Kaibabhörnchen

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Kaibabhörnchen

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)
Gattung: Eichhörnchen (Sciurus)
Art: Aberthörnchen (Sciurus aberti)
Unterart: Kaibabhörnchen
Wissenschaftlicher Name
Sciurus aberti kaibabensis
Merriam, 1905

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Das Kaibabhörnchen (Sciurus aberti kaibabensis) zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Eichhörnchen (Sciurus). Und ist eine Unterart des Aberthörnchens, das sich vor Millionen von Jahren entwickelte, als sich der Grand Canyon durch Erosionen teilte und der Kiefernwald im Norden seine Heimat wurde. Im Englischen wird das Kaibabhörnchen Kaibab Squirrel genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Kaibabhörnchen hat einen 35 cm langen dunkelgrauen, leicht rötlichen bis schwarzen Körper, der weiße, buschige Schwanz ist noch mal 25 cm lang. Auf der Oberseite des Schwanzes verläuft ein dunkelgrauer Streifen vom Schwanzansatz bis zur Spitze. Die Unterseite des Körpers ist meist schwarz, die Oberseite des Körpers ist heller. An den Ohren sitzen lange Haarpinsel, diese können bei älteren Tiere eine Länge von 25 bis 50 Millimeter erreichen. Während sie im Winter aufrecht und dunkel sind, sind sie im Sommer kaum zu sehen. Das tagaktive Hörnchen baut sein Schlafnester in den Zweigen von Bäumen. Die Nester werden von den Nagern aus Zweigen und Kiefernadeln errichtet.

Das Kaibabhörnchen wurde früher als eigenständige Art (Sciurus kaibabensis) klassifiziert. Nach heutigen Untersuchungen wird es jedoch als Unterart des Aberthörnchens (Sciurus aberti) eingestuft.

Verbreitung

Die Hauptpopulation des Hörnchens lebt in einem 800 km² großen Areal, im sogenannten Kaibab-Plateau, welches am Nordrand des Grand Canyon im Südwesten der USA in Arizona liegt. Dort bewohnt es vor allem die Kiefernwälder, bevorzugt die der Gelbkiefer, welche seine bevorzugte Nahrung darstellt.

Ernährung

Das Kaibabhörnchen ernährt sich hauptsächlich von Gelbkieferzapfen. Neben dieser Hauptnahrung ernährt es sich auch von Eicheln, unterschiedlichen Früchten, Pilzen, Sämereien und Rinde.

Fortpflanzung

Der Nager bringt seine Jungen im selbstgebauten Nest zur Welt. Dies geschieht zwischen April und August.

Gefährdung, Schutz

Nachdem 1965 der Kaibab National Forest auf dem Plateau unter Naturschutz gestellt wurde, war die grundsätzliche Arterhaltung vorerst gesichert. Jedoch konnte dieser Schutz das Kaibabhörnchen nicht vor verwilderten Hunden und Katzen, die dem Tier nachstellten. Zusätzlich ist die Population durch seine starke Abhängigkeit von den Gelbkieferbeständen äußerst instabil. Um ein Aussterben aufgrund von Seuchen und anderen Katastrophen vorzubeugen, hat man es auch in anderen Regionen Arizonas eingebürgert. Dies geschah nach einem Tief gegen 1990, als die Population im Park nur gut 500 Individuen zählte.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

Links

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