Grünflügelara

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Grünflügelara

Systematik
Reich: Tiere (Animalia)
Stamm: Chordatiere (Chordata)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Eigentliche Papageien (Psittacinae)
Gattung: Eigentliche Aras (Ara)
Art: Grünflügelara
Wissenschaftlicher Name
Ara chloropterus
J. E. Gray, 1859

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Grünflügelara (Ara chloropterus), der auch Dunkelroter Ara genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) zur Gattung der Eigentlichen Aras (Ara). Im Englischen wird er Red and green macaw genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Grünflügelara erreicht eine Größe von rund 90 cm und ist damit der größte seiner Gattung. Vom Hyazinthara (Anodorhynchus hyacinthinus) aus der Gattung der Blauaras (Anodorhynchus) wird er mit 100 cm in Größe noch überboten. Das Gewicht kann zwischen 850 (nach der Brutsaison) und 1.350 (vor der Brutsaison) g liegen.

Das Gefieder ist überwiegend rot gefärbt, vereinzelt finden sich grüne Federsäume am Hinterkopf. Die mittleren Flügeldecken, die Schulterfedern und Armschwingen sind mit grünen Federn bewachsen. Die großen Flügeldecken und äußeren Schwingen sind in einem kräftigen blau zu sehen, und die Außenfahnen der Handschwingen sind eher dunkelblau gefärbt. Unterrücken, Bürzel, Ober- und Unterschwanzdecken sind blau gefärbt, ebenso die Handdecken. Die Schwanzoberseite weist eine dunkelrote Färbung mit blauer Spitze auf. Die Schwanzunterseite hingegen ist wieder dunkelrot, ebenso die Flügelunterseiten. An beiden Kopfseiten sind die Wangen- und Zügelbereiche weiß, gleichmäßig mit durchgehend roten Federlinien durchsetzt.

Die Iris ist bei beiden Geschlechtern gelb oder hellgelblich. Der Schnabel ist sehr groß und kräftig. Der Oberschnabel ist hornfarben mit schwärzlichen Seiten. Die Schnabelklingen sind dunkler bis schwarz. Ebenso kann die Oberschnabelspitze schwarz oder schwärzlich gefärbt sein. Der Unterschnabel ist nur schwärzlich gefärbt. Die Füße sind dunkelgrau.

Grünflügelaras erreichen durchaus ein Alter von 100 Jahren.

Geschlechtsdimorphismus

Die Geschlechter können anhand der äußeren Morphologie nicht unterschieden werden. Beide ähneln sich fast unterschiedslos. Abweichungen in Körpergröße, Gefiederfarbe oder anderen Merkmalen sind individuell. Geringfügige Unterschiede in der Größe und Statur können vereinzelt auftreten. Am ehesten bleiben die Weibchen geringfügig kleiner und können auch einen etwas kleineren Schnabel haben. Diese Unterscheidungsmerkmale sind aber sehr vage.

Jungvögel

Jungvögel sind von Altvögeln an der braunen Iris und dem hellgrauen Unterschnabel gut zu unterscheiden, denn Altvögel haben eine gelbe, gelbliche Iris und einen schwärzlichen Unterschnabel. Bei Jungvögeln fällt auch der kürzere Schwanz auf. Dieser erreicht erst mit etwa einem Jahr die Länge, wie sie bei den Altvögeln vorhanden ist.

Verwechslungsmöglichkeiten

Aufgrund seiner allgemein roten Erscheinung und der Schnabelfarbe wird der Hellrote Ara (Ara macao) häufig mit dem Grünflügelara verwechselt. Bei diesem sind jedoch die gelben Flügeldecken dunkelgrün und die Wangen sind mit roten Streifen aus kleinen Strichelfedern gezeichnet.

Lebensweise

Der Grünflügelara lebt paarweise oder in kleinen Familienverbänden. Er bildet in der Regel keine größeren Gruppen. Die Individuumsdichte beläuft sich zumeist nur auf 6 bis 12 juvenile und adulte Aras. Zu bestimmten Zeiten suchen die Grünflügelaras, wie viele andere Papageienarten, die sogenannten Lehmlecken auf. Dies geschieht immer als Gruppe. Dabei kann die Gruppenstärke eine besonders hohe Individuumsdichte aufweisen. Ebenso werden bevorzugte Nahrungsbäume mit sehr großen Gruppen angeflogen. In einigen Verbreitungsgebieten können 100 und mehr Aras gezählt werden. Bei solchen Ansammlungen ist auch in den sich überschneidenden Verbreitungsbieten die Vergesellschaftung mit Gelbbrustaras (Ara ararauna) und Hellroten Aras zu sehen. Innerhalb solcher Ansammlungen können mitunter auch Mischehen zwischen verschiedenen Arten entstehen. Diese Verpaarungen sind ebenso fest in der Bindung wie artgleiche Verpaarungen. Halten sich die Gruppen auf den Nahrungsbäumen und an den Lehmlecken auf, so müssen die Grünflügelaras und alle anderen Gruppenmitglieder besonders wachsam sein. Durch die starken Ver- und Bewachsungen sind Raubfeinde nicht leicht zu bemerken. Aus diesem Grunde nähern sich die Aras erst den Fressplätzen bis auf eine geringe und gut überschaubare Distanz. Innerhalb der Wälder können Feinde meistens nur phonetisch wahrgenommen werden oder bei freien Flächen auch optisch. Im Laub der Bäume sind die Feinde erst sehr spät auszumachen. Beobachten Aras ihre Umgebung und suchen aktiv nach Feinden, so verhalten sich die Aras sehr ruhig. Sie sind dann nur durch herunter fallende Futterreste zu bemerken. Werden keine Feinde bemerkt, fliegen alle Vögel zeitgleich zu den Nahrungsbäumen und den Lehmlecken hin. Bei geringster Gefahr, der Wahrnehmung von Geräuschen oder Bewegungen in den umliegenden Bäumen schreien die Grünflügelaras sehr laut auf und verlassen zeitgleich die Nahrungsbäume und Lehmlecken. Sie platzieren sich in einiger Entfernung und wagen sich erst wieder zurück, wenn keine Feinde mehr vermutet werden. Alle Grünflügelaras sind eher scheu und vorsichtig. Ihr Flug ist verhältnismäßig schnell und direkt, die Flügelschläge sind regelmäßig und kräftig. Ein Gleitflug in höheren Lagen kann nicht beobachtet werden. Grünflügelaras geben überaus laute und raue Schreie sowie ein krächzendes Rufen von sich.

In einem Schwarm bleiben die Jungvögel, welche noch nicht geschlechtsreif und unverpaart sind, auch während der Brutsaison zusammen. Jungvögel sind immer in Bewegung. Durch dieses Verhalten sind sie gut von den verpaarten Paaren zu unterscheiden. Hält sich innerhalb dieser Gruppe ein Ara auf, welcher sich nicht am ausgelassenen Verhalten der Jungvögel beteiligt, handelt es sich zumeist um einen verwitweten Vogel. Bei jüngeren Grünflügelaras ist es nicht ausgeschlossen, dass sie sich erneut verpaaren. Ältere Grünflügelaras verpaaren sich nicht wieder. Der zurückgelassene Ara wird vereinsamen, erkranken und sterben.

Verpaarte und noch nicht brütende Paare verbleiben während der Brutsaison in der Gruppe. Brütende Paare sondern sich von der Gruppe ab. Wenn ein Baum mehrere gute Nisthöhlen hat, dann werden auch in dem Baum mehrere Grünflügelaras brüten. Diese Bruthöhlen sind nicht stark voneinander getrennt.

Verbreitung

Vorkommen

In vielen Gebieten Südamerikas sind Grünflügelaras großflächig verbreitet. In Brasilien kommen sie außer im äußersten Süden und Osten bis zu den Provinzen Paraná und Mato Grosso vor. Ferner sind sie in der nordargentinischen Provinz Formosa, in Nord-Paraguay, Ost-Bolivien, Ost-Peru, Ost-Kolumbien und in den nordwestlichen Gebieten bis Panama zu finden. In Venezuela sind sie im Süden anzutreffen, des Weiteren sind sie auch in Trinidad, Guayana, Surinam und Französisch-Guayana verbreitet.

Im Verbreitungsgebiet des Grünflügelaras lebt auch der Gelbbrustara oder Ararauna.

Habitat

Der Lebensraum der Grünflügelaras ist durch ihre enorm große Verbreitung sehr unterschiedlich. Sie bevorzugen offene Waldlandschaften und Buschsavannen, aber auch feuchte Flachlandwälder bis in Höhen von 1000 m ü. NN. Tropische Regenwälder im Tiefland werden ebenso bewohnt. Bei offenen Waldbiotopen wird auch eine Höhe bis zu 2000 m ü. NN bewohnt. Alle diese Lebensräume bieten den Grünflügelaras immer eine ausreichende Deckung und die Möglichkeit, sich in den oberen Regionen der Bäume zum Schlafen und tagsüber zum Ausruhen
Grünflügelara: Detail-Ansicht des Kopfes
vergrößern
Grünflügelara: Detail-Ansicht des Kopfes
zurückzuziehen. Zeitgleich können die Biotope großflächig durchflogen werden. Hier ist jedoch zu bemerken, dass in diesen Gebieten die Temperaturen nicht ständig unter 18°C sinken. Nächtliche Abkühlungen bis fast zum Gefrierpunkt sind in vielen Verbreitungsgebieten jedoch möglich. Die Luftfeuchtigkeit ist in allen Habitaten sehr hoch, besonders zur Regenzeit beträgt diese konstant 100%.

Ernährung

In ihrem Lebensraum bevorzugen die Grünflügelaras hauptsächlich Früchte und Nüsse. Besonders gern werden Uxi (Endopleura uchi), Hölzer aus der Gattung Hymenaea und vor allen Dingen Paranüsse (Bertholletia excelsa) aufgenommen. Bei den Früchten werden fast ausschließlich die süßen Sorten bevorzugt. Besonders gern werden Plantagen mit reifen Früchten geplündert. Darüber hinaus nehmen Grünflügelaras verschiedene Beeren und Samen auf. Eine besondere Rolle der Ernährung und zeitgleich der Abnutzung des Schnabels fällt allen möglichen nicht harzenden Laubbäumen zu. Diese werden benagt, die Rinden geschält, Blätter und Knospen abgebissen und zum Teil aufgenommen oder durch starke und intensive Benagung Fasern, Vitamine und Spurenelemente konsumiert.

Lehmlecken

Mit der Aufnahme der unterschiedlichen Nahrungselemente gelangen auch leicht giftige Bestandteile in den Verdauungstrakt. Diese Giftstoffe können bei der zeitgleichen Futteraufnahme und deren Unverträglichkeit entstehen oder auch dadurch begünstigt werden, dass die Reifegrade entweder noch nicht erreicht oder auch schon überschritten sind. Diese Vergiftungen sind nicht besonders stark, müssen aber über Mineralienzufuhr reguliert und neutralisiert werden. Dazu fliegen ganze Schwärme von Aras regelmäßig an verschiedene Steilwände aus Lehm. Von den bewachsenen Lehmwänden brechen immer wieder neue Schichten ab und geben neue Lehmschichten frei. Grünflügelaras fliegen direkt auf die Wände zu und können sich mit ihren starken Krallen sofort an der Wand festkrallen. In der senkrechten Körperhaltung lösen sie kleine Lehmbrocken, zerbeißen diese und schlucken weiche Stückchen hinunter. Ob Altvögel, die Jungtiere aufziehen, Lehm im Kropf mit zu den Jungtieren nehmen, ist nicht belegt.

Die bekanntesten Plätze sind die Lehmlecken von Tambopata und Timpia.

Fortpflanzung

Vor der Fortpflanzung suchen sich die Grünflügelaras ihre Partner. Hat sich ein Paar gefunden, spricht man von einer Verpaarung oder auch Dauerehe. Diese Verpaarung hält ein Leben lang. In ihren natürlichen Verbreitungsgebieten beginnt die Brutsaison im November und erstreckt sich bis in den Mai. Bei günstigem Nahrungsangebot und guter Entwicklung der Jungvögel kann auch eine zweite Brut erfolgen. Die erst Brut misslingt zumeist aus Mangel in der Erfahrung der Jungpaare. Alle weiteren Bruten verlaufen meistens verlustfrei, wenn keine Störungen auftreten. Grünflügelaras sind Höhlenbrüter. Die Bruthöhlen befinden sich im oberen Drittel der großen Bäume. Diese Höhlen werden entweder selbst mit den großen und kräftigen Schnäbeln ausgehöhlt oder es werden bereits im Vorjahr benutzte oder auch verlassene Bruthöhlen genutzt. Während der Vorbereitung zur Brut arbeiten die Grünflügelaras permanent an den Bruthöhlen. Dabei wird im Inneren abgeschabtes Holz zerkleinert als Bodengrund für die Eier verwendet. Dieser lockere Bodengrund ist nicht sehr hoch. Er dient vor allen Dingen für die Regulierung der Luftfeuchtigkeit in der Bruthöhle. Ebenso werden auch abgestorbene, aber noch aufrecht stehende Bäume als Bruthöhlen genutzt. In verschiedenen Verbreitungsgebieten nisten die Grünflügelaras auch in den Spalten und Höhlen der Steilufer und Klippen mit einer ausreichenden Bewachsung. Das Gelege besteht zumeist aus 1 bis 2, manchmal auch 3 Eiern. Die Bebrütung dauert ca. 28 Tage. Die Brut wird allein vom Weibchen durchgeführt. Das Männchen füttert in dieser Zeit das Weibchen. Das Weibchen verlässt die Eier nicht. Nach ca. 28 Tagen schlüpfen die Küken in der Reihenfolge der Eiablage aus den Eiern. Die Jungvögel sind nackt und blind. Anfänglich werden sie nur vom Weibchen gefüttert. Sind die Jungvögel größer und haben ein Juvenilgefieder, werden sie von beiden Elternteilen gefüttert. Die Jungvögel sind mit ca. 12 Wochen flügge und verlassen erstmalig das Nest. Die ersten Flugversuche folgen. Die Jungvögel werden jetzt noch einige wenige Wochen von den Altvögeln betreut. Danach leben sie im Familienverband bis zur Geschlechtsreife selbstständig.

Besonderheiten

Der Grünflügelara hat ein ausgesprochen gutes und beruhigendes Wesen. Im Gegensatz zu anderen Araarten kann der Grünflügelara bei Streitigkeiten innerhalb einer Gruppe oder auch der Vergesellschaftung mit anderen Aras schlichtend wirken. Der Grünflügelara begibt sich dazu in die Nähe der sich streitenden Aras und verhält sich fast gleichmäßig ruhig. Dies wirkt sich auf die anderen Aras aus und sie werden ebenfalls ruhiger.

Grünflügelaras sind besonders geschickt, untersuchen gern ihre gesamte Umgebung und sind verspielt. Das machte sie besonders für die so genannte Heimtierhaltung interessant. Dieses Spielverhalten ist auch in der freien Natur zu beobachten. Ob es ein einfaches Spielen ist oder ein Lerneffekt damit befördert wird, ist ungeklärt.

In den Anfangszeiten der Arahaltung, hier im besonderem in den Schauanlagen und Zoos, wurden vielfach die Grünflügelaras auf sogenannten Papageienstraßen ausgestellt. Dazu wurden die Aras in den Morgenstunden auf große halbrunde Bügel gesetzt, mit einem Fußring und einer Kette angebunden und mussten so den ganzen Tag verbringen. Abends wurden sie wieder abgemacht und kamen in die Nachtquartiere. Grünflügelaras zeigten dabei die wenigsten Auffälligkeiten in der Form der Selbstzerstörung.

In Privathand wurden Grünflügelaras auf Ständer gesetzt, ebenfalls angekettet und mussten dort ihr Leben unter tierunwürdigen Umständen fristen. Beide Formen der Papageienhaltung sind seit Jahren verboten.

Hybriden

Der Grünflügelara wurde bereits zum Beginn des 17. Jahrhunderts in Europa gehalten. Die erste erfolgreiche Nachzucht gelang jedoch erst 1926 in Amerika. Mit dem Beginn der Zucht wurden auch unterschiedliche Kreuzungszuchten durchgeführt. Ziel war es, noch buntere und schönere Aras zu bekommen. Die Kreuzungen mit dem Grünflügelara wurden hauptsächlich mit dem Gelbbrustara durchgeführt. Einziges Ziel dieser Hybriden war der ökonomische Gewinn.

Da Aras im Allgemeinen recht ähnliche Verhaltensweisen und Bedingungen in der Gefangenschaftspflege haben, wurden in verschiedenen zoologischen Einrichtungen und Schauanlagen Vergesellschaftungen von verschiedenen Großaraarten vorgenommen. Da sich die einzelnen Araarten untereinander zwar zu Paaren finden konnten, aber die Zucht durch fehlende Rückzugsmöglichkeiten nicht klappte, wurden am Rande solcher Gemeinschaftsanlagen Bruthöhlen angeboten. Waren die gemischten Gruppen nicht zu groß, so waren erfolgreiche Nachzuchten möglich. Leider kommt es dabei auch zu unbeabsichtigten, aber vorhersehbaren Mischlingszuchten. Eine, bis zum entstehen des vorliegenden Artikels, aktuelle Hybridzucht zwischen Gelbbrust- und Grünflügelara und deren Nachkommenschaft ist im Zoo Wuppertal zu sehen. Das ungleiche Paar hat sich 1962 erstmalig fortgepflanzt. Die ersten Eier wurden aus der Bruthöhle genommen und künstlich erbrütet. Ebenso wurden die Jungvögel mit der Hand aufgezogen. Das ungleiche Paar hat bis 1983 44 Küken zur Welt gebracht. Einige der Nachkommen leben heute noch im Zoo Wuppertal, andere wurden in andere zoologische Einrichtungen abgegeben. Aus zoologischer Sicht war es der Erkenntnisstand, dass sich diese Hybriden nicht weiter vermehren können. Im Zoo Wuppertal hingegen verpaarte und pflanzte sich 1988 ein solches Geschwisterhybridpaar erfolgreich fort. Aus zoologischer und wissenschaftlicher Sicht ist es mit Sicherheit ein wichtiger Aspekt für die Erforschung von Aras, aus ethischer Sicht sind solche (bewussten) Zuchten abzulehnen.

Gefährdung und Schutz

Der Grünflügelara wurde zu Beginn der Ara-Haltung in der zivilisierten Welt in unzähligen Mengen gefangen und exportiert. Als Massenexporte durchgeführt worden sind, überlebte der Großteil der Grünflügelaras den Transport nicht oder verendete an Erschöpfung, Krankheiten oder sachunkundiger Pflege. Heute liegt die Gefahr in der Ausbreitung menschlicher Siedlungen und der forstwirtschaftlichen Nutzung der Heimatgebiete der Grünflügelaras.

Grünflügelaras sind in ihren Beständen gleichmäßig stark gefährdet. Sie dürfen ohne staatlichen Genehmigung nicht in Gefangenschaft gehalten werden.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Dathe, Heinrich, Handbuch des Vogelliebhabers, Landbuch Verlag
  • Abramson, J. und Speer, L. B. und Thomsen, B. J. (1999): The Large Macaws. Their Care, Breeding and Conservation. Raintree Publications
  • Arndt, Thomas (1999): Lexikon der Papageien. Band 3. Arndt-Verlag
  • Decoteau, A. E. (1982): Handbook of Macaws. TFH Publications
  • Hoppe, Dieter (1992): Aras. Die Arten und Rassen, Haltung und Zucht. Verlag Eugen Ulmer
  • Lambert, Karin und Heinz (2003): Eine Reise in die Heimat der Aras. PAPAGEIEN 07/2003
  • Lantermann, Werner (1984): Aras. Enzyklopädie der Papageien und Sittiche, Band 10. Horst-Müller-Verlag
  • Lantermann, Werner und Susanne (1986): Die Papageien Mittel- und Südamerikas. Verlag M. & H. Schaper
  • Lantermann, Werner (1990): Großpapageien. Wesen, Verhalten, Bedürfnisse. Franckh-Kosmos
  • Lantermann, Werner (1999): Papageienkunde. Parey Buchverlag
  • Lepperhoff, Lars (2004): Aras. Freileben, Verhalten, Pflege, Arten. Verlag Eugen Ulmer
  • Low, Rosemary (1972): The Parrots of South America. John Gifford Ltd
  • Low, Rosemary (2001): Die Zucht großer Aras. PAPAGEIEN 06/2001
  • Munn, Charles A. und Valqui, Mariana (1992): Warum nehmen Papageien Lehm zu sich? PAPAGEIEN 06/1992
  • Robiller, Franz (1990): Papageien, Band 3. Mittel- und Südamerika. Verlag Eugen Ulmer
  • Schmidt, Horst (1986): Die Aras. Lehrmeister Bücherei
  • Strunden, Hans (1986): Die Namen der Papageien und Sittiche. Horst-Müller-Verlag

Weblinks

'Persönliche Werkzeuge