Schopfwachtel

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Schopfwachtel

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Zahnwachteln (Odontophoridae)
Gattung: Callipepla
Art: Schopfwachtel
Wissenschaftlicher Name
Callipepla californica
(Shaw, 1798)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Die Schopfwachtel (Callipepla californica), die auch Kalifornische Schopfwachtel genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Zahnwachteln (Odontophoridae) zur Gattung Callipepla. Im Englischen wird die Schopfwachtel california quail genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen, Maße

Die Schopfwachtel erreicht eine Körperlänge von gut 25 Zentimeter, eine Flügellänge von zehn bis zwölf Zentimeter sowie ein Gewicht von 160 bis 190 Gramm. Die Geschlechter zeigen einen nur gering ausgeprägten Geschlechtsdismorphismus. Man kann sie allenfalls anhand der Größe unterscheiden, Männchen werden etwas größer als Weibchen. Kopf und Obergefieder sind überwiegend bräunlich gefärbt. Das Gefieder an Kehl-, Brust- und Bauchbereich weisen eine typische schwarzweiße Schuppenzeichnung auf. Die Schuppenzeichnung ist im Kehl- und Brustbereich blaugrau, an der Bauchseite ist sie deutlich dunkler gefärbt. Bei Männchen kann der Kehlbereich auch schwarz gefärbt sein. Die einzelnen Federchen in diesen Bereichen sind schwarz abgesetzt. Markant ist die kleine, breite Haube auf dem Oberkopf, die eine schwarze Färbung aufweist. Der Schnabel ist kurz und kräftig, die Färbung liegt zwischen grau und dunkelgrau. Die Haube ist beim Weibchen etwas weniger stark ausgeprägt. Die Beine sind bei beiden Geschlechtern grau gefärbt.

Lebensweise

Schopfwachteln leben in kleinen sozialen Gruppen, nur selten aber auch paarweise. Die Gruppenstärke kann zwischen 20 und 35 Individuen betragen. Nicht selten schließen sich auch einzelne Gruppen zu regelrechten Schwärmen zusammen. Diese Schwärme können durchaus einige hundert Tiere umfassen. Mit Beginn der Paarungs- und Brutzeit lösen sich die Schwärme und Gruppen auf und die Tiere gehen in eine paarweise Lebensweise über. Schopfwachteln sind ausgesprochen sesshaft und ziehen nur wenig umher. Trotz ihrer recht kurzen Flügel zählen Schopfwachteln zu den guten Fliegern. Im Flug können sie durchaus Geschwindigkeiten von über 70 km/h erreichen. Die Normalgeschwindigkeit beträgt allerdings lediglich zwischen 20 und 25 km/h.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Schopfwachtel erstreckt sich über die westlichen Landesteile der USA und Kanada sowie über das nördliche Mexiko. Darüber hinaus kommen die Vögel auch im Hochland von Chile und Argentinien vor. In Australien und Neuseeland wurde die Schopfwachteln eingeführt. Schopfwachteln bewohnen zumeist Trocken- und Steppenregionen. In einigen Gegenden werden Schopfwachteln auch als Ziergefügel in Parkanlagen gehalten.

Ernährung

Die Schopfwachtel sucht ihre Nahrung am Boden ihres Lebensraumes. Sie ernährt sich hauptsächlich von Sämereien und gelegentlich auch von Früchten und Beeren. Der Nachwuchs wird anfangs hauptsächlich mit nahrhaften Insekten gefüttert.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit Beginn des zweiten Lebensjahres erreicht. Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten über die Monate Mai bis Juli. In der Regel kommt es nur zu einem Gelege im Jahr. Meist werden die Nester in dichter Vegetation errichtet. Dies sind meist sandige Flächen in der Nähe eines Gewässers. Die Nester werden mit weichen Pflanzenteilen ausgepolstert. Die Hähne beteiligen sich sowohl beim Nestbau als auch bei der Aufzucht des Nachwuchses. Insbesondere kommt ihnen bei der Verteidigung des Geleges eine große Bedeutung zu. Ein Gelege besteht zumeist aus 15 bis 25 Eier. Die Größe der Eier beträgt etwa 3,2 mal 2,4 Zentimeter und weisen eine cremefarbene Färbung auf. Der Schlupf der Küken erfolgt in der Regel nach 22 oder 23 Tagen. Das Bebrüten erfolgt in der Regel vom Weibchen alleine. Die Küken gelten als Nestflüchter und folgen kurz nach der Geburt den Eltern. Nach rund vier Wochen sind die Jungvögel selbständig.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört die Schopfwachtel heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Die Schopfwachtel ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt die Schopfwachtel selten oder nur spärlich vor. Trotz des hohen Jagddrucks sind die Schopfwachteln nur gering gefährdet. In der Roten Liste der IUCN wird die Schopfwachtel als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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