Labkrautschwärmer

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Labkrautschwärmer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Überfamilie: Spinnerartige (Bombycoidea)
Familie: Schwärmer (Sphingidae)
Gattung: Celerio
Art: Labkrautschwärmer
Wissenschaftlicher Name
Celerio galii
(Rottemburg, 1775)

Der Labkrautschwärmer (Celerio galii) zählt innerhalb der Familie der Schwärmer (Sphingidae) zur Gattung Celerio. Die Art ist auch unter dem Synonym Hyles gallii bekannt und wird im Englischen Bedstraw Hawk-Moth genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Labkrautschwärmer erreicht eine Flügelspannweite von 60 bis 80 mm. Die Vorderflügel weisen ein hell- bis dunkelfarbenes Braun, welches in der Mitte der beiden Flügel einen unregelmäßigen weißen Streifen hat, auf. Bei Gefahr präsentiert er die Hinterflügel, die mit weißer, schwarzer, roter und blauer Färbung abwechselnd hintereinander sehr gut zum Ablenken seiner Fressfeinde sind, so verschafft er sich die Möglichkeit zum Flüchten. Der Körper ist meist einheitlich braun gefärbt, am Rumpfanfang ist der Labkrautschwärmer mit weißen und schwarzen Streifen verziert.

Lebensweise

Der Falter zählt zu den Wanderfaltern die jährlich aus dem Süden einwandern. Er fliegt den ganzen Sommer über bei uns, meist an Waldrädern. Seine Raupen findet man meist Anfang Juni bis in den Herbst hinein.

Verbreitung

Futter der Raupe: Labkraut
vergrößern
Futter der Raupe: Labkraut

Der Falter ist in ganz Mitteleuropa verbreitet, wobei er trotzdem sehr selten ist. Vor allem im Bergland und an Waldrändern entdeckt man den Falter durchaus im Schwirrflug. Gelegentlich ist er auch in Gärten anzutreffen.

Nahrung

Der Falter ernährt sich vom Nektar aller blütetragenden Pflanzen. Die Raupen ernähren sich von allen Arten an Labkräutern (Galium), insbesondere von Echten- und Schmalblättrigem Labkraut. Doch manchmal findet man ihn auch auf Weidenröschen (Epilobium).

Fortpflanzung

Die Falter legt die Eier meist einzeln oder zu zweit auf eine Futterpflanze. Nach einigen Wochen schlüpfen die kleinen Räupchen mit ein paar Millimetern Durchmesser. Die Raupe frisst anfangs nur nachts, später aber auch am Tag. Anfangs ist die Raupe grün mit weißen Streifen, nach jeder Häutung, zwischen der ein bis zwei Wochen liegen, bekommt sie immer mehr Farbe dazu.
Raupenstadium
vergrößern
Raupenstadium
Zuerst gelbe Punkte im weißen Streifen, dann braune Punkte bis hin zur letzten Häutung, bei der sie dann eine hell- oder dunkelfarbige braune, grüne oder schwarze Färbung hat. Zu diesem Zeitpunkt, besitzt sie gelbe Punkte am Rand, einen ungefährlichen, roten Stachel am Ende des Körpers und eine Größe von bis zu 9 cm. Die Verpuppung erfolgt in der Erde, aus der erst im nächsten Frühjahr der Falter entkriecht.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Der neue Kosmos-Schmetterlingsführer. Schmetterlinge, Raupen und Futterpflanzen. Kosmos, 2003 ISBN 3440093301
  • Leon Rogez: Schmetterlinge und Raupen. Ensslin im Arena Verlag, 2006 ISBN 3401452541
  • Thomas Ruckstuhl: Schmetterlinge und Raupen. Gondrom Verlag, 2001 ISBN 3401452541
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
'Persönliche Werkzeuge