Krauskopfpelikan
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| Krauskopfpelikan | |
|---|---|
| Systematik | |
| Klasse: | Vögel (Aves) |
| Unterklasse: | Neukiefervögel (Neognathae) |
| Ordnung: | Ruderfüßer (Pelecaniformes) |
| Familie: | Pelikane (Pelecanidae) |
| Gattung: | Pelikane (Pelecanus) |
| Art: | Krauskopfpelikan |
| Wissenschaftlicher Name | |
| Pelecanus crispus | |
| Bruch, 1832 | |
Der Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus) ist der größte Vertreter der Familie der Pelikane (Pelecanidae).
Inhaltsverzeichnis |
Beschreibung
Der Krauskopfpelikan erreicht ein Gewicht von bis zu dreizehn Kilogramm. Seine Spannweite beträgt bei einer Gesamtlänge von 170 bis 180 Zentimeter rund drei Meter. Der Schnabel hat etwa eine Länge von 45 Zentimeter. Weibchen sind insgesamt etwas kleiner als die Männchen. Markant sind die verlängerten Federn an Hals und Kopf, die während der Brutzeit besonders lang werden. Die geselligen Tiere stehen auf der Roten Liste des IUCN und sind in fast allen Verbreitungsgebieten bedroht.
Verbreitung
Das natürliche Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Südeuropa über Kleinasien bis nach China und die Mongolei. Ihr bevorzugter Lebensraum bilden große Binnenseen oder Binnenmeere, aber auch Sümpfe, Flußdelta und Lagunen. Auch auf Küsten vorgelagerten Inseln sind sie oft anzutreffen. Insgesamt sind die Vögel sehr scheu, besonders zur Brutzeit.
Nahrung
Als tagaktiver Jäger findet er seine Beute schwimmend auf der Wasseroberfläche. Aufgrund seiner hohlen Knochen kann er nicht tauchen, da sie zuviel Auftrieb geben würden. Mit seinem großen Schnabel schöpft er Fische aus dem Wasser. Es ist oft zu beobachten, daß Krauskopfpelikane gemeinsam auf die Jagd gehen und Strategien anwenden, um Fische ins Flachwasser zu treiben.
Fortpflanzung
Pelikane leben in Einehe und brüten in kleineren Kolonien. Die Nester, die in Wassernähe errichtet werden, sind dabei oft nur 0,5 Meter voneinander entfernt. Im Schnitt legt das Weibchen zwei Eier, wobei in der Regel nur ein Jungvogel überlebt. Nach einer Brutzeit von 30 bis 35 Tagen schlüpfen die Jungvögel. Sie sind dabei nackt und blind. Nach einigen Tagen öffnen sie aber bereits die Augen. In der ersten Zeit würgen die Elternvögel Nahrung aus ihrem Magen hoch, um damit die Küken zu füttern. Später werden sie mit ganzen Fischen gefüttert, die die Jungvögel gleich aus dem Schlund der Altvögel fischen. Nach drei bis vier Wochen verlassen die Jungvögel das erste Mal das Nest und finden sich zu kleinen Kolonien zusammen. Bei Gefahr flüchten sie zu dieser Zeit auch schon ins Wasser. Nach rund elf Wochen sind sie flügge und suchen ihre Nahrung schon selber. Nach etwa fünfzehn Wochen lösen sich die Kolonien auf. Die Geschlechtsreife wird mit drei bis vier Jahren erreicht.
