Königsnattern

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Königsnattern
Gewöhnliche Königsnatter (Lampropeltis getula)

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Colubrinae
Gattung: Königsnattern
Wissenschaftlicher Name
Lampropeltis
Fitzinger, 1843

Verbreitungsgebiet
Vebreitungsgebiet der Königsnattern

Die ungiftigen Königsnattern (Lampropeltis) gehören innerhalb der Ordnung der Schlangen (Serpentes) zur Familie der Nattern (Colubridae). Die Gattung wurde erstmals im Jahre 1843 von Leopold Fitzinger beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Königsnattern sind schlanke, kräftige Würgeschlangen. Der Kopf setzt sich leicht bis deutlich vom Rest des Körpers ab. Die Grundfärbung reicht von schwarz über braun, braunrot und gelb-orange bis hin zu hellgrau. Einige ahmen die zum Teil sehr giftigen Korallenottern (Micrurus) nach, um sich so vor Feinden zu schützen. Die Gesamtlängen reichen je nach Art von 35 bis 200 cm.

Allgemeines Verhalten

Die Königsnattern sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, kommen manchmal aber auch tagsüber aus ihren Verstecken. In der Regel verbergen sie sich am Tage jedoch unter Steinen, zwischen Felsspalten, in hohlen Bäumen, unter Blech und Rindstücken oder in Erdhöhlen. Je nach Verbreitungsgebiet halten sie auch eine Winterruhe. Alle Lampropeltis-Arten sind gute Kletterer, halten sich aber bevorzugt auf dem Boden auf.

Fortpflanzung

Alle Königsnattern legen Eier. Nach der Paarung tragen die Weibchen diese 6 bis 10 Wochen aus und legen sie in eine Grube ab. Die juvenilen Schlangen schlüpfen nach etwa 55 bis 80 Tagen und nehmen nach der ersten Häutung das erste Mal Nahrung zu sich. Die Geschlechtsreife tritt nach drei bis vier Jahren ein, sie erreichen ein Alter von 5 bis 12, in Gefangenschaft auch bis zu 20 Jahre.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Königsnattern reicht von den östlichen und südöstlichen USA über Mittelamerika bis in das nördliche Südamerika. Dort bewohnen sie Halbwüsten, Prärien, Trockenwälder und tropische Regenwälder. Als Kulturfolger sind sie auch auf Feldern und Plantagen zu finden, wo sie gern gesehen sind, da sie eine Massenvermehrung von Mäusen verhindern und das Feld von Giftschlangen freihalten.

Prädatoren

Zu den Prädatoren der Königsnattern zählen besonders Greifvögel (Falconiformes) und Katzen (Felidae). Auch Kojoten (Canis latrans), Waschbären (Procyon lotor) und andere Königsnattern oder gar Artgenossen fressen häufig Lampropeltis-Arten.

Ernährung

Lampropeltis-Arten ernähren sich überwiegend von kleinen Säugetieren (Mammilia), Vögeln (Aves), kleinen Amphibien (Amphibia) und Echsen (Lacertilia). Bekannt sind die Arten der Gattung dafür, dass sie auch andere Schlangen fressen, wobei sie
Graustreifen-Königsnatter (Lampropeltis alterna)
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Graustreifen-Königsnatter (Lampropeltis alterna)
keinen Unterschied zwischen einer ungiftigen Kornnatter und einer hochpotenten Texas-Klapperschlange sehen. Sie sind kräftige Würgeschlangen und töten ihre Beute durch Erdrosseln, bevor diese im Ganzen verschlungen wird.

Systematik der Königsnattern

Die Gattung Lampropeltis umfaßt momentan acht Arten und zahlreiche Unterarten.

Gattung: Königsnattern (Lampropeltis)

Art: Graustreifen-Königsnatter (Lampropeltis alterna)
Art: Prärie-Königsnatter (Lampropeltis calligaster)
Art: Gewöhnliche Königsnatter (Lampropeltis getula)
Art: Mexikanische Königsnatter (Lampropeltis mexicana)
Art: Sonora-Königsnatter (Lampropeltis pyromelana)
Art: Queretaro-Königsnatter (Lampropeltis ruthveni)
Art: Milchschlange (Lampropeltis triangulum)
Art: Kalifornische Königsnatter (Lampropeltis zonata)

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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