Kapkobra

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Kapkobra

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Giftnattern (Elapidae)
Gattung: Echte Kobras (Naja)
Art: Kapkobra
Wissenschaftlicher Name
Naja nivea
Linnaeus, 1758

Die Kapkobra (Naja nivea) gehört innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae) zur Gattung der Echten Kobras (Naja).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Kapkobras im Tierpark Berlin
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Kapkobras im Tierpark Berlin

Die Kapkobra erreicht eine durchschnittliche Länge von 1,30 bis 1,60 Meter. In seltenen Fällen auch bis 1,8 Meter. Sie hat einen schlanken Körperbau. Der recht flache Kopf setzt sich deutlich vom Körper ab. Die Körperfärbung variiert sehr stark und kann Färbungen von gelblichbraun über rotbraun bis braunschwarz aufweisen. Als tagaktiver Jäger hat sie verhältnismäßig große Augen mit runden Pupillen. In der kalten Jahreszeit, in der Regel zwischen November und Februar, hält sie Winterruhe.

Diese Kobra-Art verfügt über kleine, gefurchte Giftzähne, die im Oberkiefer starr verankert sind. Bei Gefahr gibt sie ein fauchendes Warngeräusch von sich und spreitzt, typisch für Kobras, ihren Nacken. Das injizierte Gift ist das stärkste aller afrikanischen Arten der Gattung der Echten Kobras und zählt auch unter den Giftnattern allgemein zu den sehr stark wirkenden Schlangengiften. Es hat vor allem neurotoxischen Charakter und führt bei Beutetieren binnen Minuten zum Tode. Auch für den Menschen ist dieses Gift sehr gefährlich, da es Lähmungen der Atemmuskulatur und der Extremitäten auslöst. Ohne rasche Hilfe kann der Biss einer Kapkobra zum Tode führen, wie es bereits mehrfach passiert ist und leider auch noch immer vorkommt.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Südwestafrika, das südliche Namibia bis nach Botswana. Die Kapkobra hält sich vorwiegend in trockenen und steinigen Gegenden mit Wassernähe auf. Als Kulturfolger dringt die Schlange auch in menschliche Siedlungen, zum Teil auch in Häuser ein.

Nahrung

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Ihre Hauptnahrung sind vorwiegend Kleinsäuger wie Mäuse und Ratten, aber auch Reptilien und Amphibien werden gerne gefressen.

Fortpflanzung

Die Paarung erfolgt in den Monaten Februar bis April. Das Weibchen legt im Juni oder Juli rund 15 bis 20 Eier in verlassene, feuchte Nagetierbauten. Der Schlupf der Jungschlangen erfolgt ja nach Temperatur nach 5 bis 7 Wochen.

Anhang

Siehe auch

Links

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