Haussperling

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Haussperling

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Sperlinge (Passeridae)
Gattung: Passer
Art: Haussperling
Wissenschaftlicher Name
Passer domesticus
(Linnaeus, 1758)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Haussperling (Passer domesticus), auch unter der Bezeichnung Spatz bekannt, zählt innerhalb der Familie der Sperlinge (Passeridae) zur Gattung Passer. Im Englischen wird der Haussperling house sparrow genannt.

Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) haben den Haussperling zum Vogel des Jahres 2002 gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Dieser kleine Haussperling ist ein Kulturfolger und zählt zu den am weitesten verbreiteten Vogelarten. Er erreicht eine Körperlänge von etwa 14,0 bis 16,0 Zentimeter. Das Gewicht beträgt etwa 24,0 bis 39,5 Gramm. Das Gewicht variiert je nach Geschlecht. Das Weibchen ist in der Regel kleiner als das Männchen. Der Haussperling weist eine großen runden Kopf, einen kurzen Schwanz sowie einen dicken Schnabel auf. Das adulte Männchen hat den Kopf düster aschgrau gefärbt. Von den Augen bis an die Seiten des Halses und Nackens zeigt sich eine kastanienbraune Färbung. Die Zügel und die Wurzel des Unterschnabels sind schwarz. Diese Färbung zieht sich unter dem Auge bis in die Ohrgegend. Der Hinterhals ist graubraun und die Wangen sind grau geschönt, darunter zeigt sich ein großer weißer Fleck, der sich neben der Kehle bis an den Schnabel zieht. Die Kehle und der Kropf sind schwarz gefärbt und der übrige Unterkörper ist von einer hellen bräunlich-grauen Färbung. Der Rücken ist hell rostbraun und schwärzlich gestreift. Der Hinterrücken und der Bürzel weisen eine bräunlich-graue Tönung auf. Die kleinen Flügeldeckfedern sind rostbraun und die mittleren sind weiß getönt und bilden zusammen eine Querbinde. Die großen Deckfedern sind braunschwarz und gelblich-rostbraun gekantet, ebenso die hinteren Schwungfedern. Die vorderen sind matt schwärzlich-braun und mit bräunlichen Säumen versehen. Der Schwanz hat dieselbe Farbe wie die vorderen Schwingen. Der Schnabel ist schwarz geschönt und das Auge weist eine dunkelbraune Färbung auf. Die Füße sind schmutzig fleischfarben. Im Herbst haben alle Federn helle Säume, wodurch die Färbung unrein wirkt. In der Regel weisen die Dorf- und Stadtspatzen ein ziemlich schmutziges Gefieder auf und erhalten erst nach einem ausgiebigen Bad ihre eigentliche Färbung wieder. Die Weibchen sind am Kopf und Nacken mäusefahl, am Rücken hellbraun und schmutzig rostgelb. Die Flügel und der Schwanz sind graubraun gefärbt und mit schmutzig rostgelben Kanten versehen.
Haussperling
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Haussperling
Die mittleren Flügeldeckfedern sind mit gelblich-weißen Enden besetzt. Die Zügel und die Wangen sind hell bräunlich-grau gefärbt. Die ganze Unterseite ist bräunlich grauweiß getönt. Die Jungen ähneln eher dem Weibchen, sind aber an den angeschwollenen gelben Mundwinkeln leicht zu erkennen.

Lebensweise

Der Haussperling ist ein sehr sozialer Vogel und lebt gerne gesellig. Ferner treten die Haussperlinge oft in größeren Schwärmen und häufig mit anderen Vogelarten auf. Er nistet auch gemeinschaftlich und die Nester befinden sich in der Regel in kleinen Kolonie. Des Weiteren führt der Haussperling soziale Aktivitäten wie zum Beispiel Staub- und Wasserbaden und soziale Gesänge in den Büschen. Der Haussperling ist sesshaft und selten entfernt er sich mehr als ein paar Kilometer vom Standort. Es gibt nur begrenzte Migrationen der sesshaften Population. Populationen, die in den Bergen leben, bewegen sich manchmal in niedrige Höhen und einige junge Haussperlinge dispergieren weite Strecken, vor allem an den Küsten. Darüber hinaus sind zwei Unterarten Passer domesticus bactrianus und Passer domesticus parkini sind im Gegensatz zu den sesshaften Populationen Zugvögel. Die nichtbrütenden Haussperlingen versammeln sich in großen Gruppen in den Bäumen und stimmen zusammen ihr Zwitschern und Tschilpen an. An Nahrungsplätzen und den Nestern sind die weiblichen Haussperlinge trotz ihrer geringeren Größe sehr dominant. Die Lautäußerungen aller Haussperlinge verfügen über ein kurzes und unaufhörliches Zirpen, das man in allen Variationen hören kann. Dies äußert sich in einem Zwitschern und Tschilpen. In der Brutzeit wiederholt das Männchen die Rufe mit viel Betonung und Geschwindigkeit, aber dabei bildet sich nicht viel Rhythmus. Die Rufe sind eher ekstatisch. Junge Haussperlinge dagegen können tatsächlich ein Lied trillern und klingt ähnlich dem Gesang des Grünfinks (Carduelis chloris). Aggressive männliche Haussperlinge äußern trällerne Versionen wie "chur-chur-r-r-it-it-it-it". Dieser Ruf wird auch von den Weibchen in der Brutzeit geäußert. Wenn Gefahr droht dann gibt es einen nasalen Alarmruf und ist der Haussperling in großer Bedrängnis dann äußert er einen schrillen Ruf.

Unterarten

Haussperling - Jugendlicher
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Haussperling - Jugendlicher
  • Passer domesticus domesticus - (Linnaeus, 1758)
  • Passer domesticus tingiatus - (Loche, 1867)
  • Passer domesticus balearoibericus - (Jordans, 1923)
  • Passer domesticus biblicus - (Hartert, 1904)
  • Passer domesticus mayaudi - (Kumerloeve, 1969)
  • Passer domesticus persicus - (Zarudny & Kudashev, 1916)
  • Passer domesticus niloticus - (Nicol & Bonhote, 1909)
  • Passer domesticus rufidorsalis - (Brehm, 1855)
  • Passer domesticus indicus - (Jardine & Selby, 1835)
  • Passer domesticus hufufae - (Tichehurst & Cheesman, 1924)
  • Passer domesticus hyrcanus - (Zarudny & Kudashev, 1916)
  • Passer domesticus bactrianus - (Zarudny & Kudashev, 1916)
  • Passer domesticus parkini - (Whistler, 1920)

Verbreitung

Haussperling
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Haussperling

Laut der Roten Liste der IUCN ist der Haussperling in folgenden Ländern weit verbreitet: Afghanistan, Albanien, Algerien, Andorra, Armenien, Österreich, Aserbaidschan, Bahrain, Belorussland, Belgien, Bhutan, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kambodscha, Kap Verde, China, Demokratische Republik Kongo, Kroatien, Zypern, Tschechische Republik, Dänemark, Ägypten, Eritrea, Estland, Färöer Inseln, Finnland, Frankreich, Gambia, Georgien, Deutschland, Gibraltar, Griechenland, Guadeloupe, Ungarn, Island, Indien, Indonesien, Islamische Republik Iran, Irak, Irland, Israel, Italien, Jordanien, Kasachstan, Kuwait, Kirgisistan, Demokratische Volksrepublik Laos, Lettland, Libanon, Libyen, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Republik Moldau, Mongolei, Montenegro, Marokko, Myanmar, Nepal, Niederlande, Nigeria, Norwegen, Oman, palästinensische Autonomiegebiete, Peru, Polen, Portugal, Katar, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Somalia, Spanien, Sri Lanka, Sudan, Schweden, Schweiz, Arabische Republik Syrien, Tadschikistan, Thailand, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate, Großbritannien, Usbekistan und Jemen.

Eingeführt wurde der Haussperling in folgenden Ländern: Anguilla, Argentinien, Aruba, Australien, Bahamas, Belize, Bermuda, Bolivien, Brasilien, British Indian Ocean Territory, Kanada, Kaimaninseln, Chile, Kolumbien, Komoren, Costa Rica, Kuba, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Falkland-Inseln (Malvinas), Guatemala, Haiti, Honduras, Jamaika, Lesotho, Malawi, Malediven, Mauritius, Mexiko, niederländische Antillen, Neukaledonien, Neuseeland, Nicaragua, Panama, Paraguay, Puerto Rico, Réunion, St. Pierre und Miquelon, Seychellen, Singapur, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln, Swasiland, Vereinigte Republik Tansania, Turks-und Caicosinseln, USA, Uruguay, Vanuatu, Venezuela, britische Jungferninseln, Virgin Islands und Simbabwe. Als Vagrant trifft man den Haussperling in Japan und in Vietnam an. Die Vögel haben sich auf allen Kontinenten angesiedelt. Haussperlinge sind Kulturfolger, die sich dem Menschen seit Beginn seiner Siedlungsgeschichte angeschlossen haben. Sie bauen ihre Nester oft in der Nähe von oder in Häusern, wie zum Beispiel unter Dachpfannen und in Mauerritzen.

Ernährung

Haussperling - Männchen
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Haussperling - Männchen

Die Haussperlinge ernähren sich hauptsächlich Getreidekörnern und von Unkraut-Samen. Aber der Haussperling ist ein Opportunist und sehr anpassungsfähig und pickt was verfügbar ist. In urbanen Gebieten werden sie in Ermangelung herkömmlicher Nahrung zu Allesfressern. Manchmal kann man die Haussperlinge in der Nähe von Supermärkten, Hotels oder auch in Zoos und in Tierparks beobachten, wie sie die Abfälle nach Nahrung durchstöbern. Wie bei vielen anderen Vögeln, benötigt der Haussperling harte Samen und Körner für die Verdauung. Bevorzugt werden dabei längliche und grobe Körner. Wenn keine Samen vorhanden sind und wo es keine andere Wahl gibt, dann begnügt er sich auch mit Hafer- und Weizenkörnern. Der Haussperling ernährt sich auch von pflanzlichen Stoffen, einschließlich Knospen, Beeren und Früchte wie Trauben und Kirschen. Des Weiteren spielen die Haussperlinge ebenfalls eine wichtige Rolle in der Natur. Da sie in der Natur hauptsächlich Insekten (Insecta) wie Käfer (Coleoptera), Raupen, Fliegen (Brachycera) und Blattläuse (Aphidoidea) verzehren. Auch werden Gliederfüßer (Arthropoda), Weichtiere (Mollusca), Krebstiere (Crustacea), Regenwürmer (Lumbricidae) und sogar Wirbeltiere (Vertebrata), wie Echsen (Lacertilia) und Frösche (Ranidae) nicht verschmäht. Die jungen Haussperlinge werden meist mit Insekten (Insecta) bis zu 15 Tage nach dem Schlüpfen gefüttert. Sie erhalten auch kleine Mengen von Saatgut. Des Weiteren werden den Jungen auch Spinnentiere (Arachnida) zugeführt. In den meisten Gebieten werden an die Nestlinge Heuschrecken (Orthoptera) und Grillen (Gryllus), Wanzen (Heteroptera), Ameisen (Formicoidea), Blattwespen (Tenthredinidae) und Käfer (Coleoptera) verfüttert.

Prädatoren

Haussperling - Weibchen
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Haussperling - Weibchen

Der Haussperling hat viele natürliche Feinde, dazu zählen unter anderem streunende oder verwilderte Hauskatzen (Felis catus), Greifvögel (Falconiformes) wie Merline (Falco columbarius), Raben und Krähen (Corvus), kleinere Eichhörnchen (Sciurus) und sogar der Mensch (Homo sapiens). In vielen Teilen der Welt konsumieren Menschen, vor allem im Mittelmeerraum, Haussperlinge. Auf den Straßen Europas ist der Haussperling das häufigste Opfer.

Parasiten

Der Haussperling ist von einer Reihe äußerer Parasiten befallen, die in der Regel wenig Schaden verursachen. In Europa sind die häufigsten Parasiten Milben (Acari, Acarida) wie zum Beispiel Proctophyllodes und Zecken (Ixodida) wie zum Beispiel Argas reflexus und Ixodes arboricola und Flöhe (Siphonaptera) wie zum Beispiel Ceratophyllus gallinae. Des Weiteren besetzen eine Reihe von Kieferläusen (Mallophaga) unterschiedliche Körperstellen des Haussperlings. Die Menacanthus-Läuse ernähren sich vom Blut und von den Federn, während die Brueelia-Läuse sich nur von Federn ernähren und Philopterus fringilliae tritt nur auf dem Kopf des Haussperlings auf.

Fortpflanzung

Unterart: Passer domesticus niloticus
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Unterart: Passer domesticus niloticus

Einige Vögel brüten in tropischen Gebieten, wenn sie nur ein paar Monate alt sind und noch ihr Jugenkleid besitzen. Vögel die zum ersten Mal brüten, sind selten jung und der reproduktive Erfol steigt mit dem Alter. Ältere Vögel brüten in der Brutzeit früher und ziehen mehr Junge auf. Der Zeitpunkt der Brutzeit variiert und ist abhängig von der Verfügbarkeit der Insekten. Vor der Brutzeit nehmen die Männchen die Nistplätze ein und rufen unaufhörlich, um die Weibchen anzulocken. Wenn ein Weibchen in Sicht ist, dann nähert sich das Männchen mit hängenden und zitternden Flügeln und hebt dabei seinen Kopf und fächert den Schwanz. Das Männchen versucht dann, dass Weibchen zu begatten. Jedoch nimmt das Weibchen eine Drohhaltung an und ergreift die Flucht. Das Männchen und auch die anderen Männchen verfolgen das Weibchen im Flug. Wenn das Weibchen bereit ist zu kopulieren, dann äußert das Weibchen ein weiches Rufen. Die Paare kopulieren häufger und das Männchen besteigt wiederholt das Weibchen. Der Haussperling führt eine monogame Ehe und das für ein Leben lang. Das Männchen bewacht sorgfältig seine Partnerin, da andere Männchen versuchen, sich mit der Partnerin zu paaren. Viele Vögel finden keinen Nistplatz und auch keinen Partner und dienen den Paaren als Helfer. Damit erhöht sich die Chance die Rolle als Partner zu übernehmen, wenn dieser gestorben ist. Die Nistplätze des Haussperlings sind vielfältig, aber er zieht Löcher oder Höhlen vor. Am häufigsten werden Traufen und andere Spalten von Häusern als Nistplatz ausgesucht. Darüber hinaus werden auch Felsspalten oder Baumhöhlen als Nistplatz verwendet Auch gräbt der Haussperling auch eigene Nester in Sandbänken oder legt Nester in morschen Ästen an, aber häufiger nutzt er verlassene Nester anderer Vögel wie zum Beispiel die Nester von Schwalben. In der Regel verwendet er ungenutzte Nester, obwohl er auch aktiv genutzte Nester bezieht. In Nordamerika nutzt der Haussperling die Baumhöhlen als Nistplatz und konkurriert mit Drosseln und anderen nordamerikanischen Höhlenbrütern. In wärmeren Gebieten baut der Haussperling häufig Nester im Freien wie zum Beispiel auf den Ästen von immergrünen Bäumen und von Weißdornen (Crataegus) oder bezieht die unteren Etagen der Nester von großen Vögeln wie Störche oder Elstern. Das Nest ist meist gewölbt, obwohl das Nest manchmal nicht überdacht ist. Die äußere Schicht wird mit Stängeln und Wurzeln stabilisiert und die mittlere Schicht wird mit abgestorbenen Gräsern und Blättern ausgekleidet.

Haussperling - Jugendlicher
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Haussperling - Jugendlicher

Innen ist das Nest mit Federn, Papierschnipseln und mit anderen weichen Materialien ausgepolstert. Das Nest hat die typischen Außenmaße von 20 x 30 Zentimeter, aber die Größe variiert stark. Der Nestbau wird durch das Männchen eingeleitet. Das Weibchen hilft beim Bau des Nestes mit, ist aber weniger aktiv als das Männchen. Einige Vögel bauen das ganze Jahr über Nester, vor allem nach der Mauser im Herbst. In kälteren Gebieten werden die Nester sogar in Straßenlaternen angelegt. Die Haussperlinge verteidigen aggressiv ihr Nest gegen Eindringlinge des gleichen Geschlechtes. Das Gelege besteht in der Regel aus vier bis fünf Eiern. Das Gelege kann aber auch nur aus einem Ei oder bis zu zehn Eiern bestehen. Die Größe des Geleges ist abhängig von Umwelt- und jahreszeitlichen Bedingungen. Gelegentlich tritt intraspezifischer Brutparasitismus auf, indem fremde Weibchen ihre Eier in das Nest ablegen und sogar eine ungewöhnliche große Anzahl von Eiern im Nest befindet. Solche fremden Eier werden manchmal erkannt und vom Weibchen sofort entfernt. Als Brutparasit ist die Fahlstirnschwalbe (Petrochelidon pyrrhonota) zu nennen. Die subelliptisch geformten Eier weisen eine weiße, bläulich-weiße oder grünlich-weiße Färbung auf und sind mit braunen doer grauen Flecken besetzt. Die Eilänge beträgt 20,0 bis 22,0 Millimeter und die Breite 14,0 bis 16,0 Millimeter und die durchschnittliche Masse etwa 2,9 Gramm. Die Eier der tropischen Unterarten sind deutlich kleiner. In der Brutzeit bildet sich beim Weibchen ein Brutfleck auf der Haut. Das Weibchen nimmt in der Inkubation die Hauptrolle ein, während das Männchen ab und an beim Brüten behilflich ist. Das Weibchen brütet hauptsächlich in der Nacht, während das Männchen sich in der Nähe des Nestes aufhält. Nach einer kurzen Inkubationszeit von 11 bis 14 Tagen schlüpfen die Jungen. Die Länge der Inkubationszeit nimmt mit steigenden Temperaturen ab. Die Nestlingszeit dauert in der Regel 11 bis 23 Tage oder 14 bis 16 Tage. Während dieser Zeit versorgen beide Elternteile die Jungen mit reichlich Nahrung. In den ersten Tagen schlucken die Eltern die Fäkalien der Jungen, später beseitigen sie die Fäkalien etwa 20 Meter vom Nest entfernt. Nach vier Tagen öffnen die Jungen ihre Augen und nach acht Tagen verlassen die Jungen schon das Nest und in diesem Stadiu sind sie schon in der Lage zu fliegen.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Haussperling heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Haussperling selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Weitere Synonyme

Haussperling
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Haussperling
  • Passer domesticus - (Linnaeus, 1758)
  • Passer domestica - (Linnaeus, 1758)
  • Passer indicus - Selby, 1835
  • Passer arboreus - Bonaparte, 1850
  • Passer confucius - Bonaparte, 1853
  • Passer rufidorsalis - Brehm, 1855
  • Passer engimaticus - Zarudny, 1903
  • Passer ahasvar - Kleinschmidt, 1904

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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