Große Pechlibelle

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Große Pechlibelle
Junges, noch nicht ausgefärbtes Weibchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Kleinlibellen (Zygoptera)
Familie: Schlanklibellen (Coenagrionidae)
Gattung: Pechlibellen (Ischnura)
Art: Große Pechlibelle
Wissenschaftlicher Name
Ischnura elegans
(Vander Linden, 1820)

Die Große Pechlibelle (Ischnura elegans) zählt innerhalb der Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae) zur Gattung der Pechlibellen (Ischnura). Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Große Pechlibelle erreicht eine Körperlänge von bis zu 35 Millimeter sowie eine Flügelspannweite von bis zu 45 Millimeter. Der Abdomen ist in neun Segmente eingeteilt. Das achte Segment ist dabei leuchtend blau gefärbt. Der restliche Abdomen ist schwärzlich gefärbt. Kopf und Thorax sind beim Männchen schwarz gefärbt und weisen leuchtend blaue Markierungen auf. Beim Weibchen sind diese farbigen Markierungen meist violett bis fliederfarben. Die großen Komplexaugen liegen seitlich ab verbreiterten Kopf und erlauben der Großen Pechlibelle eine gute Rundumsicht. Die Extremitäten sind blauschwarz gefärbt.

Lebensweise

Die Flugzeit der Großen Pechlibelle erstreckt sich je nach Verbreitungsgebiet von April bis Oktober. In Deutschland kann man die Große Pechlibelle von Mai bis September beobachten. Je nach Verbreitungsgebiet treten die Libellen in zwei Generationen auf.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Großen Pechlibelle erstreckt sich über weite Teile des gemäßigten Europas. Sie ist meist an langsam fliessenden oder stehenden Gewässern zu finden. Sie stellt dabei keine großen Anforderungen an ihren Lebensraum und ist dort häufig anzutreffen.

Ernährung

Die adulte Große Pechlibelle ernährt sich räuberisch von kleinen Insekten wie Fliegen sowie von Insektenlarven. Die Larven ernähren sich im Wasser von kleinen Fischen, Larven und Kaulquappen.

Fortpflanzung

Während der eigentlichen Paarung umklammert das Männchen mit seinen Hinterleibsanhängen den Voderkörper des Weibchens. Es entsteht nun das für Libellen charakteristische Paarungsrad. Mit ihrem Hinterleib nimmt das Weibchen nun den Samen aus der Samentasche des Männchens auf. Anders als bei anderen Libellenarten, legt das Weibchen ihre Eier alleine ab. Dabei ritzt sie mit ihrem Legeapparat knapp über oder knapp unter der Wasseroberfläche die Wasserpflanzen an und legt dort ihre Eier ab. In der Regel beträgt die Larvenentwicklung bis zu einem Jahr. Die Larven leben im Wasser und ernähren sich von Kleinstlebewesen. Im April oder Mai schlüpfen die fertigen Libellen.

Galerie

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Dreyer & Gerstenberg, Die Libellen, Gerstenberg Gebrueder Verlag, 1986 ISBN 3806720223
  • Heiko Bellmann, Libellen beobachten, bestimmen, Naturbuch Verlag, Augsburg, 1986 ISBN 3894401079
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