Icius subinermis
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| Icius subinermis | |
|---|---|
| Männchen
| |
| Systematik | |
| Klasse: | |
| Ordnung: | |
| Unterordnung: | Echte Webspinnen (Araneomorphae) |
| Überfamilie: | Salticoidea |
| Familie: | Springspinnen (Salticidae) |
| Gattung: | Icius |
| Art: | Icius subinermis |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Icius subinermis | |
| Simon, 1937 | |
Die Spinnenart Icius subinermis gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Icius.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Aussehen und Maße
Diese vor allem im männlichen Geschlecht attraktiv gefärbte Art erreicht eine Körperlänge von etwa 5 bis 7 Millimeter. Die Geschlechter zeigen wieder eine deutlich verschiedene Zeichnung. Bei dem Männchen ist der hintere Teil des Vorderkörpers schwarz gefärbt, im vorderen findet sich oben eine rotbraune und weiße Behaarung, die nach hinten in ein weißes Dreieck ausläuft. Die Stirn ist zwischen und neben den Augen der ersten Reihe rot behaart, darüber und darunter jeweils weiß gestreift. Der Hinterkörper trägt oberseits einen weißen Längsstreifen, daneben ein breites, schwarzes Band, das innen rot gerandet ist. Am Außenrand folgt nochmals ein sehr schmaler, weißer Streifen. Die hinteren drei Beinpaare sind blaß gelblich gefärbt, das vordere dunkelbraun. Auffällig sind bei dem Männchen die verstärkten Vorderbeine, das Weibchen weist dieses Merkmal nicht auf. Das deutlich plumpere Weibchen zeigt eine insgesamt sehr helle Färbung, die durch eine weiße und rötliche Behaarung entsteht. Oben auf dem Vorderkörper liegt dicht hinter dem Stirnrand eine braune Querbinde. Über den Hinterkörper laufen zwei unregelmäßig begrenzte, schwarze Längsbinden, die zwischen sich einen breiten, hellen Streifen freilassen und an der Hinterleibsspitze zusammenfließen. Die reifen Tiere sind im Herbst und vermutlich über den Winter bis zum Frühjahr zu finden. <2>
Lebensweise
Die Spinne baut in Fruchtständen von Binsen oder unter Steinen an Bachufern Gespinstsäcke, in denen sie sich bei ungünstiger Witterung aufhält.
Verbreitung
Die Art lebt vorwiegend an feuchten Stellen, etwa an Gewässerufern oder auf Feuchtwiesen. Im Mittelmeergebiet ist sie weit verbreitet und gebietsweise zum Beispiel in Südfrankreich nicht selten anzutreffen. In Mitteleuropa fehlt die Spinne, wurde aber einmal in Köln in einem Gewächshaus gefunden. <3>
Ernährung
Icius subinermis erjagt die Beute aktiv, also nicht mit einem Netz. Als Lauer- und Anschleichjägerin wartet sie, bis sich ein Beutetier in erreichbarer Nähe befindet. Dann springt sie das Beutetier mit einem gezielten Sprung an und injiziert mit einem Biss ein hochwirksames Nervengift, was die Beute lähmt. Mit den Vorderbeinen wird das Tier festgehalten bis das Gift seine Wirkung entfaltet. Die Ortung der Beutetiere erfolgt dabei visuell.
Fortpflanzung
Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Das Weibchen legt die Eier am Boden unter Steinen oder Ästen in einem Gespinstkokon ab. Die Eier werden im Kokon geschützt eingewoben, welcher versteckt am Boden befestigt wird. Das Weibchen bewacht diesen Kokon bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.
Anhang
Siehe auch
- Hauptartikel: die Klasse der
Spinnentiere (Arachnida)
- Hauptartikel: die Ordnung der
Webspinnen (Araneae)
Literatur und Quellen
- [2] ↑ [3] ↑ Dipl. Biol. Dr. METZNER, H. (1999): Die Springspinnen (Arachnida, Araneae, Salticidae) Griechenlands. Andrias 14: 1-279, Karlsruhe.
- Heiko Bellmann, Kosmos-Atlas Spinnentiere Europas. Und Süßwasserkrebse, Asseln, Tausendfüßer, Kosmos, 2006 ISBN 3440107469
- Hans-Eckhard Gruner, Hans-Joachim Hannemann und Gerhard Hartwich, Urania Tierreich, 7 Bde., Wirbellose Tiere, Urania, Freiburg, 1994 ISBN 3332005022
- Dick Jones, Der Kosmos-Spinnenführer, Frankh, 1990 ISBN 3440061418
- Heiko Bellmann, Spinnen. Beobachten - Bestimmen, Naturbuch-Verlag, 1992 Weltbild Verlag GmbH, Augsburg ISBN 3-89440-064-1
- Icius subinermis Simon, 1937
- Icius subinermis (♂,♀) Simon, 1937
