Großer Pandabär

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Großer Pandabär

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Unterordnung: Hundeartige (Caniformia)
Familie: Bären (Ursidae)
Gattung: Große Pandabären (Ailuropoda)
Art: Großer Pandabär
Wissenschaftlicher Name
Ailuropoda melanoleuca
David, 1869

IUCN-Status
Endangered (EN)

Der Große Pandabär (Ailuropoda melanoleuca), Chinas "Nationalheiligtum", gehört innerhalb der Familie der Großbären (Ursidae) zur gleichnamigen Gattung der Großen Pandabären (Ailuropoda). Er ist auch das Wappentier des World Wide Fund For Nature (WWF).

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Der Große Pandabär erreicht eine Körperlänge von 140 bis 160 cm, eine Stockmaß von bis zu 85 Zentimeter sowie ein Gewicht von rund 120 bis 140 Kilogramm. Männchen werden etwas größer als Weibchen. Der kurze Schwanz weist eine Länge von 10 bis 12 Zentimeter auf. Das buschige Fell ist charakteristisch schwarz-weiß. Die Ohren, die Partie um die Augen und die Nasenspitze sind schwarz. Das Fell und die dicke Fettschicht unterhalb der Haut schützen den Großen Pandabären auch in der kalten Jahreszeit vor Kälte und Feuchtigkeit. Unter allen Raubtieren hat der Große Pandabär die kräftigsten Backenzähne, mit denen er selbst harten Bambus mühelos zerkauen kann. Die Fußsohlen sind mit Fell bedeckt. Der Große Pandabär lebt einzelgängerisch und trifft nur während der Paarungszeit auf Artgenossen. Früher war er in weiten Teilen Südostasiens zu Hause. Heute trifft man ihn nur noch in einem kleinen Areal in China. Der Schwund seiner natürlichen Habitate mit einhergehender Nahrungsknappheit sind die Hauptgründe für den starken Rückgang der Population. In der Roten Liste der IUCN ist der Große Pandabär als extrem gefährdet geführt. Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen stellt die Art in Anhang I weltweit unter Schutz.

Vorkommen

Im südlichen Zentralchina befindet sich das letzte Rückzugsgebiet des Großen Pandabären. Er bewohnt feuchte Bergbambuswälder bis in Höhen von über 4.000 Metern.

Ernährung

Seine Nahrung besteht ausschließlich aus Sprossen und Blättern des Bambusbaumes. Da der Nährwert sehr gering ist, muß er große Mengen an Pflanzen zu sich nehmen um satt zu werden. Mit der Nahrungsaufnahme sind sie mehr als die Hälfte des Tages beschäftigt. Ein Großer Pandabär benötigt bis zu 30 Kilogramm Nahrung am Tag.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen die Großen Pandabären mit fünf bis sechs Jahren. Das Weibchen ist nur an wenigen Tagen im Jahr empfängnisbereit. Die Paarungszeit erstreckt sich über die Monate März bis Mai. Nach einer Tragezeit von 140 bis 150 Tagen bringt das Weibchen ein oder zwei Jungtiere zur Welt, von denen oft nur ein Jungtier überlebt. Ein Jungtier weist eine Länge von gut 15 Zentimeter sowie ein Gewicht von 100 bis 120 Gramm auf. Es ist nach der Geburt noch blind und nur wenig behaart. Die Jungtiere werden für acht bis neun Monate gesäugt, fangen aber schon früher an, zusätzlich auch feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit 1,5 Jahren verlassen sie ihre Mutter und sind selbständig. In Freiheit erreichen Große Pandabären ein Alter von bis zu 15 Jahren, in Gefangenschaft werden sie bis zu 25 Jahre alt.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Bären (Ursidae)

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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