Heliophanus aeneus
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| Heliophanus aeneus | |
|---|---|
| Männchen
| |
| Systematik | |
| Klasse: | |
| Ordnung: | |
| Unterordnung: | Echte Webspinnen (Araneomorphae) |
| Familie: | Springspinnen (Salticidae) |
| Gattung: | Heliophanus |
| Art: | Heliophanus aeneus |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Heliophanus aeneus | |
| (Hahn, 1831) | |
Die Spinnenart Heliophanus aeneus, auch unter dem Synonym Heliophanus muscorum bekannt, gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Heliophanus.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Aussehen und Maße
Diese Spinne erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 4,5 bis 5,5 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 7 Millimeter und ist damit eine der größten Arten der Gattung. Der stark kupferglänzende Vorderkörper trägt bei beiden Geschlechtern außer einem schmalen, weißen Randstreifen keine hellen Zeichnungen. Der ebenfalls stark grün bis kupferglänzende Hinterkörper zeigt vorn einen weißen Randstreifen. Auf der Oberseite befinden sich in der Mitte zwei kleine weiße Haarpunkte, kurz vor dem Hinterende zwei größere Haarpunkte. Bei älteren Tieren ist von dem Weiß oft kaum noch etwas zu sehen, da die Schuppenhaare leicht abbrechen. Der Femur weist bei dem Weibchen eine schwarze Färbung auf. Bei dem Weibchen bilden die leuchtend gelben Pedipalpen ab der Patella einen deutlichen Kontrast zur insgesamt dunklen Färbung. Bei dem Männchen sind die Pedipalpen schwarz gefärbt und mit weißen Haarstreifen auf der Vorderseite besetzt. Die Beine sind auch bei dem Weibchen sehr dunkel gezeichnet, überwiegend schwarz, während die Beine bei dem Männchen mit weißen Haarstreifen gezeichnet sind. Tarsen und Metatarsen sind bei dem Weibchen etwas heller gefärbt. Die reifen Tiere sind fast ganzjährig anzutreffen. <2>
Lebensweise
Die Art besiedelt besonders gern Lesesteinhaufen am Rand von Feldern. Unter den Steinen findet man regelmäßig ihre pergamentartigen, weißen Gespinstsäcke, in denen die Tiere sich bei ungünstiger Witterung aufhalten. Darin kann man auch mitten im Winter adulte Exemplare finden.
Verbreitung
Die Spinne hält sich vorwiegend an sonnigen, steinigen Stellen, etwa auf Trockenrasen und unbewachsenem Ödland auf. In Mitteleuropa ist sie allgemein verbreitet und gebietsweise, etwa in den kalkhaltigen Mittelgebirgen, ziemlich häufig anzutreffen. In Deutschland ist die Spinne nach der Roten Liste gefährdet. <3>
Ernährung
Heliophanus aeneus erjagt die Beute aktiv, also nicht mit einem Netz. Als Lauer- und Anschleichjägerin wartet sie, bis sich ein Beutetier in erreichbarer Nähe befindet. Dann springt sie das Beutetier mit einem gezielten Sprung an und injiziert mit einem Biss ein hochwirksames Nervengift, was die Beute lähmt. Mit den Vorderbeinen wird das Tier festgehalten bis das Gift seine Wirkung entfaltet. Die Ortung der Beutetiere erfolgt dabei visuell.
Fortpflanzung
Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Das Weibchen legt die Eier am Boden unter Steinen oder Ästen in einem Gespinstkokon ab. Die Eier werden im Kokon geschützt eingewoben, welcher versteckt am Boden befestigt wird. Das Weibchen bewacht diesen Kokon bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel: die Klasse der
Spinnentiere (Arachnida)
- Hauptartikel: die Ordnung der
Webspinnen (Araneae)
Literatur und Quellen
- [2] ↑ [3] ↑ Dipl. Biol. Dr. METZNER, H. (1999): Die Springspinnen (Arachnida, Araneae, Salticidae) Griechenlands. Andrias 14: 1-279, Karlsruhe.
- Heiko Bellmann, Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, Kosmos, 2006 ISBN 3440107469
- Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
- Dick Jones, Der Kosmos-Spinnenführer, Frankh, 1990 ISBN 3440061418
- Heiko Bellmann, Spinnen. Beobachten - Bestimmen, Naturbuch-Verlag, 1992 Weltbild Verlag GmbH, Augsburg ISBN 3-89440-064-1
- Heliophanus aeneus (♂,♀) (Hahn, 1832)
