Herbstzeitlose

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Herbstzeitlose

Systematik
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Lilienähnliche (Liliidae)
Ordnung: Lilienartige (Liliales)
Familie: Liliengewächse (Liliaceae)
Gattung: Zeitlose (Colchicum)
Art: Herbstzeitlose
Wissenschaftlicher Name
Colchicum autumnale
Linnæus, 1753

Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) zählt innerhalb der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) zur Gattung der Zeitlosen (Colchicum). Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde die Art im Jahre 1753 von dem schwedischen Naturwissenschaftler Carl von Linné. Im Englischen wird sie Autumn crocus ("Herbstkrokus") oder Meadow saffron ("Wiesensafran") genannt. Sie hat eine Vielzahl von Volksnamen, darunter Giftkrokus, Hundszwiebel, Hennengift, Lausblume und Teufelsbrot.

Als Zier- und Arzneipflanze wird die Herbstzeitlose bereits seit 1561 in Gärten kultiviert.

Inhaltsverzeichnis

Botanik

Pflanzenbeschreibung

Die Herbstzeitlose ist ein ausdauerndes Gewächs, deren Wurzel als zwiebelähnliche Knollen ausbildet sind. Diese sind bei Colchicum autumnale herzeiförmig und weisen äußerlich eine bräunliche Färbung und schuppige Struktur auf. Sie werden von Zugwurzeln, die aus ihnen heraus stark nach unten ins Erdreich wachsen und sich im Laufe der Wachstumsperiode verkürzen, tiefer ins Erdreich gezogen, in bis über 20 Zentimetern Tiefe, je nach klimatischen Bedingungen in einigen Regionen auch deutlich tiefer. Ab September bis Oktober, manchmal auch noch bis in den November hinein, recken sich ihre bis über 20 Zentimeter hohen Blütenstände aus dem Boden empor. Die Blüten weisen eine blassviolette bis rotviolette, selten weiße Färbung sowie allgemein große Ähnlichkeit mit den Blüten der im Frühjahr blühenden Krokusse (Crocus) auf. Zur Blütezeit im Herbst (daher der dt. Name) zeigen sie sich nackt und ohne Laubblätter, sie bestehen aus einer langen Kronröhre, die ihre Kronblätter in Form von sechs Zipfeln trägt. Aus der Kronröhre ragen die Geschlechtsblätter, Staubblätter mit Pollensäcken sowie drei respektive ein dreiteiliger Griffel mit Stempel, empor. Die sechs Staubbeutel produzieren männliche Geschlechtszellen (Pollen) und im dreifächrigen Fruchtknoten, der dem Griffel zugrunde liegt und bei der Herbstzeitlosen im Erdreich über der Zwiebelknolle in etwa 20 Zentimeter Tiefe liegt, werden weiblichen Geschlechtszellen (Eizellen) gebildet. Saugt ein Insekt (Insecta) am Nektar der Pflanze, nimmt es auch automatisch Pollen auf, der dann auf dem Stempel der nächsten Pflanze abgestreift wird. Hier werden dann Pollenkörner über den Griffel auf einem bis über 30 Zentimeter langen Weg zu den Eizellen im unterirdischen Fruchtknoten befördert, um diese zu befruchten. Bei der Herbstzeitlosen liegt der Fruchtknoten zunächst unter der Erde, hier entwickeln sich ab Herbst die Samen. Über den Winter sind auch die Blüten abgestorben und oberirdisch ist nichts von der Pflanze zu sehen. Im Frühjahr schiebt die Herbstzeitlose den dann noch bis zum Frühsommer weiter reifenden Samenstand aus der Erde. Der Samenstand kann bis über 20 Zentimeter hoch liegen. Die breiten, steifen und lanzettförmigen, tiefgrünen Laubblätter (ähnlich wie bei Tulpen) erscheinen im späten Frühjahr (ca. April). Ab spätestens Mitte Juli, oft schon früher, werden die Blätter nach dem Ausreifen der Frucht hinfällig.

Laubblätter der Herbstzeitlosen
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Laubblätter der Herbstzeitlosen

Entwicklung

Eine phänologische Besonderheit an der im Absatz "Pflanzenbeschreibung" bereits beschriebenen Entwicklung der Herbstzeitlosen ist, dass die Blütenstände sich erst im frühen Herbst, weit nach dem Austreiben des grünen Laubes im späten Frühjahr zeigen. Zur Blütezeit sind die Blätter bereits wieder verwelkt.

Namensherkunft

Der Name "Herbstzeitlose" ist auf die Blütezeit zurückzuführen, sie ist eine der wenigen Pflanzen, die bis in den Oktober hinein blühen. Die Gattungsbezeichnung "Colchicum" ist auf den Colchis (Kolchis) zurückzuführen, einer Landschaft, die an der Ostküste des Schwarzen Meeres gelegen ist und wo laut der griechischen Mythologie die Giftmischerin Meda lebte, des Weiteren liegt hier ein Teil des Verbreitungsgebietes einiger Zeitlosen-Arten.

Toxizität

Inhaltsstoffe

In der Herbstzeitlosen kommen neben dem Hauptwirkstoff Colchicin (C22H25NO6) etwa 20 weitere Alkaloide vor, darunter das giftige Demecolcin (C21H25NO5) und Colchicosid. Ein weiterer Wirkstoff ist Asparagin (C4H8N2O3). Daneben finden sich unter den Inhaltsstoffen auch 6 bis 17 Prozent Öle, Eiweißstoffe (Proteine), Zucker sowie bestimmte Stärken. Die höchste Konzentration der Gift- und Wirkstoffe findet sich in den Samenschalen und in der Zwiebelknolle, allgemein ist jedoch die gesamte Pflanze in all ihren Teilen giftig.

Colchicin
Das kristallisierbare Colchicin, C22H25NO6, ist Hauptwirk- und Giftstoff der Herbstzeitlosen, es kommt in gut ausgereiften Samen in einer recht konstanten Menge von 0,3 bis 0,5 (bis 1,5 ?) Prozent, sowie in den Blüten und den Laubblättern mit bis zu zwei Prozent vor. Entdeckt wurde Colchicin 1819 von Pierre Joseph Pelletier (1788-1842) und Joseph Bienaimè Caventou (1795-1877). Es gehört zur Stoffgruppe der Alkaloide und ist als hochgiftig (T+) einzustufen. Es zählt in seiner Wirkungsweise unter anderem zu den Zytostatika (Cyto = Zelle, statik = anhalten), es stört also die Zellteilungsvorgänge. Die Wirkungsweise beruht auf der Bindung des Colchicins an Tubulindimere, aus denen die Mikrotubuli aufgebaut sind. Dies führt zur (durchaus totalen) Hemmung aller zellulären Prozesse mit Beteiligung von Mikrotubuli. Auf die Chromosomen wirkt Colchicin, indem es die Ausbildung des Spindelapparates, insbesondere der Spindelfasern hemmt, die Zellteilung wird gestoppt. Wird die Mitose (Zell- bzw. Zellkernteilung) vollkommen gehemmt, zerfallen die Metaphasechromosomen in ihre beiden Chromatide. Allerdings werden sie nicht an ihre jeweiligen Zellpole transportiert (weil Spinelsafern-Ausbildung gehemmt), wodurch das Ausbleiben der Anaphase bewirkt wird. In der sogenannten Telophase werden die Einchromotid-Chromosomen von neuen Kernmembranen umschlossen, jedoch fällt die Zellteilung aus. Das Erbmaterial verdoppelt sich. Auch die Chromosomenzahl vermehrt sich, unter Einwirkung von Colchicin jedoch poliploid, es kommt also zu mindestens drei Chromosomensätzen (Genommutationen), weshalb das Alkaloid auch als Mutagen eingestuft und gezielt in der
Fruchtstand der Herbstzeitlosen
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Fruchtstand der Herbstzeitlosen
Forschung verwendet wird. Auch findet Colchicin als Mutagen in der Pflanzenzüchtung zur Polyploidisierung Anwendung, für Pflanzen ist es vergleichsweise ungiftig. In der Krebstherapie findet Colchicin aufgrund zu großer Giftigkeit keine Anwendung. Insgesamt ist die Herbstzeitlose mitunter eine der giftigsten Pflanzen der heimischen Flora. Die letale (tödliche) Dosis des Colchicins liegt bei rund 20 Milligramm, das entspricht knapp 5 Gramm Samen auf einen Erwachsenen.

Vergiftung

Eine Vergiftung mit der Herbstzeitlosen kann zum Beispiel dann vorkommen, wenn Kinder im Herbst die Blüten pflücken und, vielleicht ganz unbedacht, in den Mund nehmen. Sehr viel häufiger sind im späten Frühjahr Vergiftungen beim Menschen durch die Verwechslung mit Bärlauch-Blättern. Vergiftungsfälle sind auch bei allen Nutztier- und Haustierarten bekannt. Wichtig ist auch der Umstand, daß das Gift der Herbstzeitlosen beim Trocknen (in Heu) voll erhalten bleibt.

Die ersten Vergiftungserscheinungen treten erst nach mehreren Stunden auf (mehrstündige Latenzzeit), also dann, wenn die Toxine (Giftstoffe) bereits in den Blutkreislauf aufgenommen wurden. Dem entsprechend ist schnellst möglich erste Hilfe zu leisten. Man sollte die Vergiftungssymptome möglichst kennen, da kleinere Kinder die Symptome nach mehreren Stunden in der Regel nicht mehr mit der Blume in Verbindung bringen können, besonders wenn man bedenkt, dass es selbst Erwachsenen schwer fällt. Zu den Symptomen zählen ein Brennen im Mund, Hals- und Rachenraum (kann bereits früher Einsetzen als alle anderen Symptome), heftiges Erbrechen, welches auch nach einer Magenentleerung weiter anhält, anschließendes Erbrechen von Galle und Magenschleim, großer Durst gefolgt von Übelkeit, abdominalen Schmerzen, blutigem Harn und kolikartigen Durchfällen (Diarrhoe) mit stark üblem Geruch. Der Blutdruck fällt ab, der Puls ist zunächst leicht verlangsamt, steigt dann aber auf durchaus mehr als 150 Schläge pro Minute an, er ist kaum noch wahrzunehmen. Das Gesicht wird blass, Lippen und auch die Nase bekommen gegebenenfalls eine leicht blaue Färbung. Die Haut kann mit einem klebrigem Schleim bedeckt sein und die Krämpfe verursachende Wirkung setzt ein. Auch kardiale Arrhythmien (Herzrythmusstörungen), Atemnot und Lähmungserscheinungen können auftreten. Bereits bei dem Verdacht auf eine Herbstzeitlosenvergiftung und der damit verbundenen Colchicin-Intoxikation ist schnellstmöglich ein Krankenhaus aufzusuchen. Sonst sind die Folgen schwerwiegend, toxisch bedingte Lungenödeme, Nierenversagen, Gerinnungsstörungen, Haarausfall und Koma können die Folgen sein. Auch der Tod kann bei Überdosierung relativ schnell, gegebenenfalls innerhalb eines Tages, durch eine Lähmung der Atemmuskulatur oder durch einen Herz-Kreislaufstillstand eintreten! Von den Griechen des klassischen Altertums wurde die Herbstzeitlose "Ephemoren", also "die in einem Tag Tötende", genannt.

Statistik: In den Jahren 2000 bis 2004 wurde von 32 Vergiftungsfällen im Alter zwischen 27 und 90 Jahren berichtet. Davon sind 6 Fälle tödlich ausgegangen (entspricht 18,7 Prozent).

Therapie

Nach der Intoxikation von Colchicin und anderen Colchicum-Alkaloiden kann nach dem Alarmieren eines Notarztes vor dessen Eintreffen reichlich Eichen-Rindentee gegeben werden, bis dieser zum Erbrechen führt. Anschließend kann verdünnter, echter Weinessig gegeben werden, der schluckweise abgeschluckt werden soll. Am ehesten wird die Magenentleerung aber von einem Arzt durchgeführt. Nach stationärer Aufnahme kann der Darm entleert werden, um die restlichen Pflanzenteile aus dem Darm zu schaffen und die Aufnahme weiterer Giftstoffe zu verhindern. Des Weiteren kann eine Infusion mit gewöhnlichem Wasser angelegt werden, um die entgiftende Nierenfunktion anzuregen. Es können Medikamente zur Unterstützung des Kreislaufes, Atropin (C17H23NO3) gegen Verkrampfungen im Darm und Diazepam (Valium) gegen Konvulsionen (sich wiederholende, tonische und unwillkürliche Krämpfe) gegeben werden. Künstliche Beatmung sollte sofort einsetzbar sein, sollte die Atmung versagen.

Die beste Therapie liegt im Vermeiden einer Vergiftung. Kinder sollten früh genug vor Giftpflanzen allgemein und auch speziell vor der Herbstzeitlosen gewarnt werden. Ihnen muss klar gemacht werden, dass potentiell jede unbekannte Pflanze giftig ist und dass nie Pflanzenteile in den Mund genommen werden dürfen! Sammler von Kräutern für den Gebrauch in der Küche müssen die Giftpflanze kennen.

Verwechslungen

Trotz der großen Gefahr für Kinder sind öfters Erwachsene betroffen. Dies liegt daran, dass im Frühjahr die Laubblätter der Herbstzeitlosen sehr leicht mit denen des Bärlauchs (Allium ursinum) verwechselt werden können. Bärlauch wird vielfach in der Küche gebraucht. Auch eine Verwechslung mit dem Maiglöckchen (Convallaria majalis) ist nicht ausgeschlossen, dieses jedoch ist ebenfalls giftig.

Differenzierung anhand der Laubblätter.

Herbstzeitlose
(Colchicum autumnale)
geruchlos; länglich-lanzettliche Blätter; deutlichere Nervatur (Blattspreite); ungestielt; weißliche Blattscheide; immer aufrecht stehend und deutlich dicker und steifer als die des Maiglöckchen oder des Bärlauch.
Wirkstoff: Colchicin, tödlich giftig
Maiglöckchen
(Convallaria majalis)
geruchlos; elliptisch-lanzettliche Blätter, die am Blattende verstärkt zugespitzt sind; deutlichere Nervatur; lang gestielt; lange Blattscheide.
Wirkstoff: herzwirksame Glykoside, giftig
Bärlauch
(Allium ursinum)
Geruch leicht nach Knoblauch; Blätter elliptisch-lanzettlich und mit deutlicher Mittelrippe; gestielt; keine Blattscheide.
Wirkstoff: Lauchöle (Alkylsulfide), ungiftig

Medizin

Verwendete Pflanzenteile

Die arzneilich verwendeten Pflanzenteile der Herbstzeitlosen sind ihre Samen unter der Drogenbezeichnung Colchici semen sowie die Herbstzeitlosenzwiebel unter der Drogenbezeichnung Colchici bulbus. Die Samen werden vor der ersten Heumahd abgesammelt, die Zwiebel wird im Herbst ausgegraben. Die Samen sind frei von auffälligen Gerüchen sowie bitter und widerlich im Geschmack, die Zwiebel schmeckt zunächst süßlich, dann aber bitter und kratzend im Rachen. Sie kann etwas rettichartig riechen. Von einer Geschmacksprobe ist aufgrund der Toxizität abzuraten.

Heilwirkung und Anwendung

Die Zwiebeln sind aufgrund starkar Oxidationsreaktionen einiger Wirkstoffe möglichst schnell nach der Ernte zu verarbeiten. Aus den Samen kann mit Weingeist eine Tinktur (Colchici tinctura) zubereitet werden, welche, wie die gesamte Anwendung der Medikamente aus dieser Pflanze, rezeptpflichtig ist. Wegen der starken Giftigkeit erfolgt der größte Teil der Anwendung in der Homöopathie.

Von der Selbstmedikation ist dringend abzuraten, diese kann unter Umständen tödlich enden. In und durch die Hand eines Arztes hingegen stellt die Herbstzeitlose ein gut geeignetes Medikament gegen Gichtanfälle dar, wenngleich die Ursachen der Gichtanfälle damit nicht behandelt werden können, lediglich die Symptome. Dosierung und Behandlung sind auf jeden Fall von einem kundigen Arzt zu überwachen, er trifft auch die Entscheidung bezüglich der Anwendung reinen oder verdünnten Colchicins.

Homöopathie

In der Homöopathie wird die Herbstzeitlose als Homöopathikum Colchicum auch als Gichtmittel und bei rheumatischen Beschwerden der Gelenke eingesetzt, doch vor allem auch bei Magen- und Darmkatarrhen gebraucht. Ebenso wird es bei Kopfneuralgien, Kitzelhusten sowie Herz- und Kreislaufstörungen verwendet. Bei der Anwendung gegen Gicht verwendet man die Urtinktur und die niederen Potenzen D2 bis D4 des Colchicums. Bei Herzstörungen, Magen- und Darmbeschwerden werden die Potenzen D3 bis D6 gewählt.

Ferner verwendet man Colchicum bei Überempfindlichkeit der Sinne, insbesondere gegenüber geringsten Geräuschen oder gegenüber Speisegeruch, oft wiederholender Übelkeit, Würgen und Erbrechen, Fieber mit Hitzegefühl verbunden mit Durst, Frösteln, Bauchaufblähung, Durchfall, hohem Stuhldrang und Darmentzündungen. Auch bei Entzündungen der Nieren nach Rheuma oder Scharlach findet das Homöopathikum Anwendung.

Nebenwirkungen

Da die Dosierung zumeist relativ hoch angelegt werden muss, kommt es auch bei guter ärztlicher Überwachung durchaus zu unerwünschten Nebenwirkungen, zum Beispiel Durchfälle am zweiten Tag der Therapie. Auch nicht unbeachtet bleiben dürfen die Vergiftungssymptome, die auch bei leichter Überdosierung einsetzen können. Eine Überdosierung muss vermieden werden, sollte dennoch der Verdacht auf eine zu hohe Dosierung bestehen, ist der behandelnde Arzt sofort zu verständigen!

Verbreitung

Vorkommen

In Mitteleuropa kommt sie nur von der Mitte bis in den Süden in die Alpengebiete vor. Ihr Bestand und ihre Häufigkeit in der Natur sind bereits zurückgegangen. Allgemein nimmt ihre Bestandsdichte nach Süden zu jedoch deutlich zu, aber auch dort gehen die Populationen zurück. Die Pflanze war ursprünglich vor allem im östlichen Mittelmeerraum und von dort aus bis ins westliche Asien hinein verbreitet, hat sich aber nun, insbesondere mithilfe des Menschen, über weite Teile Europas und bis nach Zentralasien ausgebreitet. In dem Süden Deutschlands hat sie sich jedoch ohne menschliches Zutun ausgebreitet, ihr Status in Deutschland gilt daher als einheimisch.

Standort

Die Herbstzeitlose ist bevorzugt auf extensiv und nicht zu stark bewirtschaftetem Gelände mit feuchtem und nährstoffreichem Boden verbreitet. In der Regel kommt sie zwischen Gräsern vor,
Gereinigte Zwiebelknolle der Herbstzeitlosen
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Gereinigte Zwiebelknolle der Herbstzeitlosen
die sie nicht verdrängen, oder auch auf feuchten Wiesen in Wäldern und Auenwäldern. Auch Böschungen und Hänge stellen geeignete Standorte dar, sofern genügend Nährstoffe und Feuchtigkeit vorhanden sind. Die Herbstzeitlose verträgt am besten Halbschatten, aber auch volle Sonne, wenn sie nicht den gesamten Tag auf die Pflanze scheint. Stellen, die völlig ungeschützt vor Wind sind, erträgt die Herbstzeitlose nur ungern.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • GEO Themenlexikon: Tiere und Pflanzen: Geschöpfe, Arten, Lebensräume; Teil 1 / Bd. 33. ISBN 3765394638
  • Prof. Dr. Wilfried Probst, Petra Schuchardt: Abitur Duden Biologie. Basiswissen Schule, Bilbliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim, und DUDEN PAETEC GmbH, Berlin, 2. akualisierte Auflage, inkl. CD, ISBN 3411046120
  • M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen, Bechtermünz Verlag, ISBN 3-8289-1839-5
  • Richard Willfort: Gesund durch Heilkräuter, 9. Auflage 1967, Rudolf Taruner Verlag Linz, (ohne ISBN-Nummer)
  • W. Stichmann, U. Stichmann-Marny: Der Kosmos Pflanzenführer, Franckh Kosmos, ISBN 3-440-07364-5
  • W. Eisenreich, A. Handel und U. Zimmer: BLV-Handbuch Tiere und Pflanzen, BLV Verlagsgesellschaft mbH, ISBN 3-405-16740-X

Referenzierte Weblinks

Weblinks

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