Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte

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Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte
Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Beutelsäuger (Metatheria)
Ordnung: Beutelrattenartige (Didelphimorphia)
Familie: Beutelratten (Didelphidae)
Unterfamilie: Eigentliche Beutelratten (Didelphinae)
Gattung: Spitzmausbeutelratten (Monodelphis)
Art: Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte
Wissenschaftlicher Name
Monodelphis brevicaudata
Erxleben, 1777

Die Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte (Monodelphis brevicaudata) zählt innerhalb der Familie der Beutelratten (Didelphidae) zur Gattung der Spitzmausbeutelratten (Monodelphis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte erreicht eine Körperlänge von 16 Zentimeter, eine Schwanzlänge von gut neun Zentimeter sowie ein Gewicht von 65 bis 95 Gramm. Weibchen bleiben ein wenig kleiner und leichter als Männchen. Das kurze aber ausgesprochen dichte Fell kann graubraun bis schwarz gefärbt sein. Dorsal zeichnet sich meist ein rotbrauner Schimmer ab. Extremitäten und Schwanz sind schwarz gefärbt. Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratten leben zumeist einzelgängerisch, nur selten in kleinen Familiengruppen. Sie leben zwar meist auf dem Boden, sie sind aber exzellente Kletterer. Die Reviere werden mit Sekreten und Urin markiert und gegenüber Artgenossen verteidigt. Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte sind überwiegend tagaktiv, können aber auch in der Dämmerung aktiv sein. Der Seh- und Geruchssinn sind sehr gut entwickelt.

Verbreitung

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte erstreckt sich in Südamerika insbesondere über Bolivien, Venezuela, Kolumbien, Surinam, Französisch Guyana und Brasilien. Die Tiere leben zumeist in lichten Wäldern und offenem Gelände mit Baum- und Strauchvegetation. Sie leben sowohl am Boden als auch in den Bäumen, wo sie insbesondere ihre Nester anlegen.

Verbreitungsgebiet
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Verbreitungsgebiet

Nahrung

Die Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte ernährt sich hauptsächlich von Insekten wie Heuschrecken, Grillen, Schaben und ähnlichen Insekten. Auch Spinnentiere, Sämereien und Früchte werden bei Gelegenheit gerne gefressen. Die Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratte geht in der Regel tagsüber auf Nahrungssuche.

Fortpflanzung

Kurzschwanz-Spitzmausbeutelratten erreichen die Geschlechtsreife mit vier bis fünf Monaten. Die Paarungszeit ist in den tropischen und subtropischen Verbreitungsgebieten an keine feste Jahreszeit gebunden, jedoch fallen die meisten Geburten in die Trockenzeit. Die Tiere leben polygam, das heißt die Tiere leben in keiner festen Paarbindung und ein Männchen paart sich mit mehreren Weibchen. Während der Paarungszeit kann es zwischen konkurrierenden Männchen zu heftigen Kämpfen um die Weibchen kommen. Nach einer Tragezeit von etwa dreizehn Tagen bringt das Weibchen zwischen sechs und acht Jungtiere zur Welt. Die Jungen sind nur sehr wenig entwickelt und kriechen unmittelbar nach der Geburt in den Beutel der Mutter. Hier saugen sie sich an einer Zitze fest. Nach einigen Wochen trauen sich die Jungtiere das erste Mal aus dem Beutel und lassen sich auf dem Rücken der Mutter tragen. Mit gut 50 Tagen sind die Jungtiere unabhängig. Um die Aufzucht der Jungen hat sich nur die Mutter gekümmert. Über die Lebenserwartung liegen keine Informationen vor.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

Links

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