Japanischer Laubfrosch

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Japanischer Laubfrosch

Systematik
Klasse: Lurche (Amphibia)
Unterklasse: Lissamphibia
Ordnung: Froschlurche (Anura)
Unterordnung: Moderne Froschlurche (Neobatrachia)
Familie: Laubfrösche i.w.S. (Hylidae)
Unterfamilie: Hylinae
Gattung: Laubfrösche (Hyla)
Art: Japanischer Laubfrosch
Wissenschaftlicher Name
Hyla japonica
Günther, 1859

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Japanische Laubfrosch (Hyla japonica), auch unter den Synonymen Hyla stepheni, Hyla arborea ussuriensis, Hyla sodei-campi und Hyla ussuriensis bekannt, zählt innerhalb der Familie der Laubfrösche i.w.S. (Hylidae) zur Gattung der Laubfrösche (Hyla). Der generische Name leitet sich aus dem Griechischen hyla (zum Holz gehörend) ab. Im Englischen wird der Japanische Laubfrosch japanese tree frog genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Japanische Laubfrosch kann eine Kopf-Rumpf-Länge von etwa 30,0 bis 52,0 Millimeter erreichen. Der Japanische Laubfrosch ist dem Europäischen Laubfrosch (Hyla arborea) sehr ähnlich, unterscheidet sich aber von diesem durch einen dunklen Fleck auf der Oberlippe unter dem Auge. Ferner fehlt die inguinale Schleife und die Hinterbeine sind etwas kürzer. Das Trommelfell ist kleiner als das Auge. Die dorsale Haut ist glatt und die Bauchhaut ist granuliert. Die Färbung und der Sexualdimorphismus sind ähnlich denen des Europäischen Laubfroschs. Die dunkel gefärbte seitliche Binde regelmäßig mit Flecken durchzogen und teilweise auch reduziert. Die Finger- und Zehenspitzen weisen runde Haftscheiben auf.

Lebensweise

Der Japanische Laubfrosch hält sich häufig in Reisfeldern auf und ruht während es Tage auf Reisblättern und auf Laubholz. In den frühen Abendstunden und in der Nacht wird er aktiv und erbeutet kleine wirbellose Tiere. Die Männchen besitzen eine Schallblase und man hört schon von Weitem ihre Lockrufe. Der Lockruf dieser Art klingt wie eine Ente.

Verbreitung

Der Japanische Laubfrosch kommt auf Hokkaidō um Yakushima in Japan und in Korea entlang des Ussuri bis Nordosten Chinas sowie im Norden der Mongolei und im südlichen russischen Fernen Osten vor.

Ernährung

Die Nahrung besteht aus verschiedenen Arthropoden wie Spinnentiere, Wanzen, Käfer, Schmetterlinge, Fliegen und Ameisen, die aus dem Hinterhalt bei Tag und bei Nacht erbeutet werden.

Fortpflanzung

Die Laich- und Larvalentwicklung erfolgt in kleinen stehenden Gewässern, Entwässerungsgräben und langsam fließenden Bächen mit dichter Vegetation. Nach erfolreicher Paarung legt das Weibchen die Eier in einer kleinen Anzahl von Laichklumpen ab. Nach der Reifung der Eier schlüpfen die Larven. Dies geschieht in der Regel in zwei bis drei Tagen. Kurz nach dem Schlupf ernähren sie sich vom Dottersack ihres Eies. Kurz danach machen sie bereits Jagd auf Mikroorganismen und Plankton und zelluläre Abfallstoffe. Dabei sind sie keineswegs wählerisch. Erbeutet wird alles, was sich überwältigen läßt. Das Gebiss beteht aus hornartigen Kiefern, die mit feinen Raspelzähnen besetzt sind. Der Körper ist langgestreckt und setzt sich letztlich aus einem Kopf und Magen sowie kräftigem Schwanz zusammen. Der Schwanz dient den Kaulquappen zur Fortbewegung und Steuerung. Der Schwanz ist mit einem Saum versehen, der sich bis zum Kopf erstreckt. Die Augen liegen seitlich am Kopf. Die Atmung erfolgt über innere Kiemen, dem sognannten Spritzloch (Spiraculum). Gegen Ende der larvalen Entwicklung erfolgt die Ausbildung der Extremitäten. In der Übergangsphase hält sich der Jungfrosch meist noch in der Nähe des Laichgewässers auf, ehe er vollständig das aquatile Leben aufgibt. Während der Anfangsphase lebt der Jungfrosch noch von seinen Reserven, wobei der Schwanz vollständig resorbiert wird. Erst danach geht der Jungfrosch aktiv auf die Jagd und verläßt sein Heimatgewässer. Dabei stellt er seine Ernährungsgewohnheiten vollständig um.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Japanische Laubfrosch heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Japanische Laubfrosch selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt. Die größte Bedrohung geht wahrscheinlich von der Abholzung der Wälder für die landwirtschaftliche Entwicklung sowie durch illegale Bepflanzungen, menschliche Besiedlungen und Verschmutzung infolge des Besprühens von illegalen Kulturen mit Pestiziden aus.

Anhang

Literatur und Quellen

Qualifizierte Weblinks

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