Kleiner Panda

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Kleiner Panda

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Kleinbären (Procyonidae)
Unterfamilie: Ailurinae
Gattung: Kleine Pandas (Ailurus)
Art: Kleiner Panda
Wissenschaftlicher Name
Ailurus fulgens
Cuvier, 1825

IUCN-Status
Endangered (EN) - IUCN

Der Kleine Panda (Ailurus fulgens), auch Roter Panda genannt, gehört innerhalb der Familie der Kleinbären (Procyonidae) zur Gattung der Kleinen Pandas (Ailurus) und wird auch Katzenbär genannt. Der Begriff "Panda" ist aus dem nepalesischen abgeleitet und heisst übersetzt Bambusfresser.

Inhaltsverzeichnis

Systematik

In der Wissenschaft gilt die Zuordnung des Kleinen Pandas zu den Kleinbären als umstritten und wird kontrovers diskutiert. Viele Wissenschaftlicher sehen die Art daher in einer einigen Familie und führen den Kleinen Panda in der Familie Ailuridae. Die morphologischen Charakteristika ähneln denen der Kleinbären, jedoch weisen Übereinstimmungen in der DNA auf eine Verwandtschaft mit den Bären (Ursidae) hin. Neuste molekularsystematische Forschungsergebnisse sind aktuelle Grundlage für die Zuordnung in einer eigene Familie.

Beschreibung

Der Kleine Panda erreicht eine Körperlänge von 50 bis 65 cm, ein Gewicht von bis zu 4 Kg sowie eine Schwanzlänge von 50 bis 60 cm. Das Fell ist auf dem Rücken und den Flanken kupferrot gefärbt. Die Bauchseite ist dunkelbraun. Das hübsch gezeichnete Gesicht ist überwiegend weiß bis hellbraun. Die Nasenspitze ist schwarz, die Augen dunkelbraun. Über die Wangen erstrecken sich beidseitig dunkelbraune Streifen. Der sehr lange und buschige Schwanz ist ebenfalls kupferrot und mit gelblichen Ringen gemustert. Die Beine sind recht kurz aber kräftig und enden in scharfe, rückziehbare Krallen. Der kleine Panda ist ein dämmerungs- und nachtaktiver Einzelgänger, der nur selten in Familienverbänden anzutreffen ist. Das eigene Revier wird mit einem Sekret aus den Analdrüsen markiert. Neben dem Menschen haben kleine Pandas nur wenige Feinde. Zu ihnen gehört u.a. der Schneeleopard. Aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume ist der kleine Panda mittlerweile vom Aussterben bedroht und wird in der roten Liste des IUCN als bedrohte Art geführt.

Unterarten

Verbreitung

Die kleinen Pandas bewohnen vorzugsweise Bambuswälder in Höhen von bis zu 4.000 Metern. Sie sind insbesondere im Südosten Chinas, Nepal und Burma verbreitet.

Kleiner Panda
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Kleiner Panda

Nahrung

Die Tiere ernähren sich überwiegend von jungen Bambussprossen, Früchten, Beeren und Wurzeln. Hier und da wird der Speiseplan mit Insekten, Eiern und Vogelbrut aufgebessert.

Fortpflanzung

Der kleine Panda erreicht die Geschlechtsreife mit rund 2 Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich über die Monate Januar bis Anfang März. Das Weibchen bringt nach einer Tragezeit von 115 bis 150 Tagen in einer Baumhöhle zwischen einem und vier Jungtiere zur Welt. Die Jungen sind bereits behaart aber noch blind. Nach rund 3 Wochen öffnen sie erstmals ihre Augen. Sie werden etwa 5 Monate lang von der Mutter gesäugt. Ab dem 2. Lebensmonat stellt sich die elterliche Fellfärbung ein. Nach 8 bis 9 Monaten sind die Jungtiere selbständig und verlassen ihre Mutter. In Gefangenschaft können die Tiere ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen, in Freiheit etwa 8 bis 10 Jahre.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

Links

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