Kleiner-Spindelohrwurm

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Kleiner-Spindelohrwurm
Bild:Copyright.jpg Aufnahme von Danilo Matzke (Entomologe)

Taxonomie
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Teilklasse: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Ohrwürmer (Dermaptera)
Unterordnung: Eudermaptera
Überfamilie: Forficuloidea
Familie: Forficulidae
Unterfamilie: Cosmiellinae
Gattung: Liparura
Art: Kleiner-Spindelohrwurm
Wissenschaftlicher Name
Liparura charlottea
Matzke, 2012

Der Kleiner-Spindelohrwurm (Liparura charlottea) zählt innerhalb der Familie Forficulidae zur Gattung Liparura. Er ist der kleinste Vertreter der Gattung Liparura. Viele Arten aus dieser Gattung sind vorwiegend im Himalaya verbreitet. Das Aussehen ähnelt einer Spindel. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Kleine Art, Körperlänge (♂ und ♀) von Labrum bis Spitzen der Zange gemessen 7,6-10,2 mm. Grundfarbe gelbbraun bis braun, Kopf mehr orange und Zange mehr dunkelbraun, Beine gelblich braun. Kopf groß, breiter als das Pronotum, Frontal- und Coronalnähte sehr deutlich, Hinterkopf wirkt geschwollen. Antennen 10-11gliedrig. 1. Antennenglied lang, aber nur etwa 60% des Abstandes zwischen den Antennenbasen. Pronotum etwas breiter als lang, Seitenränder breit und hell gelblich, Mittelfurche deutlich, die Vorder- und Hinterecken breit verrundet, Hinterrand konvex. Flügel: Tegmina unregelmäßig punktiert und relativ kurz, einzelnes Tegmen etwa so lang wie breit, Hinterrand schräg abgestutzt und leicht konkav, die seitlichen Längskiele sind sichtbar, breiter als Halsschild, Hinterrand so breit wie der Kopf. Hinterflügel fehlen.

Beine allgemein relativ kurz, die nach hinten ausgestreckten Hinterbeine erreichen nur knapp die Cercusbasis. Abdomenseiten konvex, in der Mitte wesentlich breiter als vorne und hinten, die vorderen Segmente nach hinten deutlich erweitert. Seitenkiele der Tergite fehlen, Tergite und Sternite stark und tief punktiert. Drüsenfalten des 3 und 4. Tergits sehr deutlich, Drüsenfalten auf 3. Tergit deutlich kleiner als auf 4. Letztes Tergit einfach zur Basis der Zange hin abfallend und mit einer starken Kante über der Cercusbasis. Pygidium klein, einfach, leicht konvex abgestutzt. Zange relativ gedrungen. Beim Männchen der Innenrand nahe der Basis mit kurzen, vereinzelten Zähnchen; der dorsale Innenrand der Zange etwas nach oben gebogen und stark zur Mitte hin erweitert, die Erweiterungen der beiden Zange berühren sich fast; distal davon Zange kreisförmig im Querschnitt, leicht gebogen und die Spitzen nach innen stehend sich aber nicht berührend. Zange der Weibchen einfach gerade, lang und spitz zulaufend, der Innenrand sehr fein gezähnelt. Männliches Genitalorgan lang und schlank, Genitallobus fast so lang wie die externen Parameren, diese sind für Liparura typisch gut entwickelt, stumpf.

Weibchen
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Weibchen

Verbreitung

Im östlichen Nepal in der Region Kosi, Mure, 2000-2100 m, wurde nur dort gefunden wahrscheinlich endemisch.

Ernährung

Nichts Näheres bekannt!

Fortpflanzung

Nichts Näheres bekannt!

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • MATZKE, D. (2012): Ein Beitrag zur Ohrwurmfauna Nepals mit einer Beschreibung einer neuen Ohrwurmart – in: HARTMANN, M & J. WEIPERT (Hrsg.): Biodiversität und Naturausstattung im Himalaya IV. -Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Erfurt e. V., Erfurt: 149-179

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