Kragentrappe
aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank
| Kragentrappe | |
|---|---|
|
| |
| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Kranichvögel (Gruiformes) |
| Familie: | Trappen (Otididae) |
| Gattung: | Chlamydotis |
| Art: | Kragentrappe |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Chlamydotis undulata | |
| Jacquin, 1784 | |
| IUCN-Status | |
| Vulnerable (VU)
| |
Die Kragentrappe (Chlamydotis undulata) zählt innerhalb der Familie der Trappen (Otididae) zur Gattung Chlamydotis.
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Die Kragentrappe erreicht eine Körperlänge von 55 bis 75 Zentimeter, eine Flügelspannweite von 150 bis 170 Zentimeter sowie ein Gewicht von 1.200 bis 3.000 Gramm. Weibchen bleiben kleiner und leichter als Männchen. Das Gefieder weist eine helle graubraune Grundfärbug auf. Dunkle Flecken überziehen dabei Flügel- und Rückengefieder. Der Hals und die Bauchseite sind überwieged sandfarben gefärbt. Markantes Merkmal sind die verlängerten Federn im Halsbereich, die wie ein Kragen aussehen. Im Bereich des Oberkopfes ist eine kleine, aufstellbare Federhaube zu sehen, die beim Männchen stärker ausgeprägt ist. Die Augen sind dunkel gefärbt, der Schnabel weist eine orangerote Färbung auf.
Verbreitung
Die Kragentrappe ist in Nordadrika, insbesondere von Marokko bis nach Ägypten sowie im Nahen Osten und in Asien bis nach China verbreitet. Die nördlichen Populationen, also die asiatischen Populationen ziehen im Herbst in südliche Gefilde zur Überwinterung. Alle anderen Vorkommen gelten als Standvögel. Als Lebensraum dienen Baum- und Strauchsteppen sowie offene Heidelandschaften mit niedriger Vegetation.
Ernährung
Neben pflanzlicher Kost wie Beeren und Sämereien ernähren sich Kragentrappen auch von tierischer Nahrung. Dazu gehören insbesondere Insekten und deren Larven, Schnecken andere Weichtiere und gelegentlich kleine Reptilien. Auf Nahrungssuche gehen Kragentrappen nur am Tage.
Fortpflanzung
Die Kragentrappe erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich über das Frühjahr oder setzt mit Beginn der Regenzeit ein. In der Brutzeit legt das Männchen ein territoriales Verhalten an den Tag. Das Revier wird durch Gesang, Flügelschlagen und Auftreten mit den Füßen markiert und verteidigt. Mit diesem Verhalten werden auch Weibchen ins Revier gelockt. Kragentrappen leben polygam, das heißt ein Männchen begattet mehrere Weibchen und hat im folgenden mit der Aufzucht des Nachwuchses nichts zu tun. Das Weibchen errichtet ihr Nest an geschützter Stelle in eine flache Bodenmulde, die mit Pflanzenteilen ausgepolstert wird. Das Gelege besteht aus zwei bis drei hellbraunen Eiern, die eine dunkle Sprenkelung aufweisen. Das Weibchen brütet die Eier über einen Zeitraum von 22 bis 23 Tagen alleine aus. Die geschlüpften Küken weisen ein hellbraunes und schwarz gemustertes Dunengefieder auf. Sie gelten als Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Sie werden anfangs von der Mutter gefüttert, später suchen sie ihre Nahrung selbständig. Im Alter von fünf bis sechs Wochen sind die Jungvögel flügge, bleiben aber noch einige Zeit bei der Mutter.
Anhang
Literatur und Quellen
- Prof. Dr. Dr. hc Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
- Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
- Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
- Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

