Großer Emu

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Emus

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neornithes)
Überordnung: Urkiefervögel (Palaeognathae)
Ordnung: Laufvögel (Struthioniformes)
Familie: Emus (Dromaiidae)
Gattung: Emus (Dromaius)
Art: Großer Emu
Wissenschaftlicher Name
Dromaius novaehollandiae
Latham, 1790

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Große Emu (Dromaius novaehollandiae) zählt innherlab der Familie der Emus (Dromaiidae) zur Gattung der Emus (Dromaius). Im Englischen wird der Große Emu emu genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Emu ist nach dem Strauß der zweitgrößte flugunfähige Laufvogel. Er erreicht eine Größe von 1,75 Meter und ein Gewicht von 50-55 kg. Das Gefieder ist hellbraun, wobei es kurz nach der Mauser noch relativ dunkel ist und erst im Laufe der Zeit durch Sonneneinstrahlung ausbleicht. Die Brust ist meist deutlich heller. Der Hals und der Kopf weisen eine sehr dunkle bis schwarze Färbung auf. Der Schnabel ist recht dunkel und leicht gekrümmt. Große Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen gibt es nicht.

Lebensweise

Sind Nahrungsquellen erschöft, wandern die Tiere in zum Teil großen Herden, um neue Nahrungsquellen zu erschliessen. Trotz massiver Bejagung kommen die Tiere in Australien noch sehr häufig vor, sie sind noch nicht vom Aussterben bedroht.

Unterarten

  • Dromaius novaehollandiae novaehollandiae
  • Dromaius novaehollandiae woodwardi
  • Dromaius novaehollandiae rothschildi
  • Dromaius novaehollandiae diemenensis
  • Dromaius novaehollandiae ater
  • Dromaius novaehollandiae baudinianus

Verbreitung

Ihre natürliche Heimat ist das Festland Australiens. Dort bewohnen sie Heideland und Eukalyptuswälder. Wüsten und trockene Savannen werden hingegen gemieden, da sie einen hohen Wasserbedarf haben, der täglich gestillt werden muss.

Ernährung

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Emus haben ein breites Nahrungsspektrum. Sie fressen neben pflanzlicher Kost wie Gras, Kräuter, Samen, Früchte und Beeren aber auch Kleingetier wie Raupen und Heuschrecken.

Fortpflanzung

Emus sind revierbezogen und verteidigen ihr im Schnitt 30 km² großes Revier energisch. Die Paarung wird in den Monaten Dezember und Januar vollzogen. Zwischen April und Juni legt das Weibchen ca. 9-20 dunkelgrüne bis schwarze Eier in ein Nest, das aus Gras, Zweigen, Rinde etc. im Schatten angelegt wird. Nur das Männchen brütet das Gelege aus. Die Mutter zieht von dannen und kümmert sich nicht mehr um den Nachwuchs. Nach 8 Wochen schlüpfen die Jungen. Weitere 6 Monate werden die Küken vom Vater umsorgt. Die Jungtiere erreichen nach 2-3 Jahren die Geschlechtsreife.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Große Emu heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Große Emu selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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