Holoplatys semiplanata

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-Die Spinnenart ''[[Holoplatys semiplanata]]'' gehört innerhalb der {{familia}} der [[Springspinnen]] (''Salticidae'') zur {{genus}} ''[[Holoplatys]]''.+Die Spinnenart ''[[Holoplatys semiplanata]]'' gehört innerhalb der {{familia}} der [[Springspinnen]] (''Salticidae'') zur {{genus}} ''[[Holoplatys]]''. Diese Art weist eine große Ähnlichkeit mit der [[Rindenspringspinne]] (''Marpissa muscosa'') auf.
==Beschreibung== ==Beschreibung==
====Aussehen und Maße==== ====Aussehen und Maße====
-''Holoplatys semiplanata'' erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 10 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 12 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle {{species}}en aus der {{familia}} der [[Springspinnen]] (''Salticidae'') durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Die Spinne weist ein langes, flaches, ovales Prosoma, das anterior etwas kegelstumpfförmig wirkt. Das Opisthosoma zeigt ebenfalls eine langgestreckte, abgeflachte und ovale Form auf und ist bräunlich getönt. Diese Art weist eine große Ähnlichkeit mit der [[Rindenspringspinne]] (''Marpissa muscosa'') auf. +''Holoplatys semiplanata'' erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 10 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 12 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle {{species}}en aus der {{familia}} der [[Springspinnen]] (''Salticidae'') durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter ähneln sich in Färbung und Muster. Im Allgemeinen wirkt das Prosoma bei beiden Geschlechtern eher flach, länglich und weist eine sanfte hintere Neigung auf. Die Augenregion umfaßt etwa 40 Prozent der Panzerlänge. Die vorderen Augen liegen etwas breiter auseinander als die hinteren Augen. Das Opisthosoma ist ebenfalls langgestreckt und die Spinndüsen sind nicht sehr ausgeprägt. Der Clypeus wirkt eher schmal, vertikal zeigen sich zwei promarginale Zähne und ein retromarginaler Zahn. Die Maxillen sind doppelt so lang als das Labium. Die Vorderbeine bei dem Männchen sind lang und kräftig ausgebildet, die Tibiae weisen bei beiden Geschlechtern drei proventrale und drei retroventrale Stacheln auf, die Metatarsen besitzen zwei proventrale und zwei retroventrale Stacheln. Die Palpen sind dünn und lang, der Embolus ist S-förmig und das Tegulum ist oval geformt und weist häutige Lamellen an der Basis des Embolus auf.
-'''Geht noch weiter....'''+:'''Männchen''': In der Augenregion zeigt sich ein weißer Fleck, die Augen selbst weisen eine schwarze Färbung auf. Der Thorax besitzt median gelborange Streifen und die Seiten sind orangebraun getönt. Die Härchen sind insgesamt nicht sehr zahlreich, an den Seiten zeigen sich gelbliche Härchen und um die Augen orange und graue Härchen. Das schmutzig-gelbe Opisthosoma weist mittelbeige Streifen sowie zwei große kontrastierende dunkle Flecken und kleine weiße Flecken von lichtdurchlässigen Guaninkristallen auf, seitlich zeigen sich Reihen von dunkelgrauen Flecken. Die Spinndüsen sind ebenfalls von einer gelblichen Färbung. Der Clypeus weist eine orangebraune Tönung auf und ist mit weißen ausgefransten Härchen besetzt. Die langen Cheliceren sind braun gefärbt. Die Maxillen und das Labium sind orangebraun und weisen gelbe Spitzen auf. Das Sternum ist gelblich getönt. Das erste Beinpaar ist hell-orange-braun geringelt. Seitlich erscheinen die Beine etwas dunkler. Die Tibiae (Männchen und Weibchen) besitzen drei proventrale und drei retroventrale Stacheln. Die Metatarsen weisen zwei Paar lange und kräftige Stacheln auf. Das zweite Beinpaar ist proximal gelblich gefärbt und distal sind die Metatarsen dunkel-orange getönt. Das dritte und vierte Beinpaar sind ebenfalls von einer gelblichen Färbung und distal sind sie mit zum Teil dunklen Metatarsen versehen. Die Palpen sind in der Regel gelblich getönt.
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 +:'''Weibchen''': Die Färbung und die Musterung des Weibchens weisen wie bei dem Männchen eine große Ähnlichkeit auf, allerdings sind einige weibliche Exemplare etwas dunkler gefärbt als die männlichen Exemplare. Das erste Beinpaar ist bei dem Weibchen nicht so kräftig ausgeprägt wie bei dem Männchen. Die Tibiae weisen drei proventrale und drei retroventrale Stacheln auf. Die Metatarsen besitzen zwei Paar mehr Stacheln. Der Femur und die Patellen sind gelblich getönt, die Tibiae, die Metatarsen und die Tarsen weisen eine orange Färbung auf. Die Epigyne ist ziemlich groß ausgeprägt und besteht aus zwei Vertiefungen, die durch einen zentralen Damm geteilt sind.
====Lebensweise==== ====Lebensweise====

Version vom 19:35, 24. Jan 2009

Holoplatys semiplanata

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Holoplatys
Art: Holoplatys semiplanata
Wissenschaftlicher Name
Holoplatys semiplanata
Żabka, 1991

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:033964]

Die Spinnenart Holoplatys semiplanata gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Holoplatys. Diese Art weist eine große Ähnlichkeit mit der Rindenspringspinne (Marpissa muscosa) auf.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Holoplatys semiplanata erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 10 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 12 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter ähneln sich in Färbung und Muster. Im Allgemeinen wirkt das Prosoma bei beiden Geschlechtern eher flach, länglich und weist eine sanfte hintere Neigung auf. Die Augenregion umfaßt etwa 40 Prozent der Panzerlänge. Die vorderen Augen liegen etwas breiter auseinander als die hinteren Augen. Das Opisthosoma ist ebenfalls langgestreckt und die Spinndüsen sind nicht sehr ausgeprägt. Der Clypeus wirkt eher schmal, vertikal zeigen sich zwei promarginale Zähne und ein retromarginaler Zahn. Die Maxillen sind doppelt so lang als das Labium. Die Vorderbeine bei dem Männchen sind lang und kräftig ausgebildet, die Tibiae weisen bei beiden Geschlechtern drei proventrale und drei retroventrale Stacheln auf, die Metatarsen besitzen zwei proventrale und zwei retroventrale Stacheln. Die Palpen sind dünn und lang, der Embolus ist S-förmig und das Tegulum ist oval geformt und weist häutige Lamellen an der Basis des Embolus auf.

Männchen: In der Augenregion zeigt sich ein weißer Fleck, die Augen selbst weisen eine schwarze Färbung auf. Der Thorax besitzt median gelborange Streifen und die Seiten sind orangebraun getönt. Die Härchen sind insgesamt nicht sehr zahlreich, an den Seiten zeigen sich gelbliche Härchen und um die Augen orange und graue Härchen. Das schmutzig-gelbe Opisthosoma weist mittelbeige Streifen sowie zwei große kontrastierende dunkle Flecken und kleine weiße Flecken von lichtdurchlässigen Guaninkristallen auf, seitlich zeigen sich Reihen von dunkelgrauen Flecken. Die Spinndüsen sind ebenfalls von einer gelblichen Färbung. Der Clypeus weist eine orangebraune Tönung auf und ist mit weißen ausgefransten Härchen besetzt. Die langen Cheliceren sind braun gefärbt. Die Maxillen und das Labium sind orangebraun und weisen gelbe Spitzen auf. Das Sternum ist gelblich getönt. Das erste Beinpaar ist hell-orange-braun geringelt. Seitlich erscheinen die Beine etwas dunkler. Die Tibiae (Männchen und Weibchen) besitzen drei proventrale und drei retroventrale Stacheln. Die Metatarsen weisen zwei Paar lange und kräftige Stacheln auf. Das zweite Beinpaar ist proximal gelblich gefärbt und distal sind die Metatarsen dunkel-orange getönt. Das dritte und vierte Beinpaar sind ebenfalls von einer gelblichen Färbung und distal sind sie mit zum Teil dunklen Metatarsen versehen. Die Palpen sind in der Regel gelblich getönt.
Weibchen: Die Färbung und die Musterung des Weibchens weisen wie bei dem Männchen eine große Ähnlichkeit auf, allerdings sind einige weibliche Exemplare etwas dunkler gefärbt als die männlichen Exemplare. Das erste Beinpaar ist bei dem Weibchen nicht so kräftig ausgeprägt wie bei dem Männchen. Die Tibiae weisen drei proventrale und drei retroventrale Stacheln auf. Die Metatarsen besitzen zwei Paar mehr Stacheln. Der Femur und die Patellen sind gelblich getönt, die Tibiae, die Metatarsen und die Tarsen weisen eine orange Färbung auf. Die Epigyne ist ziemlich groß ausgeprägt und besteht aus zwei Vertiefungen, die durch einen zentralen Damm geteilt sind.

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum anderen, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Holoplatys semiplanata kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Australien sowie Neukaledonien. Sie hält sich überwiegend in gemischten Laubwäldern auf und wird oft unter loser Rinde von Bäumen, vor allem unter der Rinde von Eukalypten (Eucalyptus) gefunden. Dort kann sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf.

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt das Weibchen still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

  • Holoplatys semiplanata - Żabka, 1991
  • Holoplatys semiplanata - Żabka, 1991b

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge