Helmperlhuhn

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Helmperlhuhn

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Perlhühner (Numididae)
Gattung: Helmperlhühner (Numida)
Art: Helmperlhuhn
Wissenschaftlicher Name
Numida meleagris
Linnaeus, 1758

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Das Helmperlhuhn (Numida meleagris) zählt innerhalb der Familie der Perlhühner (Numididae) zur Gattung der Helmperlhühner (Numida). Die Wildform des heutigen Hausperlhuhns (Numida meleagris domestica) ist das Helmperlhuhn.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Helmperlhuhn erreicht eine Größe von 55 bis 63 cm sowie ein Gewicht von 1.100 bis 1.600 Gramm. Das Gefieder ist überwiegend blaugrau und mit feinen Tupfen übersät. An Hals und oberen Rücken sowie im Nackenbreich ist ein rötlicher Schimmer im Gefieder erkennbar. Das Gesicht ist unbefiedert und weist eine weißliche bis bläuliche Färbung auf. Auf dem Hinterkopf trägt das Helmperlhuhn einen rötlichen Helm, an den Wangen jeweils einen großen roten Hautlappen. Die Beine sind mittellang und enden in kräftigen Füßen, mit denen das Huhn nach Nahrung scharrt. Die tagaktiven Vögel sind bodenbewohnend und ziehen sich nur zur Nachtruhe auf Bäumen zurück. Sie leben gesellig und sind oft in Gruppen von 50 bis 100 Tieren anzutreffen.

Verbreitung

Das Helmperlhuhn ist im tropischen und subtropischen Afrika beheimatet. Seine Hauptverbreitungsgebiete liegen südlich der Sahara in Süd- und Ostkenia, Süduganda und Süd- und Osttansania. Sie bewohnen Gras-, Busch- und Baumsavannen, Halbwüsten sowie am Rande von Waldgebieten.

Nahrung

Als Allesfresser nehmen sie neben Sämereien, Wurzeln, Blüten und andere pflanzliche Stoffe auch Insekten und deren Larven, Schnecken und dergleichen zu sich. Helmperlhühner verbringen den größten Teil vom Tag mit der Nahrungssuche und gehen immer in Gruppen auf Jagd nach Essbarem.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit rund einem Jahr erreicht. Die Paarungszeit beginnt mit dem Beginn der Regenzeit. Während der Paarungszeit leben die Vögel in Einehe. Die Nester werden an nicht einsehbarer Stelle im Dickicht oder im hohen Gras errichtet. Ein Gelege besteht meist aus 12 bis 15, selten auch bis 20 Eier und werden über einen Zeitraum von 24 bis 28 Tagen vom Weibchen ausgebrütet. Die Eier weisen eine Größe von 50 mal 40 Millimeter auf. Die geschlüpften Jungvögel sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Die Lebenserwartung liegt bei rund zehn Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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