Hörnchen

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Hörnchen
Gelbbäuchiges Murmeltier (Marmota flaviventris)

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Teilordnung: Sciurida
Überfamilie: Hörnchenartige (Sciuroidea)
Familie: Hörnchen
Wissenschaftlicher Name
Sciuridae
Hemprich, 1820

Die Familie Hörnchen (Sciuridae) gehört innerhalb der Ordnung der Nagetiere (Rodentia) zur Unterordnung der Hörnchenverwandten (Sciuromorpha). 273 rezente Arten verteilen sich auf 50 Gattungen, die in die Unterfamilien Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae) und Gleithörnchen (Pteromyinae) aufgeteilt werden. Die Vertreter der Unterfamilie Cedromurinae gelten als ausgestorben.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die meist kompakt gebauten Hörnchen erreichen je nach Art eine Körperlänge von 6,5 bis 73 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 5 bis 16 Zentimeter sowie ein Gewicht von 10 Gramm bis 8 Kilogramm. Das in der Regel dichte Fell weist eine höchst unterschiedliche Färbung auf. Bei den meisten Arten, vor allem bei Arten in gemäßigten und subarktischen Regionen kommt es jährlich zweimal zum Fellwechsel. Das Sommerfell ist meist weich und fein, das Winterfell ist zumeist dichter und gröber. Bei keiner Art der Hörnchen zeigt sich in der Fellfärbung ein Dimorphismus. Nicht immer ist das Fell einfarbig. Es können auch Streifen, Flecken und andere Muster vorhanden sein.

Der Körperbau weist eine typische zylindrische Form auf. Auch ein buschiger Schwanz und kräftige Extremitäten sind bei allen Arten gut ausgeprägt. An den relativ kurzen Vorderbeinen zeigen sich an den Füße neben 4 Zehen auch ein kleiner Daumen. Die Hinterbeine sind meist länger und kräftiger ausgeprägt. Je nach Art sind 4 bis 5 Zehen vorhanden. Bei den Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae) sind grundsätzlich 5 Zehen vorhanden. Die Augen der Hörnchen sind mit einem feinen, hell gefärbten Augenring umgeben und befinden sich seitlich am Schädel. Diese Stellung der Augen gibt ihnen zwar ein weites Sichtfeld, jedoch kein räumliches Sehen. Die Sinne, insbesondere der Sehsinn sind gut oder sehr gut entwickelt. Fleischfresser und andere Gefahren werden meist schon aus einer Entfernung von einigen Hundert Metern erkannt.
 Uinta-Ziesel (Spermophilus armatus)
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Uinta-Ziesel (Spermophilus armatus)
Oberirdisch lebende Hörnchen verfügen zudem über große Ohren, die nicht selten mit Pinseln oder Büscheln besetzt sind. Im Bereich der Schnauzenspitze zeigen sich lange Tasthaare (Vibrissen), die der Orientierung dienen. Weitere Tasthaare befinden sich oberhalb der Augen, an den Pfoten sowie an den Innseiten der Extremitäten. Das Gebiss ist typisch für Nagetiere. Im Unter- und Oberkiefer befindet sich jeweils ein Paar meißelartige Schneidezähne, die eine große Lücke zu den Prämolaren aufweisen. Die Backenzähne weisen Wurzeln auf und Eckzähne fehlen vollständig. Die Schneidezähne wachsen aufgrund der starken Beanspruchung zeitlebens nach. Viele Arten der Hörnchen verfügen über Backentaschen, in denen die Tiere Nahrung zwischenspeichern können.

Erdhörnchen (Marmotini), zu denen die Murmeltiere (Marmota) sowie die Ziesel und Präriehunde (Spermophilina) gehören, weisen eine kompakte Bauweise auf und verfügen an den Pfoten über kräftige Grabkrallen. Mit ihnen graben und wühlen sie in lockerer oder fester Erde, wo sie ihre umfangreichen Bauten und Gangsysteme anlegen. Baumhörnchen (Sciurini) sind hingegen leichter gebaut und weisen einen längeren Körper auf. Ein langer und buschiger Schwanz ist obligatorisch, der beim Klettern der Stabilisierung dient. Beim Springen dient der Schwanz zudem als Ruder. Aber auch Signale bei der Kommunikation untereinander spielt der Schwanz eine große Rolle. Die Vorderbeine der Baumhörnchen sind kräftig ausgeprägt und verfügen über scharfe Krallen, die ihnen Halt im Geäst der Bäume und Sträucher geben. Baumhörnchen können selbst kopfüber an Baumstämmen hinab klettern. Die hinteren Pfoten können dabei nach hinten gedreht werden. Die Pfoten aller Hörnchen weisen an der Unterseite weiche Ballen auf. Die Pfoten geben auch auf glatte Oberfläche einen gewissen Halt und sie können Nahrung zwischen die Pfoten nehmen. Bei nur wenigen Arten sind die Pfoten an den Sohlen behaart. Dies ist beispielsweise beim Langkrallenziesel (Spermophilopsis leptodactylus) der Fall, das sich im warmen Wüsten mit dem Fell an den Sohlen vor Hitze schützt.

Eine Besonderheit stellen Gleithörnchen (Pteromyinae) dar. Charakteristisch für diese Unterfamilie ist eine Membran oder auch Flughaut (Patagium), die von den Handgelenken der Vorderbeine bis zu den Hinterbeinen reicht. Beim Wechsel eines Baumes springen Gleithörnchen in die Luft und können mit Hilfe der ausgebreiteten Membran beachtliche Strecken zurücklegen. Gleitflüge von 50 oder gar 80 Meter sind dabei keine Seltenheit. Die Membran ist wie der restliche Körper mit Fell besetzt. An den Handgelenken wird die Membran durch einen dünnen Knorpelstab gestützt. Der Schwanz dient bei den Gleitflügen als Steuerorgan.

Lebensweise

lebt in sozialen Gruppen: der Assapan (Glaucomys volans)
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lebt in sozialen Gruppen: der Assapan (Glaucomys volans)

Die meisten Arten sind am Tage aktiv, nur wenige Arten haben sich auf eine dämmerungs- oder nachtaktive Lebensweise spezialisiert. Fast alle Arten haben sich in Bezug auf ihre Verhaltensmuster spezialisiert. Es gibt erdbewohnende, baumbewohnende und grabende Arten. Während der Ruhephasen halten sich die Tiere in ihren Nestern oder Erdbauten auf. Die meisten Arten leben einzelgängerisch, die Geschlechter treffen in der Regel nur während der Paarungszeit aufeinander. Innerhalb der Unterfamilien der Gleithörnchen (Pteromyinae) und der Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae) bildet der Assapan (Glaucomys volans) eine der wenigen Aufnahmen und fühlt sich in sozialen Gruppen besonders wohl. Die nachtaktiven Assapane leben in kleinen Familiengruppen in Baumnestern. Während der kalten Jahreszeit bilden meist mehrere Familien kleinere Gruppen von 15 bis 20 Tieren. Eine solche Gruppe bietet im Winter vor allem Schutz vor Kälte. Assapane halten keine Winterruhe, sind während der kalten Jahreszeit aber deutlich weniger aktiv und verbleiben zumeist in ihren Nestern in Baumhöhlen. Während dieser Zeit leben sie hauptsächlich von Nahrungsvorräten, die im Sommer und Herbst angelegt wurden.

Erdhörnchen verbringen den Winter in ihren Erdbauten. In diesen Erdbauten werden für diesen Zeitraum umfangreiche Vorratslager angelegt. Die Lager können dabei durchaus kiloweise Pflanzenmaterial enthalten. Andere Hörnchenarten leben in kleinen oder größeren Kolonien. In der Regel verfügt jedoch jedes Tier über einen eigenen Bau innerhalb der Kolonie. Einen richtigen Winterschlaf halten beispielsweise Ziesel (Spermophilus) und Murmeltiere (Marmota), meist alleine, jedoch gelegentlich auch in kleinen Gruppen. Während des Winterschlafes geht der Stoffwechsel auf etwa ein Drittel seiner normalen Rate zurück. Der Herzschlag, die Körpertemperatur und die Atemfrequenz werden dabei deutlich abgesenkt. Beim Alpen-Murmeltier (Marmota marmota) fällt die Körpertemperatur beispielsweise auf 4,5 bis 7,5 Grad Celsius, die Atemfrequenz geht auf 1 bis 2 Atemzüge zurück. Zwischendurch, meist alle paar Wochen, wachen die Tiere auf, um Kot und Urin abzugeben. Im Frühjahr haben die Tiere ihre Fettreserven aufgezehrt und weisen nur noch die Hälfte oder weniger ihres üblichen Gewichtes auf. Einige Arten halten auch während der warmen Jahreszeit eine Art Sommerschlaf.

Verbreitung

Hörnchen sind fast weltweit verbreitet. Sie sind nur in Australien, in der Sahara, in Polynesien, auf Madagaskar und in weiten Teilen Südostasiens nicht anzutreffen. So groß wie ihr Verbreitungsgebiet, so variabel ist auch der Lebensraum der Hörnchen. Sie sind je nach Art in tropischen Regenwäldern, Baum- und Strauchsavannen, Halbwüsten, gemäßigten Laub- und Nadelwäldern, in der Tundra und auf alpinen Wiesen. In der Nähe des Menschen sind Hörnchen auch auf landwirtschaftlichen Flächen, Gärten und Parks sowie in Vorstädten anzutreffen.

Prädatoren

Je nach Verbreitungsgebiet und Lebensraum treten unterschiedliche Fleischfresser in Erscheinung. Unter den Säugetieren gehören insbesondere der Rotfuchs (Vulpes vulpes), der Rotluchs (Lynx rufus), der Kanadische Luchs (Lynx canadensis), der Vielfraß (Gulo gulo), der Puma (Puma concolor), der Grauwolf (Canis lupus), der Schwarzfußiltis (Mustela nigripes), aber auch Graufüchse (Urocyon cinereoargenteus), Fichtenmarder (Martes americana), Fischermarder (Martes pennanti), Streifenskunks (Mephitis mephitis), Kojoten (Canis latrans) oder Hauskatzen (Felis catus). Unter den Greifvögeln (Falconiformes) und Eulen (Strigiformes) stellen beispielsweise der Weißkopfseeadler (Haliaeetus leucocephalus), der Steinadler (Aquila chrysaetos), der Gerfalke (Falco rusticolus), die Kornweihe (Circus cyaneus), der Kolkrabe (Corvus corax) und der Rotschwanzbussard (Buteo jamaicensis) eine große Gefahr für Hörnchen dar. In einigen Regionen stellen auch Schlangen (Serpentes) den Tieren nach. Darüber hinaus sind Hörnchen oftmals durch Ektoparasiten befallen. Dazu gehören Parasiten wie Milben (Acari), Fleischfliegen (Sarcophagidae), Tierläuse (Phthiraptera), insbesondere Echte Tierläuse (Anoplura) sowie Flöhe (Siphonaptera).

Ernährung

Die Ernährungsweise der meisten Hörnchen kann als opportunistisch bezeichnet werden. Erdhörnchen ernähren sich vorzugsweise von Gräsern, Kräutern, Blumen und Blüten sowie Stauden und zahlreiche Sämereien. Baumhörnchen und Gleithörnchen bevorzugen neben Sämereien, Nüsse, Knospen und Blüten auch Pilze, Pflanzensäfte und Früchte. Fast alle Arten nehmen neben der pflanzlichen Kost auch tierische Nahrung in Form von
Hortet Nahrung: das Gemeines Rothörnchen (Tamiasciurus hudsonicus)
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Hortet Nahrung: das Gemeines Rothörnchen (Tamiasciurus hudsonicus)
Insekten (Insecta), Raupen, Eiern und Nestlinge von Vögeln (Aves) sowie kleine Wirbeltiere (Vertebrata) zu sich. Beim Fressen nehmen Hörnchen ihre Nahrung zwischen die Pfoten und führen diese zum Mund. In der Regel setzen sich Hörnchen beim Fressen auf die Hinterbeine bzw. ihre Keulen.

Einige Arten wie beispielsweise das Westliche Grauhörnchen (Sciurus griseus) entrinden Äste und fressen das darunter liegende Wachstumsgewebe. Im Spätsommer und Herbst ernähren sich Winterschläfer vor allem von Sämereien und anderen Fettreichen Pflanzenteilen. Nicht selten beeinflusst die Nahrungssuche auch die Vegetationsstruktur. So beißen Präriehunde die höheren Pflanzenstängel rund um ihren Bau ab und lassen sie liegen. So vergrößern Präriehunde ihr Sichtfeld. Das ständige Abkappen lässt nur noch schnell wachsende Pflanzen nachwachsen. Hörnchen sind auf Trinkwasser nicht angewiesen. Ihren kompletten Wasserbedarf decken sie über ihre Nahrung.

In gemäßigten Regionen stellen die Jahreszyklen aus Blüte und Frucht besondere Anforderungen an die Ernährungsgewohnheiten. So schwankt das Nahrungsangebot je Jahreszeit zum Teil stark. Meist ist jedoch eine konstante Versorgung gewährleistet, da viele Arten Vorratslager an Sämereien und Nüssen anlegen. Vor allem im Winter greifen Hörnchen auf diese Läger zurück. Europäisches Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) und auch Westliche Grauhörnchen legen in der Regel zahlreiche Läger an. Gemeine Rothörnchen (Tamiasciurus hudsonicus) und Douglas-Hörnchen (Tamiasciurus douglasii) legen lediglich ein zentrales Lager an.

Fortpflanzung

Für die Winterschläfer unter den Hörnchen beginnt die Paarungszeit in der Regel im zeitigen Frühjahr. Die Jungtiere haben somit reichlich Zeit sich für den nächsten Winter zu rüsten und Fettreserven anzusetzen. Aus dem Winterschlaf erwachen zunächst die Männchen, die rund 2 Wochen vor den Weibchen auftauchen und ihr Revier abstecken. Zeitliche Unterschiede treten sowohl zwischen Populationen als auch zwischen Arten auf. Die Zeit des Erwachens hängt im Wesentlichen von den Witterungsbedingungen ab. Hörnchen in subtropischen und tropischen Regionen der Erde paaren sich nicht selten ganzjährig. In diesen Fällen liegt die Spitze der Geburten meist im zeitlichen Korridor der Regenzeit. Zu dieser Zeit ist Nahrung reichlich vorhanden. Bei den Hörnchen treten artabhängig unterschiedliche Fortpflanzungssysteme auf. Bei einigen Arten wie dem Belding-Ziesel (Spermophilus beldingi) verteidigen Männchen ein kleines Paarungsrevier und paaren sich mit allen Weibchen, die das Revier aufsuchen. Bei den Langschwanzziesel (Spermophilus undulatus) verfügen die Männchen kein eigenes Revier, sondern suchen aktiv nach paarungsbereiten Weibchen. Andere Arten, wie koloniebildende Ziesel oder Murmeltiere verteidigt ein Männchen ein Areal, in dem sich mehrere Bauten von Weibchen befinden. In diesen Fällen kommt es zur Polygynie. Bei der Polygynie kopuliert ein Männchen mit mehreren Weibchen. Bei Baumhörnchen locken Weibchen mit chemischen Duftstoffen potentielle Partner in ihre Revier. Bei vielen Eichhörnchen kommt es im Zuge der Balz zu wilden Verfolgungsjagden zwischen den Geschlechtern. An einer solchen Verfolgungsjagden sind nicht selten mehrere Männchen beteiligt.

Die Geschlechtsreife erreichen Hörnchen gegen Ende des ersten Lebensjahres. Weibchen sind üblicherweise einige Monate vor den Männchen geschlechtsreif. Zur ersten Paarung kommt es zu Beginn des zweiten Lebensjahres. Die Tragezeit erstreckt sich artabhängig zwischen 3 und 6 Wochen. Es kommen in schützenden Nestern oder Erdbauten zwischen 1 und 6, selten auch mehr Jungtiere zur Welt. Größere Arten weisen in der Regel kleinere Würfe auf. Die meisten Arten bringen in einer Saison einen Wurf im Frühjahr zur Welt. Nur bei wenigen Arten kommt es bis zu 2 Würfen. Die Jungen sind bei allen Arten nackt und kommen mit geschlossenen Augen und Ohren auf die Welt. Aufgrund der fettreichen Muttermilch entwickelt sich der Nachwuchs jedoch rasch heran. Bei Eichhörnchen bildet sich das Fell gegen Ende der zweiten Lebenswoche, die Augen öffnen sich in der fünften Woche, die Zähne stoßen zwischen der dritten und fünften Lebenswoche durch. Bereits in der sechsten Lebenswoche nehmen die Jungtiere ihre erste feste Nahrung zu sich. Die Selbständigkeit wird mit rund 10 Wochen erreicht. Ziesel sind bereits im Alter von 4 Wochen selbständig. Um die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich bei den meisten Arten ausschließlich das Weibchen. Bei Murmeltieren wachsen Jungtiere im Schutze einer ganzen Gruppe heran. Die angegebenen Zeiten variieren leicht je nach Art. Die genauen Daten sind den einzelnen Artikeln zu entnehmen. Die Lebenserwartung liegt bei Erd- und Baumhörnchen bei 2 bis 3 Jahren, in Gefangenschaft bei bis zu 7 Jahren. Größere Hörnchen Arten erreichen durchaus ein Alter von 4 bis 5 Jahren, in Gefangenschaft ein Alter von bis zu 14 Jahren. In der Regel werden Weibchen älter als Männchen.

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Viele Arten der Hörnchen gehören heute zu den bedrohten oder gar stark bedrohten Arten. Zu den Hauptgefährdungsgründen gehört neben der Vernichtung der natürlichen Lebensräume teilweise der hohe Jagddruck. Dies trifft vor allem auf Murmeltiere und Ziesel zu: den Farmern sind die Tiere ein Dorn im Auge, da sich Rinder und Schafe in den Erdlöchern gelegentlich die Beine brechen. Daher gehen immer mehr Farmer dazu über, Giftköder auszulegen, an denen die Tiere jämmerlich eingehen. Viele Hörnchen gelten aufgrund ihrer eifrigen Sammeltätigkeit von Sämereien für den Waldbestand als ausgesprochen wichtig. Sie verbreiten im großen Umfang die Samen von Bäumen und Sträuchern und tragen so zum ausgewogenen Wachstum des Waldes bei. Viele Arten gehören zu den Nützlingen, da sie die Populationen an Schadinsekten regulieren.

Systematik der Familie Hörnchen

Europäisches Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)
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Europäisches Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)
Östliches Fuchshörnchen (Sciurus niger)
Kap-Borstenhörnchen (Xerus inauris)
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Kap-Borstenhörnchen (Xerus inauris)
Hopi-Chipmunk (Tamias rufus)
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Hopi-Chipmunk (Tamias rufus)
Bananenhörnchen (Callosciurus notatus)
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Bananenhörnchen (Callosciurus notatus)
Weißschwanz-Antilopenziesel (Ammospermophilus leucurus)
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Weißschwanz-Antilopenziesel (Ammospermophilus leucurus)
Goldmantelziesel (Spermophilus lateralis)
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Goldmantelziesel (Spermophilus lateralis)
Alpen-Murmeltier (Marmota marmota)
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Alpen-Murmeltier (Marmota marmota)
Mittelamerikanisches Hörnchen (Sciurus variegatoides)
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Mittelamerikanisches Hörnchen (Sciurus variegatoides)

Familie: Hörnchen (Sciuridae)

Unterfamilie: Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)
Tribus: Echte Baumhörnchen (Sciurini)
Untertribus: Sciurina
Gattung: Eichhörnchen (Sciurus)
Gattung: Douglassia
Gattung: Neuweltliche Zwerghörnchen (Microsciurus)
Gattung: Miosciurus
Gattung: Protosciurus
Untertribus: Sciurillina
Gattung: Neuweltliche Kleinsthörnchen (Sciurillus)
Gattung: Freudenthalia
Gattung: Plesiosciurus
Gattung: Borneo-Hörnchen (Rheithrosciurus)
Gattung: Mittelamerikanische Berghörnchen (Syntheosciurus)
Tribus: Palmenhörnchen (Funambulini)
Untertribus: Funambulina
Gattung: Gestreifte Palmenhörnchen (Funambulus)
Untertribus: Funisciurina
Gattung: Rotschenkelhörnchen (Funisciurus)
Gattung: Afrikanische Buschhörnchen (Paraxerus)
Untertribus: Myosciurina
Gattung: Afrikanische Zwerghörnchen (Myosciurus)
Tribus: Echte Erdhörnchen (Marmotini)
Untertribus: Marmotina
Gattung: Murmeltiere (Marmota)
Gattung: Arctomyoides
Gattung: Miospermophilus
Gattung: Paenemarmota
Gattung: Palaearctomys
Gattung: Protospermophilus
Untertribus: Ziesel und Präriehunde (Spermophilina)
Gattung: Ziesel (Spermophilus)
Gattung: Antilopenziesel (Ammospermophilus)
Gattung: Präriehunde (Cynomys)
Gattung: Spermophilinus
Gattung: Palaeosciurus
Tribus: Schönhörnchen (Nannosciurini)
Gattung: Braune Zwerghörnchen (Nannosciurus)
Gattung: Echte Schönhörnchen (Callosciurus)
Gattung: Rotwangenhörnchen (Dremomys)
Gattung: Asiatische Zwerghörnchen (Exilisciurus)
Gattung: Borneo-Zwerghörnchen (Glyphotes)
Gattung: Ferkelhörnchen (Hyosciurus)
Gattung: Schwarzstreifenhörnchen (Lariscus)
Gattung: Berdmore-Palmenhörnchen (Menetes)
Gattung: Sulawesi-Zwerghörnchen (Prosciurillus)
Gattung: Langnasenhörnchen (Rhinosciurus)
Gattung: Sulawesi-Riesenhörnchen (Rubrisciurus)
Gattung: Sunda-Baumhörnchen (Sundasciurus)
Gattung: Baumstreifenhörnchen (Tamiops)
Tribus: Protoxerini
Gattung: Ölpalmenhörnchen (Protoxerus)
Gattung: Afrikanische Palmenhörnchen (Epixerus)
Gattung: Sonnenhörnchen (Heliosciurus)
Gattung: Kubwaxerus
Tribus: Indomalaiische Riesenhörnchen (Ratufini)
Gattung: Riesenhörnchen (Ratufa)
Tribus: Rothörnchen (Tamiasciurini)
Gattung: Nordamerikanische Rothörnchen (Tamiasciurus)
Tribus: Streifenhörnchen (Tamiini)
Gattung: Chipmunks (Tamias)
Gattung: Nototamias
Tribus: Borstenhörnchen (Xerini)
Gattung: Afrikanische Borstenhörnchen (Xerus)
Gattung: Aragoxerus
Gattung: Atlashörnchen (Atlantoxerus)
Gattung: Heteroxerus
Gattung: Zieselmäuse (Spermophilopsis)
Gattung: Chinesische Rothörnchen (Sciurotamias)
Gattung: Similisciurus
Gattung: Sinotamias
Unterfamilie: Cedromurinae
Gattung: Cedromus
Gattung: Oligospermophilus
Unterfamilie: Gleithörnchen (Pteromyinae)
Gattung: Echte Gleithörnchen (Pteromys)
Gattung: Furchenzahn-Gleithörnchen (Aeretes)
Gattung: Schwarze Gleithörnchen (Aeromys)
Gattung: Albanensia
Gattung: Aliveria
Gattung: Haarfuß-Gleithörnchen (Belomys)
Gattung: Namdapha-Gleithörnchen (Biswamoyopterus)
Gattung: Blackia
Gattung: Kaschmir-Gleithörnchen (Eoglaucomys)
Gattung: Felsgleithörnchen (Eupetaurus)
Gattung: Forsythia
Gattung: Neuweltliche Gleithörnchen (Glaucomys)
Gattung: Pfeilschwanz-Gleithörnchen (Hylopetes)
Gattung: Horsfield-Gleithörnchen (Iomys)
Gattung: Meinia
Gattung: Miopetaurista
Gattung: Oligopetes
Gattung: Olisthomys
Gattung: Parapetaurista
Gattung: Petauria
Gattung: Kleinstgleithörnchen (Petaurillus)
Gattung: Riesengleithörnchen (Petaurista)
Gattung: Zwerggleithörnchen (Petinomys)
Gattung: Pliopetaurista
Gattung: Pliosciuropterus
Gattung: Rauchgraue Gleithörnchen (Pteromyscus)
Gattung: Shuanggouia
Gattung: Komplexzahn-Gleithörnchen (Trogopterus)
Gattung: Sciurion
Gattung: Vulcanisciurus

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X
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