Krabbenspinne

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Krabbenspinne

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Dysderoidea
Familie: Sechsaugenspinnen (Dysderidae)
Unterfamilie: Dysderinae
Gattung: Dysdera
Art: Krabbenspinne
Wissenschaftlicher Name
Dysdera crocata
C. L. Koch, 1838

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:004397]

Die Krabbenspinne (Dysdera crocata) gehört innerhalb der Familie der Sechsaugenspinnen (Dysderidae) zur Gattung Dysdera.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Krabbenspinne besitzt einen schmal-zylindrischen bzw. einen walzenförmigen Körperbau mit relativ kräftigen Beinen. Das Männchen erreicht eine Körperlänge von etwa 9 bis 13 Millimeter und das Weibchen eine Körperlänge von etwa 11 bis 17 Millimeter. Der Rückenschild ist rosabraun, fein strukturiert sowie glatt und glänzend. Der Hinterleib ist hellgrau bis rosabraun, glatt und glänzend und weist zwei Einkerbungen im vorderen Teil auf. Die Spinne besitzt ganz charakteristische Mundwerkzeuge: Die Unterlippe ist lang und wird beidseitig von langen, parallel kräftigen Kauladen begrenzt, die Kiefertaster sind ebenfalls lang und besitzen kräftige überkreuzende Giftklauen. Insgesamt weisen die auseinanderlaufenden Kieferklauen eine gewaltige Länge auf (mehr als die Hälfte des Vorderkörpers). Die Beine sind heller als der Rückenschild und besitzen zwei kurze Stacheln an der Oberseite des Schenkels des vierten Beinpaares. Zwei Beinpaare sind nach vorn und zwei Beinpaare sind nach hinten gerichtet. Die sechs Augen stehen dicht kreisförmig. Die Tiere werden nach zwei Jahren adult und leben danach zum Teil noch mehrere Jahre und sind das ganze Jahr über zu finden.

Lebensweise

Die Krabbenspinne kommt meist einzeln vor. Sie ist sehr wärmeliebend und hält sich tagsüber in sackförmigen Gespinsten unter besonnten Steinen auf und geht in der Nacht auf Beutefang. Die Familie Sechsaugenspinnen (Dysderidae) ist in drei Unterfamilien eingeteilt, unter anderem zählt auch die Unterfamilie Dysderinae dazu. Da diese Art nachtaktiv ist und zu dieser Zeit auf Beutefang geht, tagsüber jedoch in ihrem Wohngespinst unter Steinen ruht, wurde die Art in diese Unterfamilie innerhalb der Familie der Sechsaugenspinnen (Dysderidae) eingeteilt. Im Unterschied dazu gibt es die seßhaften Gewebespinnen, die in ihren Gespinsten auf die Beute lauern und infolgedessen zu einer anderen Unterfamilie wie zum Beispiel Segestriinae zählen. Die Spinne macht mit ihren langen Cheliceren einen recht bedrohlichen Eindruck, zumal sie sich bei Störungen recht aggressiv verhält und sofort die langen Giftklauen weit abspreizt.

Unterarten

Verbreitung

Die Krabbenspinne ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet, in Mitteleuropa ist sie ziemlich selten anzutreffen, nur besonders an warmen Orten im Freiland, wie zum Beispiel in Weinbergen und an alten Mauern. Des Weiteren hält sich die Krabbenspinne unter Steinen und Baumstämmen sowie in und an Gebäuden, in kühleren, hauptsächlich in Kellern und Gewächshäusern auf.

Ernährung

Die Krabbenspinne ernährt sich wie der Kleine Asseljäger (Dysdera erythrina) von Landasseln (Oniscidea). Die Krabbenspinne ist in der Lage mit den fast pinzettenartigen Mundwerkzeugen Landasseln (Oniscidea) zu erbeuten, da sie deren weit ausladende Seitenränder der Körpersegmente leicht umgreifen kann. Offensichtlich ist diese Spinne auf derartige Beute - die von vielen anderen Spinnenarten verschmäht wird - spezialisiert.

Fortpflanzung

Die Spinne ist erst mit zwei Jahren geschlechtsreif. Die Geschlechter paaren sich ohne Vorspiel. Zur Paarung kriecht das Männchen von vorn unter das Weibchen und führt gleichzeitig beide Taster in die Geschlechtsöffnungen ein. Das Weibchen wickelt seine gelben Eier innerhalb ihres Wohngespinstes in Seide ein.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 18. Mai 2008 <1>

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Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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