Harmochirus insulanus

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Harmochirus insulanus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Harmochirus
Art: Harmochirus insulanus
Wissenschaftlicher Name
Harmochirus insulanus
(Kishida, 1914)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:033697]

Die Spinnenart Harmochirus insulanus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Harmochirus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Harmochirus insulanus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Bei dem Männchen wirkt das Prosoma etwas würfelförmig und ziemlich hochgewölbt. Die Kopfplatte, der Thorax und die Seiten erscheinen fast senkrecht. Der Panzer ist ovalförmig und etwas länger als breit und weist einen ziemlich breiten abgerundeten hinteren Rand. Das Opisthosoma ist ebenfalls ovalförmig und weist eine dunkelbraune glänzende Färbung auf. Alle Beine sind lang und die Femoren, die Patellae sowie die Tibiae des ersten Beinpaares sind sehr kräftig gebaut. Alle anderen Segmente erscheinen schlank und glänzend. Am Rand der Segemente des ersten Beinpaares zeigen sich erhebliche Stacheln unter Tibiae I und Metatarsi I. An den übrigen Beinen zeigen sich nur wenige Stacheln. Der Panzer ist etwas runzlig und von brauner Färbung. Des Weiteren zeigt sich ein dünner weißer Randstreifen auf jeder Seite. Das erste Beinpaar weist eine braune Färbung auf. Die übrigen Beinpaare sind braungelb getönt und sind mit braunen Streifen besetzt, vor allem auf den Femoren sind diese braunen Streifen deutlich zu erkennen. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Harmochirus insulanus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: China und Japan. Sie hält sich überwiegend in den Regenwäldern auf und zeigt eine Vorliebe für Fallaub, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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