Hipposideros griffini

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Hipposideros griffini
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Überfamilie: Hufeisennasenartige (Rhinolophoidea)
Familie: Rundblattnasen (Hipposideridae)
Unterfamilie: Hipposiderinae
Gattung: Eigentliche Rundblattnasen (Hipposideros)
Art: Hipposideros griffini
Wissenschaftlicher Name
Hipposideros cyclops
Vu Dinh Trong, Puechmaille, Denzinger, Dietz, Csorba, Bates, Teeling & Schnitzler, 2012

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Hipposideros griffini zählt innerhalb der Familie der Rundblattnasen (Hipposideridae) zur Gattung der Eigentlichen Rundblattnasen (Hipposideros). Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Erst im Jahre 2012 wurde Hipposideros griffini im nördlichen Vietnam in ungestörten Primärwäldern entdeckt. Morphologisch ähnelt die Art der Himalaya-Rundblattnase (Hipposideros armiger), ist jedoch deutlich kleiner. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind die akustischen Laute sowie abweichende mitochondriale DNA (Vu Dinh Trong, Puechmaille, Denzinger, Dietz, Csorba, Bates, Teeling & Schnitzler, 2012).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Art erreicht eine Unterarmlänge von 83,3 bis 90,0 mm, eine Schädellänge von 28,9 bis 30,0 mm, eine Ohrmuschelbreite von 23,5 bis 26,5 mm, eine Ohrmuschellänge von 27,5 bis 30,0 mm, eine Condylobasallänge von 25,5 bis 26,5 mm, eine Schädellänge von 28,9 bis 30,0 mm. Die Fellfärbung variiert zwischen gräulich bis braun wobei das dorsale Fell dunkler gezeichnet ist als das ventrale. Das vordere Nasenblatt ist besonders breit, die Zwischenblätter sind deutlich kleiner. Die Nasenblätter sind fleischig und nackt. Die Ohrmuschel ist am Vorderrand leicht konvex, am hinteren Rand im oberen Drittel konkav, ansonsten ebenfalls konvex. Der Jochbogen wirkt grazil und erweitert sich nach hinten leicht. Der Sagittalkamm ist kräftig entwickelt. Die Echoortungsrufe bewegen sich im Frequzenzbereich von 75.5 bis 79,2 kHz (Vu Dinh Trong, Puechmaille, Denzinger, Dietz, Csorba, Bates, Teeling & Schnitzler, 2012).

Lebensweise

Die akustischen Signale bestehen aus 3 Komponenten, einer kurzen Anfangsfrequenz, gefolgt von einer langen, konstanten Frequenz sowie einer kurzen Endfrequenz. In Abhängigkeit vom Bewegungszustand und dem Geschlecht liegen die akustischen Signale in einem Frequenzbereich von 75,5 bis 78,0 kHz. Über die Ernährungsweise und das Fortpflanzungsverhalten ist nichts bekannt (Vu Dinh Trong, Puechmaille, Denzinger, Dietz, Csorba, Bates, Teeling & Schnitzler, 2012).

Verbreitung

Hipposideros griffini ist im nördlichen Vietnam verbreitet. Nachgewiesen ist die Art im Cat Ba National Park, im Cat Hai District sowie im Chu Mom Ray-Nationalpark. Es werden das Festland und der Küste vorgelagerte Inseln besiedelt. Der Lebensraum kann gebirgig sein. Typisch sind jedoch primäre Regenwälder bis hin zu Karstgebieten. Gestörte Wälker und Plantagen werden hingegen eher selten besiedelt. Sowohl der Holotypus als auch alle Paratypen wurden in Karstgebieten gefunden (Vu Dinh Trong, Puechmaille, Denzinger, Dietz, Csorba, Bates, Teeling & Schnitzler, 2012).

Quellangaben

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge