Königs-Glanzfasan

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Königs-Glanzfasan
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Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Glanzfasane (Lophophorus)
Art: Königs-Glanzfasan
Wissenschaftlicher Name
Lophophorus impejanus
Latham, 1790
Verbreitungsgebiet

Der Königsglanzfasan (Lophophorus impejanus), der auch Himalayaglanzfasan, Rostschwanz-Glanzfasan oder Gelbschwanz-Glanzfasan genannt wird, zählt zur Familie der Fasanenartige (Phasianidae) und gehört zur Gattung der Glanzfasane (Lophophorus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Königs-Glanzfasan erreicht eine Körperlänge von rund 50 cm, eine Schwanzlänge von 20 bis 23 cm sowie ein Gewicht von 2.100 bis 2.350 Gramm. Weibchen bleiben etwas kleiner und leichter als Männchen. Das Gefieder des Männchens ist äußerst farbenprächtig und schimmert je nach Lichteinfall in grünen, rötlichen, violetten und blauen Farbtönen. Die Bauchseite ist schwarz. Weibchen sind einheitlich graubraun gefärbt. Durch die kurzen aber kräftigen Beine, die eine dunkelblaue Färbung aufweisen, wirken Königs-Glanzfasane eher plump. Der recht lange und kräftige Schnabel ist an der Oberseite leicht nach unten gebogen und ermöglicht das Graben im Erdboden. Der Oberschnabel ist deutlich länger als der Unterschnabel. Die Färbung des Schnabels ist gräulich bis hornfarben und ist zum Schnabelansatz hin etwas dunkler. Die Iris ist braun bis dunkelbraun.

Der leicht viereckige Schwanz besteht aus bis zu zwanzig Federn und ist abgeflacht. Das Männchen hat auf dem Oberkopf eine Federholle, die zur Spitze hin jeweils in eine Fahne endet. Die Färbung der Federholle ist meist grünlich. Während des Winters leben Königs-Glanzfasane in kleinen Gruppen von bis zu 30 Tieren und gemischt geschlechtlich besetzt sind. Zur Brutzeit sondern sich Paare ab. Der Königs-Glanzfasan ist in seiner Art noch nicht bedroht.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich rund um den Himalaya. Insbesondere in Tibet, Nepal, Kaschmir, Nordwest-Pakistan, dem östlichen Afghanistan und dem nördlichen Indien sind die Vögel weit verbreitet. Im Sommer sind sie in Höhen von bis zu 4.000 Meter über NN. im Bereich der Baumgrenze anzutreffen. Zum Winter hin ziehen sie in Täler, die sich auf rund 2.000 Meter über NN. befinden. Sie bevorzugen mit Büschen bewachsene Berghänge sowie lichte Wälder, die sowohl aus Laub- als auch aus Nadelbäumen bestehen können.

Nahrung

Königs-Glanzfasane ernähren sich von Knollen, Früchten wie Beeren, Sämereien aller Art sowie Würmern und Insektenlarven. Ihre Nahrung suchen sie nur am Boden. Dabei scharren sie nicht mit ihren Füßen nach Nahrung sondern durchwühlen den Boden mit ihrem Schnabel, der eine schaufelartige Form aufweist.

Fortpflanzung

Der Königs-Glanzfasan erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Brutzeit erstreckt sich in ihren natürlichen Lebensräumen über die Monate April bis Juni. Während der Balz vollführt der Hahn aufwendige Balzflüge. An der Brut und der Aufzucht nimmt der Hahn nicht teil. Das Weibchen legt die Eier in eine einfache Erdmulde, die im Schutze von Büschen errichtet wird. Sie legt zwischen vier und fünf cremefarbene Eier, die eine rostbraune Sprenkelung sowie ein Gewicht von 60 bis 80 Gramm aufweisen. Die Eier werden von ihr über einen Zeitraum von gut 27 Tagen ausgebrütet. Die Jungfasane bleiben bis zur nächsten Brutsaison bei der Mutter. Junghähne bekommen ihr adultes Federkleid im zweiten Lebensjahr. Die Lebenserwartung liegt bei den Königs-Glanzfasanen bei rund 30 Jahren.
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