Habronattus ustulatus

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Habronattus ustulatus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Habronattus
Art: Habronattus ustulatus
Wissenschaftlicher Name
Habronattus ustulatus
(Griswold, 1979)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:033683]

Diese Spinnenart Habronattus ustulatus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Habronattus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Habronattus ustulatus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen dieselbe Rosafärbung des Opisthosoma auf. Der Clypeus und das Prosoma sind bei dem Männchen schwarz gefärbt, während bei dem Weibchen der Clypeus und das Prosoma ebenfalls rosa getönt sind. Des Weiteren zeigt sich auf dem Opisthosoma eine weißlich-bräunlich gefärbte Musterung. Die Beine des Männchens und des Weibchens weisen eine auffällige dunkelbraune Ringelung auf. <2>

Lebensweise

Das Männchen führt bei der Balz vor dem Weibchen auffällige Tänze auf. Dabei winkt das Männchen mit den seitwärts abgespreizten Vorderbeinen und zusätzlich mit seinen Pedipalpen. Ähnlich wie bei der Balz sind die Signale für das Drohverhalten optisch und bestehen im wesentlichen in einem Auf- und Abbewegen der Beine. Das Drohverhalten ist stark ritualisiert, aber es kommt nur selten zu echten Kämpfen zwischen den Männchen. Es ist auch keineswegs stets das größere Männchen, das ein solches Kräftemessen gewinnt, sondern einfach das aggressivere. Auslöser für das Drohverhalten können bestimmte Kontrastmuster auf den Palpen oder dem Carapax sein, die nur bei den Männchen auftreten. Übrigens kann auch ein Weibchen gegen ein Männchen drohen. Falls das Weibchen paarungsunwillig ist, hebt und senkt das Weibchen die Vorderbeine, wobei das Weibchen seitswärts im Zickzack läuft. Die subadulten Tiere sind meist Ende Mai anzutreffen.

Habronattus ustulatus - Weibchen
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Habronattus ustulatus - Weibchen

Verbreitung

Habronattus ustulatus ist in folgenden Gebieten verbreitet: USA und Mexiko. Die Spinne läßt sich im Fallaub, in der Kraut- und Strauchschicht, unter lockerer Rinde und auf Bäumen finden. Als Habitat bevorzugt die Art trockene und warme, sonnige Standorte. Auch unter oder auf Steinen sowie an trockenen Mauern und auf Sanddünen sowie auf reinen Kiesstränden hält sich die Springspinne gerne auf. Im kurzen oder langen Gras ist die Spinne kaum anzutreffen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Springspinnen ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Habronattus ustulatus erjagt die Beute aktiv, also nicht mit einem Netz. Als Lauer- und Anschleichjägerin wartet sie, bis sich ein Beutetier in erreichbarer Nähe befindet. Dann springt sie das Beutetier mit einem gezielten Sprung aus dem Hinterhalt an und injiziert mit einem Biss ein hochwirksames Nervengift, was die Beute lähmt. Mit den Vorderbeinen wird das Tier festgehalten bis das Gift seine Wirkung entfaltet. Die Ortung der Beutetiere erfolgt dabei visuell. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Nach erfolgter Paarung legt das Weibchen die Eier am Boden unter Steinen, unter loser Rinde oder an Ästen in einem Gespinstkokon ab. Die Eier werden im Kokon geschützt eingewoben, welcher versteckt am Boden oder unter loser Rinde befestigt wird. Das Weibchen bewacht diesen Kokon bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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