Hypoblemum albovittatum

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Hypoblemum albovittatum

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Hypoblemum
Art: Hypoblemum albovittatum
Wissenschaftlicher Name
Hypoblemum albovittatum
(Keyserling, 1882)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:034082]

Die Spinnenart Hypoblemum albovittatum gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Hypoblemum.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Hypoblemum albovittatum erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 3 bis 4 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 4 bis 5 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. <2>

Der Augenbereich bei dem Männchen weist eine gelbliche Färbung mit zwei dunkel median gelegenen Flecken sowie transluzente weiß-gelbliche Flecken auf. Der anterior laterale und der posterior laterale Augenbereich weisen eine schwarze Färbung auf. Der hintere Teil und die Seiten des Prosoma sind bräunlich getönt. Die Brauen der vorderen Mittelaugen sind mit orangefarbenen Härchen und zentral mit weißlichen Härchen besetzt. Die übrigen Bereiche sind verstreut mit weißlichen und gelblichen Härchen bedeckt. Die Spinndüsen weisen eine schmutzig gelbe Färbung auf. Der mediane Teil des Abdomen ist mit kleinen hellen Flecken versehen. Bei einigen Exemplaren sind auch zwei Paar dunkle Flecken vorhanden. Die Seiten sind gleichmäßig dunkler getönt oder mit dunklen Streifen gezeichnet. Der Clypeus ist orangefarben. Die Cheliceren sind vertikal etwas geneigt und weisen promarginal zwei kleine getrennte Zähne sowie retromarginal einen einzelnen stumpfen Zahn auf. Die Maxillen sind ebenfalls orangefarben und sind seitlich etwas verdickt. Das Labium weist eine bräunliche Färbung auf. Der Bauch ist hellgrau getönt und mit weißlichen Flecken besetzt. Der Femur des ersten Beinpaares ist bräunlich und die Tarsi sind schmutzig gelb gefärbt. Die Tibiae sind mit zwei Paar ventrolateralen Stacheln besetzt. Die übrigen Beine sind nicht unterscheidungskräftig. Die Metatarsi der übrigen Beinpaare sind schmutzig orangefarben und die Tarsi sind gelblich getönt. Tibiae II ist mit einem prolateralen und drei ventrolateralen Stacheln besetzt und die Metatarsi weisen zwei Paar ventrolaterale Stacheln auf. Die Palpen sind mit einem langen und gebogenen Cymbium versehen. Das Tegulum zeichnet sich durch einen hinteren Lappen und durch einen gewundenen Samengang aus. Die Tibia weist eine massive retrolaterale Apophyse auf, die sich an der Spitze teilt und in Richtung Cymbium hakenförmig gebogen ist. <2>

Das Prosoma des Weibchens weist dieselbe Färbung wie bei dem Männchen auf, jedoch fehlen über den vorderen Mittelaugen die Brauen. Das Abdomen ist median mit einer hellen Zickzackleiste und anterior mit einer hellen Bande besetzt. Der übrige Bereich ist graubraun gefärbt und mit helleren Flecken versehen. Die Spinndüsen weisen eine graubraune Tönung auf. Der Clypeus ist orangefarben und mit weißen Borsten und dichten Härchen bedeckt. Die Cheliceren sind ebenfalls orangefarben und die Pedipalpen weisen eine schmutzig orangefarbene Tönung mit weißlich langen Härchen auf. Die Maxillen sind orangebraun mit einem gelben Saum versehen. Das Sternum ist ebenfalls schmutzig orangefarben und der Bauch ist beigefarben getönt. Das erste Beinpaar ist nicht sehr kräftig und ist von einer hellbraunen Färbung. Die Tibiae besitzen drei Paar ventrolaterale Stacheln und die Metatarsi weisen zwei Paar ventrolaterale Stacheln auf. Die übrigen Beine sind schmutzig gelb-orange und die Tarsi sind gelblich gefärbt. Die Behaarung der Beine ist nicht unterscheidungskräftig. Tibiae II ist mit einer Reihe von drei ventro-retrolateralen Dornen und Metatarsi II mit zwei Paar ventralen Stacheln besetzt. Die Epigyne ist groß, oval und mäßig sklerotisiert. Die Samentasche ist stark sklerotisiert, birnenförmig und weist einen internen Spiralkanal auf. <2>

Hypoblemum albovittatum
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Hypoblemum albovittatum

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Hypoblemum albovittatum kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Queensland und Neuseeland. Sie hält sich überwiegend auf Sträuchern und Pflanzen auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf, wie zum Beispiel in Wohnsiedlungen an Hauswänden. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung in der mittleren Kammer des Wohngespinstes eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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