Kometenfalter

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Kometenfalter

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Pfauenspinner (Saturniidae)
Unterfamilie: Saturniinae
Tribus: Saturniini
Gattung: Argema
Art: Kometenfalter
Wissenschaftlicher Name
Argema mittrei
(Guérin-Méneville, 1846)

Der Kometenfalter (Argema mittrei), auch unter den Synonymen Argema idea und Argema madagascariensis sowie unter der Bezeichnung Kometen-Motte bekannt, zählt innerhalb der Familie der Pfauenspinner (Saturniidae) zur Gattung Argema. Im Englischen wird der Kometenfalter comet moth oder madagascan moon moth genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Kometenfalter erreicht eine Spannweite von etwa 140,0 bis 160,0 Millimeter, wobei das Weibchen größer und schwerer ist als das Männchen. Beim Weibchen sind die Vorderflügel breiter und mehr abgerundet. Des Weiteren sind die Hinterflügel kürzer, etwa bis zu 80,0 Millimeter lang und zweimal größer als beim Männchen. Die Hinterflügel mit dem bräunlich-roten Schwanz sind beim Männchen bis zu 130,0 Millimeter lang. Ferner sind die Fühler der Männchen ziemlich lang und gefiedert. Beim Weibchen wirkt das Abdomen etwas größer und ist tonnenförmig. Die Flügel sind leuchtend gelb und auf jedem Flügel zeigt sich ein einziges großes braunes Auge mit einem schwarzen Punkt in der Mitte. Die Ecken der Flügel sind bräunlich-schwarz gefärbt und an den seitlichen Rändern der Hinterflügel zeigt sich ein schmaler grau-schwarzer Saum. Die Flügel selbst weisen ein rotbraunes Wellenmuster auf.

Lebensweise

Der Kometenfalter zählt zu den Nachtfaltern und lebt etwa fünf Tage, in dieser Zeit nehmen die Erwachsenen keine Nahrung zu sich und leben von den Fettreserven, die sie sich als Raupe angefressen haben. Die Raupen halten sich vorwiegend auf den Eukalyptus-Bäumen auf, die auf Madagaskar eingeführt wurden.

Verbreitung

Kometenfalter
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Kometenfalter

Der Kometenfalter ist nur auf Madagaskar der Südküste von Afrika endemisch und lebt in den Regenwäldern, jedoch ist der Lebensraum durch die Abholzung der Bäume stark gefährdet und somit ist auch diese Art bedroht.

Ernährung

Die Erwachsenen ernähren sich nicht und leben von den Nährstoffen, die sie im Stadium als Raupe angesammelt haben.

Fortpflanzung

Die Eiablage beginnt kurz nach der Paarung. In der Regel erfolgt die Eiablage unmittelbar auf eine Futterpflanze. Dabei sind die Eier von einer klebrigen, stark eiweißhaltigen Schicht umgeben. Die Eier kleben so zusammen und sind geschützt. Das Eiweißsekret wird in der sogenannten Kittdrüse produziert und in den Eileiter abgegeben. Die äußere Hülle der Eier, das sogenannte Chorion, besteht aus einer chitinartigen Substanz. Die Entwicklung der Raupe setzt bereits mit der Befruchtung der Eier ein. Je nach Verbreitungsgebiet und klimatischen Bedingungen schlüpfen die fertig entwickelten Raupen nach 10 bis 20 Tagen. Die geschlüpften Raupen haben nur ein Ziel: fressen und so schnell wie möglich wachsen. Da die Haut der Raupen aus Chitin besteht, kann sie nicht mitwachsen. Es erfolgt also in regelmäßigen Abständen eine Häutung. Die Häutung wird dabei durch Hormone ausgelöst und gesteuert. Die Haut wird vom Kopf nach hinten hin abgestriffen. Unmittelbar nach der Häutung beginnt die Trocknung der neuen Haut. Während dieser Zeit verhält sich die Raupe regungslos und ist so schutzlos Fleischfressern ausgeliefert. Steht am Ende des Raupenstadiums die Verpuppung an, so begeben sich die Raupen an eine geschützte Stelle. Im Innern der Hülle erfolgt die von außen nicht sichtbare Metamorphose. Je nach Klimaverhältnissen dauert die Metamorphose in der Puppe etwa zwei bis sechs Monate. Der eigentliche Schlüpfvorgang dauert für gewöhnlich nicht länger als wenige Sekunden, allenfalls jedoch nur wenige Minuten. Hat sich ein fertiger Falter aus der Hülle befreit, so hängt er sich meist kopfüber an eine Unterlage. Bevor er auffliegt, müssen sein Körper und seine Flügel trocknen. Das Blut wird über feine Äderchen in die noch faltigen Flügel gepumpt. Nach wenigen Minuten, spätestens jedoch nach 10 Minuten ist der Falter flugfähig.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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