Lamprima aurata

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Lamprima aurata
Männchen

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Polyphaga
Familie: Schröter (Lucanidae)
Unterfamilie: Lampriminae
Gattung: Lamprima
Art: Lamprima aurata
Wissenschaftlicher Name
Lamprima aurata
Latreille, 1817

Der Lamprima aurata (Lamprima aurata) zählt innerhalb der Familie der Schröter (Lucanidae) zur Gattung der Lamprima.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Männchen kann eine Körperlänge von 21,0 bis 32,9 Millimeter erreichen. Das Weibchen dagegen wirkt etwas kleiner und erreicht eine Körperlänge von 12,9 bis 24,0 Millimeter. Die Färbung des mächtigen Nacken- sowie Halsschildes (Pronotum) weist ein metallisch glänzendes Türkisblau bis Türkisgrün auf und sind mit zahlreichen kleinen Punkten versehen. Der Halsschild ist an den Hinterecken abgerundet. Die Deckflügel (Elytren), auch Vorderflügel genannt, des Männchens sind oberhalb ebenfalls türkisblau und türkisgrün, unterhalb sind die Deckflügel (Elytren) kupferfarben. Die Hautflügel weisen eine hellere Färbung auf. Der Nacken- und Halsschild des Weibchens sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt und grob gepunktet. Die Deckflügel weisen eine schwarze Färbung mit vereinzelt kaum wahrnehmbaren schillernden grünlichen Flecken auf. Ebenfalls sind die Deckflügel unterhalb wie beim Männchen kupferfarben. Neben der Größe und Farbe gibt es noch einen weiteren deutlichen Geschlechtsdimorphismus.

Das Männchen verfügt über vergrößerte Mandibeln, das sogenannte Geweih, welches sich aus seinem Oberkiefer entwickelt hat. Das Weibchen verfügt über kein Geweih. Sie besitzt nur kleine entwickelte kurze Kiefer. Die Mandibeln des Männchens sind mit zahlreichen minuziösen bräunlichen Härchen besetzt. Die Fühler sind seitlich links und rechts ausgerichtet und an der Spitze etwas blattartig aufgefächert. Die braunen Komplexaugen befinden sich seitlich am Kopf. Wie alle Käfer, so hat auch der Lamprima aurata sechs Beine, die an den Enden hakenförmige Gebilde aufweisen. Des weiteren sind beim Männchen und beim Weibchen die Beinglieder mit dornenartigen Auswüchsen versehen. Es kommt vor, dass der Käfer auch am Tage aktiv ist, aber seine Hauptaktivitätszeit sind die späten Abend- und Nachtstunden.

Unterarten

Verbreitung

Beschreibung und Bestimmung der Laufbeine und des Körpers eines Käfers
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Beschreibung und Bestimmung der Laufbeine und des Körpers eines Käfers

Der Lamprima aurata ist in Australien beheimatet. Er ist insbesondere im Nordosten und im Südosten Australiens zu Hause. Die Vegetation kann für den Käfer unterschiedlich sein. Er hält sich vorwiegend in Laub- und Mischwäldern auf, ebenso kommt er aber auch im tropischen Regenwald sowie in Niederungen, im Hügelland und im Gebirge vor.

Ernährung

Lamprima aurata - Weibchen
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Lamprima aurata - Weibchen

Der Lamprima aurata ernährt sich vor allem von dem Blütennektar der Pflanze Orangen-Klebsame (Pittosporum undulatum Vent.), die im Nordosten und im Südosten Australiens wächst. Neben dem süßen Blütennektar nimmt er aber auch den Saft von Eukalyptus- und Akazienbäumen sowie von Eichen oder Buchen zu sich. Auch Knospen und Blätter werden von ihm nicht verschmäht. Die Larven leben von vermodertem Totholz verschiedener Baumarten. Das Totholz ist meist von Pilzen befallen, so dass selbst Holz einen Nährwert aufweist.

Fortpflanzung

Der Lamprima aurata erreicht die Geschlechtsreife mit Beendigung des Puppenstadiums. Die Paarungszeit erstreckt sich über die Monate Juni bis August. Während der Balz kommt es zwischen den Männchen regelmäßig zu Kommentkämpfen, bei denen sie ihr Geweih einsetzen und versuchen, den Widersacher auf den Rücken zu werfen. Der Gewinner hat das Recht auf die Paarung mit dem Weibchen. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen 12 bis 20 Eier einzeln in alte morsche Stämme, Baumstümpfe oder an den Fuß alter Bäume. Nach zwei bis drei Wochen schlüpfen die engerlingsähnlichen Larven. Die Larven sind anfangs blind, der Körper weist eine blaßgelbe Färung auf und der Kopf ist rötlich-braun gefärbt. Die Körperlänge der Larven beträgt etwa elf Zentimeter. Zur Verpuppung kriechen die Larven etwa zwanzig Zentimeter tief ins Erdreich, wo sie sich eine feste, etwa faustgroße Kammer bauen, die bei Männchen wegen der Kiefer etwas größer ausfällt als bei den Weibchen. Die Entwicklung bis zum fertigen Käfer dauert etwa ein Jahr. Der frisch geschlüpfte Käfer zeigt eine dunkle Färbung. Erst nach und nach mit Verhärten der Deckflügel entfaltet er sich zu einem farbenprächtigen Käfer. Er kann ungefähr ein halbes Jahr alt werden.
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