieren ähnlicher Größe. Gelegentlich wohnen sie auch in hohlen Baumstämmen. Sie durchstreifen Reviere in einer Größe von rund zehn km².

Verbreitung

Acouchis leben in Mittelamerika und in Südamerika östlich der Anden im Süden von Kolumbien, im Osten Perus und im brasilianischen Amazonasbecken. Sie leben vorzugsweise in tropischem Regenwald. Aber auch feuchte Savannen werden gerne angenommen. In jedem Fall benötigen sie die Nähe zu Wasser.

Ernährung

Die Nahrung der Acouchis besteht aus Fruchtfleisch und Pflanzen wie Blätter, Knospen und junge Triebe. Sie sind dazu in der Lage, ihre Vorderfüße zur Nahrungsgewinnung einzusetzen. Dazu nehmen sie die Nahrung in sitzender Position zwischen die Füße und führen sie zum Maul. In Zeiten reichhaltiger Nahrung legen sie Vorräte an, die unter Laub und ähnlichem versteckt werden.

Fortpflanzung

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Die Geschlechtsreife tritt bei den Acouchis mit etwa einem Jahr ein. In den tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten paaren sich die Tiere ganzjährig. Ist ein Weibchen paarungsbereit, so reckt sie ihren Schwanz in die Höhe und beugt ihren Rücken durch. Nach einer Tragezeit von 95 bis 100 Tagen bringt das Weibchen zwischen zwei und vier Jungtiere zur Welt. Schon kurze Zeit nach der Geburt folgt das Jungtier der Mutter. Die Säugezeit beträgt durchschnittlich fünf Monate. In den ersten Lebenswochen ist zu beobachten, dass die Jungtiere auf dem Rücken der Mutter getragen werden. Sie fallen dabei in eine sogenannte Tragestarre. Mit acht bis zehn Monaten verlassen die Jungtiere die Mutter. Acouchis können ein Alter von etwa zehn Jahren erreichen. In Freiheit wird dieses Alter allerdings selten erreicht.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört das Grüne Acouchi heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Es ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt das Grüne Acouchi selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird es als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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