Kleiner Pferdespringer

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Kleiner Pferdespringer

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Springmausartige (Dipodoidea)
Familie: Springmäuse (Dipodidae)
Unterfamilie: Allactaginae
Gattung: Pferdespringer (Allactaga)
Art: Kleiner Pferdespringer
Wissenschaftlicher Name
Allactaga elater
(Lichtenstein, 1825)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Kleine Pferdespringer (Allactaga elater) zählt innerhalb der Familie der Springmäuse (Dipodidae) zur Gattung der Pferdespringer (Allactaga). Im Englischen wird der Kleine Pferdespringer Small Five-toed Jerboa genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Insgesamt 11 Arten der Gattung aus den kalten Wüsten des Irans, Afghanistans bis in die Mandschurei und in den heißen Wüsten des Mittleren Ostens und Nordostafrikas vertreten. Charakterisiert besonders durch Fusion der Mittelfußknochen des der zweiten, dritten und vierten Zehe, welche das sogenannte Kanonenbein formen. Dadurch ist eine enorme Sprungkraft möglich. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 9,0-11,5 cm, die Schwanzlänge 14,4-18,5 cm und das Gewicht 44-73 Gramm. Der Schwanz ist im Verhältnis zum Körper sehr lang, die Ohren und Hinterbeine sind ebenfalls verlängert. Das Rückenfell ist dunkel bräunlich, an den Seiten braun-weißlich-gelb gefärbt. Die Schwanzquaste ist zweifarbig, wobei Nacken, Brust und Bauch rein weiß sind. Die Hinterbeine verfügen über fünf lange Zehen welche am Ende weiß behaart sind.

Lebensweise

Ist in Wüsten und Halbwüsten verbreitet. Höhlen können bis zu 60 cm tief sein und bis zu 138 cm in die Länge gehen. Die Tiere sind Einzelgänger und ernähren sich von Insekten, Samen, Blättern, Wurzeln und Stängeln.

Verbreitung

Die Verbreitung erstreckt sich vom Norden Xinjiangs (China), durch den Iran bis zum Kaukasus.

Fortpflanzung

Jedes Weibchen kann zwischen 2 bis 3 Würfe mit 3 bis 5 Jungen nach einer Tragzeit von etwa 28 Tagen gebären. In Freier Wildbahn werden Jungtiere hauptsächlich im Frühling und Sommer geboren. Die Unabhängigkeit erreichen die juvenilen Tiere im Alter von etwa 8 bis 10 Wochen. Die Lebenserwartung liegt in Freiheit bei 3 bis 4 Jahren, in Gefangenschaft bei durchaus 6 Jahren.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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