Kleines Präriehuhn

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Kleines Präriehuhn

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)
Familie: Fasanenartige (Phasianidae)
Gattung: Präriehühner (Tympanuchus)
Art: Kleines Präriehuhn
Wissenschaftlicher Name
Tympanuchus pallidicinctus
Ridgway, 1873

IUCN-Status
Vulnerable (VU) - IUCN

Das Kleine Präriehuhn (Tympanuchus pallidicinctus) zählt zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae) und gehört zur Gattung der Präriehühner (Tympanuchus). Früher wurde diese Art als Unterart des Präriehuhns (Tympanuchus cupido i.w.S.) aufgefasst <1> <2> .

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Kleine Präriehuhn erreicht eine Körperlänge von 40 bis 45 Zentimeter sowie ein Gewicht von 700 bis 800 Gramm. Das Gefieder ist überwiegend sandfarben bis hellbraun gefärbt. Dunkelbraune und weißliche Querbänder durchziehen das gesamte Gefieder. Diese Zeichnung macht sie in ihrer natürlichen Umgebung fast unsichtbar. Unterhalb des Schnabels, im Kehlbereich ist das Gefieder meist cremefarben. Die unbefiederte Haut über den Augen ist sandfarben bis leicht gelblich. Die kurzen Beine weisen eine leichte Befiederung auf. Die Geschlechter weisen keinen Geschlechtsdismorphismus auf. Die Populationen haben in den letzten 50 Jahren dramatisch abgenommen. Hauptgrund ist hier insbesondere die Umwandlung von unberührter Prärie in Weide- und Farmland. Die Art gilt heute als gefährdet und wird als solche auch in der Roten Liste des IUCN geführt.

Verbreitung

Das heutige Verbreitungsgebiet erstreckt sich nur über den mittleren Südwesten der USA. Hier kommen sie im äußersten Südosten Colorados, im äußersten Südwesten von Kansas, im Westen Oklahomas, im Norden von Texas und im Osten New Mexicos vor <1> <3> . Sie bewohnen das offene Grasland der Prärie und sind meist im hohen Gras verborgen. Hier und da sind sie auch an Waldrändern oder in lichten Eichenwäldern unterwegs.

Ernährung

Zur Hauptnahrung der Kleinen Präriehühner zählen Gräser, Körner, Sämereien und Insekten. Selbst größere Früchte von Eicheln werden gerne gefressen. Ihre Nahrung suchen sie scharrend am Boden. Sie gehen überwiegend in den frühen Morgen- und Abendstunden auf die Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt etwa mit einem Jahr ein. Die Paarungszeit beginnt in den natürlichen Verbreitungsgebieten etwa Ende April, Anfang Mai. Während der Paarungszeit kommt es unter den Männchen zu ritualisierten Kommentkämpfen. Charakteristisches Hochspringen und Anheben des Schwanzes kennzeichnet das Werbeverhalten der Männchen. Stellt sich ein Männchen dabei besonders geschickt an, so wird es vom Weibchen als Gatten auserkoren. Nach einer kurzen Begattung war es das auch schon mit den ehelichen Pflichten und das Männchen zieht von dannen. Im hohen Gras richtet sich das Weibchen ein unscheinbares Nest ein. Hier hinein legt sie rund zwölf bis fünfzehn Eier, die sie 24 bis 26 Tage lang bebrütet. Die Küken sind Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen Insekten und Sämereien. Nach vier bis fünf Wochen sind sie dann flügge und selbständig.

Literatur und Quellen

  • [1] National Geographic Society (1983): Field Guide to the Birds of North America. - Washington, D.C.: 464 S. ISBN 0870445073, 5. Aufl. (2006): ISBN 0792253140
  • [2] Wolters, H. E. (1982): Die Vogelarten der Erde. Eine systematische Liste mit Verbreitungsangaben sowie deutschen und englischen Namen. ISBN 3490091183
  • [3] Sibley, D. A. (2000): National Audubon Society: The Sibley Guide to Birds. Alfred A. Knopf, New York. 545 S. ISBN 0-679-45122-6

Links

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