Kenia Gottesanbeterin

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Kenia Gottesanbeterin

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Ordnung: Fangheuschrecken (Mantodea)
Familie: Gottesanbeterinnen (Mantidae)
Gattung: Parasphendale
Art: Kenia Gottesanbeterin
Wissenschaftlicher Name
Parasphendale affinis
Giglio-Tos, 1915

Die Kenia Gottesanbeterin (Parasphendale affinis) gehört innerhalb der Familie der Gottesanbeterinnen (Mantidae) zur Gattung der Parasphendale.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Weibchen werden bis fünf cm groß und haben einen massigen Hinterleib. Die Männchen hingegen werden nur 3,5 cm groß und sind extrem zierlich gebaut. Deren Flügel ragen weit über den sehr dünnen Hinterleib heraus. Bei den Weibchen bedecken sie nur 2/3 des Hinterleibes. Das Tier sieht sehr unscheinbar aus, vorwiegende Farben sind verschiedene Grautöne. Die Flügel sind weiß umsäumt. Wenn sich aber die Gottesanbeterin von einem vermeintlichen Feind bedroht fühlt, kommen ihre schillernden Farben zum Ausdruck. Die Fangarminnenseite ist grell orange mit schwarzen Streifen. Die Kenia Gottesanbeterin klappt sie erhoben nach aussen, um zu signalisieren "ich bin gefährlich". Unterstützend klappt sie ihre Flügel auf, die auf der Unterseite kräftig weinrot-zinnober und schwarz-silbrig schimmern. Dadurch vergrößert sie ihre Gestalt und schreckt durch ihre Warnfarben Fressfeinde ab. In dem Verbreitungsgebiet durchlebt sie extreme Temperaturschwankungen, die am Tage 35°C und in der Nacht 15°C betragen können. Die Weibchen haben eine Lebenserwartung von etwa 90 Tagen, die Männchen dagegen nur von 30 Tagen. In dieser Zeit häuten sie sich siebenmal, und erst in der letzten Häutung (Reifehäutung) bekommen sie Flügel.

Verbreitung

Die Kenia Gottesanbeterin kommt in Ostafrika in den Ländern Äthiopien, Kenia und Somalia vor.

Nahrung

Die Kenia Gottesanbeterin frißt alle Arten von Insekten, die sie mit ihren Fangarmen erbeutet und lebend verspeist. Meistens beginnt die Kenia Gottesanbeterin den Kopf als erstes zu fressen. Wahrscheinlich, um von wehrhaften Tieren nicht verletzt zu werden.

Fortpflanzung

Paarung
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Paarung

Die Männchen sind erst nach der Reifehäutung flugfähig und somit extrem gute Flieger. Durch die Pheromone (Lockstoffe des Weibchens), die das Männchen mit seinen sehr langen Fühlern aufnimmt, wird es zum paarungsbereiten Weibchen geführt. Dort angekommen, muss das Männchen nach einem bestimmten Ritual werben. Erst, wenn das Weibchen die Fangarme von sich streckt, kann das Männchen sie besteigen und die Paarung vollziehen. Die Paarung kann einige Stunden dauern. Macht das Männchen allerdings einen Fehler, wird es als Beute kurzerhand gefressen. Es kommt durchaus auch vor, dass das Männchen während der Paarung vom Weibchen verspeist wird, trotzdem läuft die Paarung weiter. Das Männchen lässt sich nach vollzogener Paarung einfach fallen, um nicht als Appetiser zu enden. Nach etwa zehn Tagen fängt das Weibchen an, das erste Eipaket (Oothek) abzusetzen, nachdem es einen geeigneten Ort ausgemacht hat, presst sie aus dem Hinterleibsende eine schaumartige Masse. In dieser Masse sind etwa 200 Eier enthalten. Die Masse verhärtet sich zu einer pergamentartigen Figur und bildet somit einen Schutz für die Eier. Außerdem kann das Gebilde Feuchtigkeit aufnehmen und auch halten. Nach etwa sechs Wochen schlüpfen die ersten Nymphen. Sie hängen noch an einem Fädchen bis das Chitin ausgehärtet ist. Dann trennen sie sich schnell, um nicht von den Geschwistern gefressen zu werden.

Anhang

Literatur und Quellen

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