Langschnabelsittich

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Langschnabelsittich

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Eigentliche Papageien (Psittacidae)
Unterfamilie: Neuweltpapageien (Arinae)
Gattung: Langschnabelsittiche (Enicognathus)
Art: Langschnabelsittich
Wissenschaftlicher Name
Enicognathus leptorhynchus
King, 1831

IUCN-Status
Least Concern (LC) - IUCN

Der Langschnabelsittich (Enicognathus leptorhynchus) zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae) zur Gattung der Langschnabelsittiche (Enicognathus).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Langschnabelsittich erreicht eine Körperlänge von 38 bis 40 Zentimeter. Das Gefieder ist fast ausschließlich grün gefärbt. Der Oberkopf weist eine dunkelgrüne, teilweise eine schwärzliche Querschraffierung auf. Der Bereich zwischen den Augen, oberhalb des Schnabelansatzes ist rot gefärbt. Der Zügel ist ebenfalls rötlich gefärbt. Die Außenfahnen der Handschwingen weisen einen leicht bläulichen Touch auf. Im Schwanzbereich zeigt sich stellenweise eine rötliche bis bläuliche Färbung. Markantes Merkmal ist neben dem roten Stirnband der charakteristisch geformte Schnabel. Der Oberschnabel ist sehr lang, leicht gekrümmt und überragt den Unterschnabel beträchtlich. Der Schnabel ist insgesamt grau bis dunkelgrau gefärbt. Der Bereich um die Augen ist unbefiedert und weist eine gräuliche Färbung auf. Gleiches gilt für die Wachshaut und die Extremitäten. Die Iris der Augen ist goldgelb gefärbt. Die Geschlechter weisen keinen Geschlechtsdimorphismus auf. Juvenile Vögel sind insgesamt etwas dunkler gefärbt. Langschnabelsittiche leben in geselligen Gruppen die durchaus aus dutzenden bis einigen hundert Individuen umfassen können.

Verbreitung

Der Langschnabelsittich ist in Chile endemisch. Er kommt hier insbesondere im zentralen und südlichen Chile vor. Lichte Wälder, dessen Ränder und landwirtschaftliche Flächen gehören zu seinen natürlichen Lebensräumen. In der Nähe des Menschen sind sie auch in größeren Gärten und Parkanlagen anzutreffen.

Ernährung

Der Langschnabelsittich ernährt sich recht vielseitig. Zu seiner Nahrung gehören Nüsse, Sämereien, Früchte und Beeren sowie Gräser, Knospen, Insekten und deren Larven. Jungvögel werden in den ersten Wochen hauptsächlich mit tierischer Nahrung gefüttert. In der Landwirtschaft können Langschnabelsittiche bei massenhaftem Auftreten beträchlichen Schaden anrichten. Von daher sind sie bei den Landwirten nicht sonderlich beliebt.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit der Langschnabelsittiche erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten von September bis Januar. Es kommt in einer Saison lediglich zu eiem Gelege. Gebrütet wird in Baumhöhlen abgestorbener Bäume. Das Weibchen legt zwischen zwei und vier, selten auch bis fünf Eier, die von beiden Elternvögeln ausgebrütet werden. Die Brutzeit beträgt im Mittel 25 bis 26 Tage. Die geschlüpften Küken sind nackt und blind. Sie sind ausgesprochen hilflos. Im folgenden werden sie von beiden Elternteilen mit Nahrung versorgt. Die Nestlingszeit erstreckt sich über 50 bis 58 Tage. EInige Wochen später erreichen sie die Selbständigkeit.

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